Reise blog von Travellerspoint

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Vorbereitungen

der Entschluß ist am schwersten

sunny 18 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Idee, Planung, dann viel Zeit vergehen lassen
Entschluss, Bekanntmachung! Check!
Hoffen dass uns Freunde das ausreden (hat wohl keiner dran gedacht, jetzt ist zu spät)
Hausverkauf! offen
Einige wichtige Geburtstagsfeiern mit Übernachtung! Check!
dabei alles für die Übernachtung zuhause liegen lassen!
d.h. Generalprobe durchgefallen!

Haus ausräumen! Check! (Es als blödeste Idee aller Zeiten deklarieren! Check!
Viel zu viel einpacken. Check!
Panik bekommen, zwischendurch alles abblasen. Check!
Entspannt losfahren (haha, wird wohl nie passieren, reingelegt!)

Trotzdem cool bleiben. Sagen wir mal Check! ;-)

Eingestellt von Alina-Frank 12:05 Archiviert in Deutschland

Die Gnu Wanderung

Oder wie man in 24 Stunden 500 km schafft, zum Terminal 2

semi-overcast 20 °C
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Meine Mutter (Alina) hat uns mit den Worten verabschiedet, sie hofft das wir das finden wonach wir suchen und gesund nach Hause kommen.
Eine Langzeitreise ist für daheimgebliebene Eltern nicht schön, egal wie man es dreht.

Ich mache jetzt meine dritte Langzeitreise, bin leider nicht mehr so entspannt wie davor.
Bedenken, Zukunftsängste, was kommt wohl nach der Reise?
Diese Fragen belasten mehr als vorher, oder ich stelle sie mir sogar zum ersten Mal, die Gedanken kreisen.
Sind wir auf der Suche, wollen wir was finden? Wir würden sagen nein, aber wir werden bestimmt was finden. Es gibt Reiseziele die wir immer mal sehen wollten, was uns vorschwebt ist die Gnu Wanderung in der Serengeti, Botswana, Namibia, der Victoriasee, die Victoriafälle, unsere Freunde in Südafrika wieder sehen und mal aus unseren Trott rauszukommen.

Tapfer und etwas traurig standen Franks Eltern am Bahnhof bei der Verabschiedung.
Ruft an wenn ihr angekommen seid! Machen wir, morgen früh melden wir uns aus Südafrika.
Pah! Von wegen morgen früh!

Eine Vorgeschichte dazu, wir haben unseren Hinflug wegen einiger Angelegenheiten verschoben, u.a. wartet Alina noch auf ein Firmenlaptop, das wird in UK gefertigt. Flugumbuchen hört sich einfach an, das war es nicht. Es wurden mind. 7 Telefonate geführt, die Fluggesellschaft hatte uns 3 Termine reserviert und den Neupreis für Umbuchung berechnet. Jede Berechnung dauert 24 Stunden (Rechenschieber?) und immer wurde ein Preis vergessen (Der Preis beinhaltet einige andere Preise, Gebühren etc..

Mit 8 Gepäckstücken (ja richtig gelesen) standen wir vor der ersten Herausforderung. Wie bringen wir diese zum Bahnhof?
Dann klappte doch erstaunlich gut, ab geht’s in den Zug richtung Frankfurt Flughafen. Umsteigen auch kein Problem, alles läuft wie am Schnürchen.
In Frankfurt kommen wir sogar 4 Stunden vor Abflug an. So früh war ich noch nie am Flughafen.

Die Vorstellung: wir holen uns ein Rollwagen, checken ein, wir werden die 4 großen Koffer los. Ich hole die bestellte Währung Südafrikanische Rand am Schalter ab. Gemütlich etwas essen, im Duty Free einkaufen, usw.

Was wirklich geschah:
Da Alina Frankfurt Flughafen wie ihre Westentasche kennt, drehen wir paar extra runden bis wir am Terminal 2 endlich ankommen. Im Terminalzug (ein Zug verbindet Terminal 1 mit 2) sind die praktischen Rollwagen verboten, also wieder die 8 Gepäckstücke selbst tragen. Angekommen am Check-in stellen wir fest, dass unser Flug nicht gebucht ist, obwohl die Bestätigung der Umbuchung und das Ticket per E-Mail kamen. Ach wird schon, wir haben doch 3,5 Stunden Zeit.
Die Mitarbeiterin telefoniert mit der Zentrale, in England und Barcelona, obwohl wir mit KLM und Air France fliegen, verstehen, tun wir das nicht.
Sie versucht dies und das, es klappt einfach nicht. Langsam denke ich vielleicht hätte ich mir die Währung schon vorher besorgen müssen, denn ich muss wieder zu Terminal 1 zurück. Denke, die AirFrance Tante hat gleich das Ticket für uns.
Nach über 2 (!) Stunden bekommen wir unsere Bordkarten. Wir standen die ganze Zeit am Schalter, die Füße tun mächtig weh, aber das Gepäck ist zumindest eingecheckt. Jetzt wird es knapp, zurück zu Terminal 1, Geld holen mit 4 Handgepäckstücke, die immer schwerer werden.
Die Währung bekomme ich flott, endlich haut was hin.

Jetzt schnell zurück zu Terminal 2. Wieder mit den Terminalzug (heute schon 3 mal die Strecke gefahren) und schnell zum Gate. Es bleiben uns 10 Minuten. Da hatten wir die Rechnung ohne das Gatepersonal gemacht, wir müssen noch was nachzahlen, echt jetzt.
Wir sind seid 13:30 Uhr unterwegs , sind 4 Stunden vor Abflug am Flughafen angekommen und die letzten die einsteigen.
Wir landen um 21:15 Uhr in Paris. Mit dem Auto wären wir längst da (heul).

Im Flieger endlich was zu essen, leider nur ein kleines Sandwich. Egal, wir haben 2 Stunden Aufenthalt in Paris, da findet sich was zu essen, wir stellen uns vor in Paris am Flughafen zu essen.

Was wirklich geschah Teil 2:
In Paris angekommen werden wir nach einen langen Weg zum Gate angehalten. Irgendwas stimmt nicht, ich denk es ist wieder die Buchung die nicht richtig durch war.
Nein das Problem liegt woanders, nachdem wir wieder ewig rumstehen teilt man uns mit, Flug gecancelt, wir müssen ins Hotel, wir fliegen morgen weiter. Hä?
Wir bekommen, ein Gutschein um was zu essen, (Ieiii) . Wenige Minute später teilt man uns mit, das alle Restaurants geschlossen sind (Grmpf!) also gibt’s nur noch den Marcs & Spencer Shop. Der ist natürlich am anderen Ende von Terminal 2 in Paris und wir müssen mit unseren 4 Handgepäckstücken (die je um die 6-8 Kg wiegen sich aber nach dem Marsch wie 20 kg anfühlen) bis dahin wandern.
Wir kaufen was zu essen und trinken ein, 2 Flaschen Hefesaft für Frank und eine große Flasche Wasser, der Shuttle zum Hotel ist ja um die Ecke. Leider scheinen Franzosen mit: "um-die-Ecke -gleich-links" zu meinen geh den sehr langen Gang bis zum Ende des Terminals und dann links.
In der Mitte drehen wir um (oh ja!) bis die Frau am Info sagt, wir sind nur die Hälfte gegangen, also nochmal den ganzen Weg runter.

Auf den Weg finden wir ein Kofferwagen (ieiii) den wir aber weder mit Rolltreppe noch mit Aufzug nutzen können da dieser defekt ist. Also alles wieder schleppen. Die 4 Handgepäckstücke + die Marcs & Spencer vollgepacken Tüte, werden immer schwerer. Wir müssen nochmal Flughafenzug fahren und auch Bus, seltsamerweise kommen wir immer von Terminal 2 und müssen zum Terminal 2 aber woanders.
Am Busterminal angekommen, scheinen wir nicht die einzigen Verirrten zu sein, denn der Shuttlebus zu unseren Hotel ist so voll, dass wir stehend nicht umfallen können. Endlich angekommen (nach Mitternacht) erweist sich das Hotel als das Beste bisher, richtig schön.
Auf die Gratisnacht in Paris hätten wir trotzdem gerne verzichtet, uns tut alles weh.
Bilder unserer jämmerlichen erschöpften Gesichter ersparen wir euch an dieser Stelle (zu grausam).

Auf die Gnuwanderung haben wir kein Bock mehr. Ich glaube die Gnus werden in Zukunft hierherfliegen um uns bei der Flughafenwanderung zuzusehen. Ich hoffe aber sie fliegen nicht über Paris und nehmen weniger Handgepäck mit.

Am nächsten Tag müssen wir erneut zum Terminal 2 (wohin auch sonst). Wir fahren Bus. Angekommen, erfahren wir es ist die falsche Seite (war ja klar). Nach dem Check-in fahren wieder Zug, wir fragen uns langsam, ob die wissen dass wir nach Südafrika fliegen wollen.
Wir sind seit über 24 Stunden unterwegs mit Auto, Zug und Bus und grad mal in Paris am Terminal 2 angekommen.
Frank äußert erste Bedenken ob die 6 Monate ausreichen um nach Südafrika zu kommen, (zurecht) .

Ich erfahre gerade mein Firmenlaptop ist fertig, ob ich schon in Südafrika sei. Nee, aber immerhin in Paris am Terminal 2 und am richtigen Gate, sage ich leicht stolz. Und das war alles andere als einfach! ;-)

Eingestellt von Alina-Frank 12:27 Archiviert in Frankreich

Der blöde Hans

Autokauf in Südafrika, trau nicht den Weißen

sunny 26 °C
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Als wir vor knapp 1 Jahr nach unser Münchenbesuch Thomas und Tipi trafen und von ihren Reiseplänen erfuhren, habe ich aus Spaß gesagt wir kommen mit. Tipi schreit sofort ja und Thomas denkt paar Sekunden nach und sagt: "das wär ja was".
Witzigerweise habe ich mit Frank einige Wochen zuvor aus Spaß gesagt Afrika bereisen wir am besten mit jemand wie Thomas und Tipi, alleine trauen wir uns das nicht.

Aber das zu sagen und zu tun, sind unterschiedliche Paar Schuhe, bis vor kurzem waren wir beide verunsichert ob wir es überhaupt durchziehen können. Haus, verkaufen, Job kündigen, die Entscheidungen trifft man nicht so schnell und das Budget hat man auch nicht so locker auf den Konto.
Nach langen hin und her, landen wir in Südafrika. Viel später als geplant, wir wollten ursprünglich vor den beiden hier sein. Die 2 haben ihr Auto schon gekauft und sie durchlaufen bereits die Erste Schritte zur Zulassung. Fürs Beschweren ist keine Zeit, wir sind froh die Paris Hürde geschafft zu haben. ;-)

Durch die Umbuchung durch die Air France landen wir nach Mitternacht statt wie geplant morgens. Ich bin so müde, das erste Bild wird komplett unscharf . Ich sehe viele Giraffen, in Wirklichkeit guckte nur eine um die Ecke.
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Wir können keine Telefonkarte kaufen oder Geld tauschen, alles hat zu. Wir müssen aber etwas Geld abheben, ein Sicherheitsbeamter bringt und zum Geldautomaten, das ist zuerst befremdlich aber hier normal. Ab ins Hotel und erstmal schlafen.
Am nächsten Tag, müssen wir noch einiges an Geld abheben, denn wir benötigen ein Auto für die Reise. Bei dem Gepäck das wir haben, ein großes!

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Einen Wunschkandidaten, ein Landrover haben wir schon ins Auge gefasst, der ist leider über Budget aber so gut ausgestattet, dass wir zuschlagen wollen. Eigentlich hatten wir den bereits abgeschrieben, da zu teuer und wir hätten noch ein Kühlschrank kaufen müssen. Da sagte der Besitzer: "Wisst ihr was?" Ich geh mit dem Preis runter (ca. 1800€) ich geb euch mein alten Kühlschrank und erfülle euch damit euer Afrika Traum. Mein Auto ist mehr als perfekt, ihr könnt damit sofort losfahren! Der zweite Vorteil, Auto liegt bei Thomas und Tipi Wunschauto, quasi um die Ecke.

Ich hätte gerne mehr Euros in Deutschland umgetauscht aber es gibt eine Grenze an Geldwert was eingeführt werden darf. Wir sind heut mit dem Autobesitzer verabredet. Da Kreditkarten ein Tageslimit an Bargeldabhebung haben, müssen wir zusehen dass wir schnell die Summe zusammenhaben. Zusätzlich tauschen wir Geld in Südafrika um und zahlen mit unseren Kreditkarten.
Jetzt sind die Automaten dran: die erste Ernüchterung kommt schnell, nicht nur die Kreditkarten haben alle ihr Limit, die Geldautomaten der Banken hier auch, Gebühren gibt es immer.
Wir können weit weniger als gedacht abheben. Wir verbringen bestimmt über 30 min. am Geldautomat und haben schon bei der ersten Abhebung kein Platz mehr im Portemonnaie, hier gibt es nur 200er Scheine und die sind umgerechnet 14€ Wert. Nach wenigen Minuten benötigen wir fürs Geld eine kleine Extratasche. Wir gucken beim weggehen so bedrückt, dass alle in der Schlange hinter uns denken wir hätten gar kein Geld erhalten.
Bei den Währungstauschern gibt es neue Geldscheine, gut zusammengelegt, die nehmen die Hälfte an Platz weg, die aus dem Automat sind gebrauchter und daher fülliger. In Südafrika und besonders in Johannesburg möchte man nicht mit viel Bargeld Aufmerksamkeit erregen.

Ab zum Mietauto, natürlich haben wir ein kleines Auto, trotz der vielen Koffer, wollten wir ein wenig sparen. Wir haben an der falschen Stelle gespart, das merken wir jetzt beim einräumen. Auto ist gepackt, Telefonkarte gekauft, der halbe Tag ist rum. :-(

Jetzt zum Traumauto, nach 3 Stunden fahrt wir kommen dort an
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und merken dass das Auto zwar perfekt ausgestattet ist, aber der Besitzer erstens keine Lust hatte das Auto putzen zu lassen, und es innen ganz schön dreckig und vermackt ist. Das haben die Fotos nicht hergegeben. Es leuchtet eine Motorkontrolleuchte, der Temperaturanzeiger hüpft hin und her, Wasserschlauch eingerissen, ich bin unzufrieden. Alina sieht auch enttäuscht aus. Die Reifen haben wenig Profil, halten nichtmal ein Drittel unserer geplanten Tour durch, der Ersatzreifen ist katastrophal. Der Kühlschrank sehr abgenutzt. Der Besitzer hat sich ein komfortableres Fahrzeug für seine Touren zugelegt, das Auto sollte sein Sohn nutzen. Es steht aber seit mehr als 9 Monate rum und keiner fährt mit.
Am Preis will er nichts mehr machen, er bietet uns noch ein Checkup an und falls etwas auftaucht das kostenintensiver wäre, kümmert er sich drum. Er schenkt das Auto lieber sein Sohn, bevor er erneut mit dem Preis runtergeht. Eigentlich will er nichts mehr ins Auto investieren, da frag ich nach, denn er sagte um die teuren Sachen kümmert er sich, was heißt das genau? Um das ganze abzukürzen am Ende heißt "er kümmert sich drum" dass wir es zahlen, inklusive den Checkup. Aha. Falls es extrem teurer wird, dann brauchen wir das Auto nicht kaufen. Wie jetzt?
Ihm ist die Temperaturanzeige nicht aufgefallen, denn er betont erneut, er ist damit seit mehr als 9 Monate nicht gefahren.

Jetzt geht es ums bezahlen, wir haben das Bargeld bei weitem nicht zusammen (wir können täglich nicht soviel abheben), da schlägt er eine Teilüberweisung vor. Wir sollen knapp 85 % an ein XY zahlen und den Rest ihm. Hä? Wie ist der denn drauf? Na ja, er schuldet XY Geld, (aha die Geschichte er schenkt dem Sohn das Auto war nur Taktik). Wir lehnen ab, wir überweisen auf keinen Fall jemand fremden das Geld. Da das Auto noch zum Checkup muss, haben wir ja noch Zeit abzuheben. Wie das Auto heisst wollen wir wissen, "Mkule" ein afrikanisches Wort für grosser, starker Mann. Oh je, Hans und sein Auto werden uns immer unsympatischer.

Wir schaffen es nicht mehr zu unseren Freunden nach Nelspruit oder zu Tom und Tipi. Wir übernachten im Gästehaus des Autoverkäufers.
Wir schlafen beide schlecht, wir sind unzufrieden.

Morgens hat Hans das Auto schon zu Werkstatt gefahren. Er will schauen was sein Mechaniker wegen der Motorkontrollleuchte , was die Reparaturen kosten würden und wir sollen entscheiden dann ob wir es reparieren lassen oder nicht. Wir unterhalten uns mit einer Angestellten von Hans. Die erzählt uns beim verabschieden dass es ein tolles Auto ist und Hans zuletzt vor 3 Wochen damit auf Safari unterwegs war, mitsamt Koch. Ich frage nach, wirklich der Hans, oder nur der Koch, Freunde etc.? Nee der Hans. Aha hat der Hans uns ganz schön angelogen, von wegen Auto ist 9 Monate gestanden, er weiß gar nicht mehr wie man damit fährt, Motorkontrollleuchte hat er nicht gesehen etc.. (Blödarsc..)

Wir sind zu Hans, weil es ein perfekt ausgestattetes Fahrzeug sein sollte mit dem man direkt losfahren kann. Aber hier muss man noch eine Menge Geld reinstecken und der liebe Herr hat uns nicht nur das eine oder anderen verheimlicht sondern uns offensichtlich, dreist angelogen.

Wir fahren los und treffen Thomas und Tipi.
Die haben wir zuletzt vor gut 3 Monaten auf Schottland gesehen und sie sagten: "Wehe ihr kommt nicht mit, das werdet ihr für immer bereuen!" Für immer hört sich lang an, also hier sind wir.

Wiedersehens Freudentränen kommen auf, am meisten bei den Männern ;-D. Es wird erzählt und erklärt, die 2 haben auch eine Odysee mit dem Auto hinter ihnen, aber haben ihr Auto und sind kurz vor der Zulassung. Abends sind wir bei Sue und Collin verabredet, die sind 2 Stunden entfernt am Rande des Krüger Parks und hier übernachten wir. Hauptthema ist Hans und sein Auto.

Am nächsten Morgen meldet sich Hans, und ich sage ihm, es sprechen einfach zu viele Gründe gegen sein Auto. Ich erkläre ihm sehr nett, dass wir wissen dass er uns angelogen hat. Er streitet auf Afrikaans mit seinen Angestellten rum und sagt: "dann schaut euch nach einen anderen Auto um".

Sein Ton verrät mir, er ist sicher wir kaufen die Karre, ich will nur Preis drücken. Denkt er, wir sind völlig bescheuert? (Antwort ist wohl ja!)
Ich sage ihm, wir haben entschieden dieses Auto nicht zu kaufen, bedanke mich unnötigerweise.
Denken tue ich: du blöder Hans du, wegen dir du blöder Sack haben wir 2 Tage verloren, dein dreckiges, vermacktes, Fehlerpferd, ähm Trümmerlotte kannst einem anderen andrehen ! Mkule = großer, starker Mann? Pah! Ein grosser starker Mist den du uns hier andrehen willst!
Dem hab ichs aber gegeben! Aber Hallo ! Zumindest in Gedanken! :-P

Eingestellt von Alina-Frank 12:48 Archiviert in Südafrika

Passierschein A38

Neulich auf dem Amt

sunny 30 °C
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Die meisten kennen die Szene aus dem Asterix und Obelix Film mit dem Passierschein A38.
Um in Afrika ein Auto als Ausländer anzumelden benötigt man eine ID, d.h. eine spezielle Nummer, um diese zu erhalten bin ich mit Thomas zur Zulassungsstelle in Nelspruit gefahren.
Zulassungsstelle, Führerscheinprüfung, Technische Untersuchung alles in einem Gebäude. Klasse!
Nach kurzer dreimaligen Erklärung bekamen wir sofort drei falsche Formulare, da der Mitarbeiter anscheinend überhaupt nicht verstanden hatte was wir von ihm wollten und auch nicht wusste auf welchen Planeten er lebt.

Die Frau neben uns, hörte mit und klärte uns netterweise auf: Wir waren im falschen Gebäude, und natürlich auch auf der falschen Seite der Stadt.
Dort wiederum angekommen gingen wir zum Infoschalter, Thomas erklärte dem überaus freundlichen Mitarbeiter unser Anliegen.
Kein Problem, den Gang runter, zweite Tür rechts.

Ist ja einfach, wir stürmen los und stehen plötzlich im Treppenhaus. Das kann nicht sein, sagen wir uns und wollen zurück. Der überaus freundliche Mann an der Tür sagt uns, Nö. Das ist nur der Ausgang nicht der Eingang. OK, wir laufen also um das ganze Gebäude herum und landen wieder bei dem überaus freundlichen Mitarbeiter an der Info.
Natürlich es war die Tür daneben, den Gang runter Schalter 1 bis 2.
Den Gang gibt’s, aber kein Schalter, lediglich leere Büros. Direkt neben dem Haupteingang, hatte ich im Augenwinkel Schalter 1 bis 2 gesehen.
Da wir den überaus freundlichen Mitarbeiter nicht überstrapazieren wollen, stellten wir uns da an.
Nach 5 Minuten wird Thomas unruhig und fragt erneut nach.
Der überaus freu.. ach lassen wir dass, der Raffnix der hier arbeitet, erklärt uns den Gang runter, durch die Tür,
in den zweiten Stock, die zweite Tür links. Aha!

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Auch hier finden wir ein Infoschalter, damit wird in Afrika wohl nicht gespart. Wir fragen nach.
Die Trulla sagt uns, wir müssen in den Sicherheitsbereich aber da ist ein Gitter vor.
Thomas fragt, wie kommen wir da rein? Sie meint ist nicht abgeschlossen. (aaahhh!)
Im Sicherheitsbereich suchen wir nach dem Infoschalter 1-2 oder Tür eins oder zwei, wir scheinen die einzigsten hier zu sein.
Mir reicht es langsam, ich will zurück nach Paris, zu Terminal 2.

Da kommt auch schon einer angerannt und fragt uns was wir wollen, Thomas erklärt unser Anliegen.
Der überaus kompetente und über eifrige Mitarbeiter führt uns zum Büro der zuständigen Mitarbeiterin. Die Tür ist abgeschlossen.
Wir fragen wann die Mitarbeiterin wieder kommt.
Weiß er nicht!
Wo sie hin ist.
Weiß er nicht!
Ob sie überhaupt wieder kommt.
Weiß er nicht!
Ob es sie überhaupt gibt.
Weiß er nicht!

Wir starren zu dritt auf das Foto der Beamtin an der Tür.
Auf einmal steht diese neben uns , es winkt Arbeit für sie, daher schaut sie etwas beunruhigt, Menschenmassen vor ihrem Büro.
Thomas erklärt unser Anliegen. (zum 10 Mal?)
Beamtin fragt nach meinem Pass, endlich wir sind anscheinend richtig! Nach blättern jeder einzelnen Seite meines Passes (auch die leeren)
meint sie, der Kollege der das bearbeitet, kommt erst nächste Woche wieder.
Diese Nummer wird beantragt über Pretoria, manchmal (wie manchmal?) stellt er den Antrag erst gar nicht, weil Ausländer mit ein Touristenvisum die nicht mehr erhalten. Das ist neu! Aber wir sollen doch am Montag wieder kommen. (Mooontag?!)

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Irgendwie ist die Stimmung dahin!
Wir besorgen was zu Essen und fahren zurück zu den Mädels.
Plan B muss her!

Eingestellt von Alina-Frank 10:54 Archiviert in Südafrika

Und dann kam Barbie

Plan B

sunny 29 °C
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Nachdem wir beschlossen haben Hans nicht auf den Leim zu gehen, fahren wir enttäuscht und gleichzeitig gut gelaunt Richtung Durban.
Hans lässt uns aber nicht los, immer wieder fällt uns neues ein, dass er hier und da gelogen hat und was für ein Idiot der Mann ist.
Aber warum reden wir noch über ihn? Er ist keine Silbe mehr wert. Bei einer langen Fahrt kommt das Thema leider immer wieder hoch, der lässt uns nicht los. Hierzu ein passendes Bild, gesehen bei unseren Freunden.

Download.jpg

Bevor wir weiterfahren noch Verabschiedung von Tipi, Thomas und deren Flamingo Namens Puli.

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Die 2 haben schon ihre ID, um das Auto zuzulassen da Thomas vor 5 Jahren ein Auto hier gekauft hat. Die zwei fahren Richtung Mosambiq und werden dort auf uns warten. Natürlich ging es bei deren Autokauf und Zulassung nicht reibungslos zu.

Wir fahren weiter Richtung Durban und freuen uns auf Sue und Colin, die wir zwar schon zwei Tage zuvor kurz gesehen haben aber von denen kann man nie genug bekommen. Und ich liebe dieses Haus!
Haus-aussen-Blog.jpglarge_Haus-wasser-Blog.jpg

Aber eins nach dem anderen!
Nach einer Übernachtung in Ladysmith 2 Stunden vor Durban, wo das Wunsch Auto Nummer zwei steht, liegt die nächste Besichtigung an.
Zu der Bruchbude in der wir übernachtet haben brauch ich nicht viel zu sagen, außer dass das Glas Regal vor meinen Augen ins Waschbecken krachte, nach dem ich meine Zahnbürste drauf gelegt hatte. Bis dahin stand ich schon Knöcheltief im Wasser, weil das Sipfon nur mit einem Kabelbinder hochgebunden war.

Alinas Eindruck der Bruchbude, (sie hat wie immer mehr dazu zu sagen als ich) könnt ihr hier lesen:
Wir verbringen eine Nacht in einem seltsamen Gästehaus in Ladysmith. Die Bewertungen waren überaus positiv, leider blieb es dabei. Die Tochter der Besitzer übergibt uns das Zimmer, erklärt Wificode finden wir auf der Folie im Zimmer.
Code lautet sagenwirmal "zickezacke: 4545" Ich probiere es aus, es funzt nicht, Passwort falsch. Ich probier erster Buchstabe groß, mit und ohne Leerzeichen, funzt nicht. Ich gehe die Treppe nach unten, frag nach, da fangen die an zu lachen und sagen nee alles in Großbuchstaben (sehr lustig, Augenroll) , oh, tut uns so leid. (Wie soll ich da draufkommen?) Ok nochmal ich renn wieder hoch gebe jetzt ein "ZICKEZACKE: 4545" Passwort trotzdem falsch. Ich lauf nochmal runter, nee kein Leerzeichen vor den Zahlen. (Grmpf!)
Ich lauf wieder hoch in mein Zimmer aber klappen tut es dennoch nicht. Diesmal laufe ich mit Laptop runter und erfahre dass der Doppelpunkt auch verkehrt ist. (Aaaah!)
Ich habe immerhin mit der Tochter der Besitzer gesprochen, die macht es nicht zum ersten Mal. Wie aufwendig ist es wohl den Zettel für den Code neu zu machen? Bin ich die einzige die das auf Anhieb nicht rafft? Oder arbeiten die mit mein Fitbit zusammen damit ich meine Schritte für den Tag schaffe?
Das Duschbad ist total verbaut, ein Schritt und du trittst auf eine Stufe dann wieder ein Schritt, Stufe wieder runter, zum Klo Stufe wieder rauf, und das auf 4 qm. War der Architekt total besoffen? Und die anderen Bewertungen? Was haben die genommen? Wer jetzt meint, wir fanden es schrecklich, der irrt sich. Wir sind gut gelaunt, lachen über die meisten Sachen und bereuen kein Sekunde unsere Entscheidung.

In ein Vorort von Durban, Kloof treffen wir Plan B, den Besitzer von Auto Nummer zwei. Es gibt ein Plan C, das wäre noch ein weiterer Landrover in Johannesburg, der Stad in der wir vor einigen Tagen gelandet sind. Das wäre nach dem Paris Debakel fast typisch wenn wir nach einer Woche und vielen gefahrenen KM wieder am Anfang stehen würden.

Hier steht er, ein Land Rover Defender Bj 2000 mit 220000 km auf der Uhr, ich check die Technik.
Reifen bei 85 %. Zwei Reserve Räder NEU. (auf so einer Tour brauchst man auf jeden Fall zwei Reserveräder)
Starter Batterie NEU, Dual Batterie NEU. Bremsen komplett NEU. Getriebe, leichter Öl Verlust. Egal!

Das Auto mach ein guten Eindruck, die Technik ist besser als bei dem 2008er, dafür haben wir weniger Ausstattung.
Los geht’s auf die Probefahrt. Scheiße, die Kiste fahrt sich wie ein Traktor. Man gewöhnt sich nur langsam dran.
Nach einer Weile, stelle ich mir vor, mit dem Landy durch Afrika zu fahren und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Wir bauen das Dachzelt auf, ein Reißverschluss ist kaputt, aber sonst Ok. Der Verkäufer macht ein sehr netten Eindruck, wir haben ein gutes Gefühl.

Wir überlegen was wir noch brauchen: Ein Kühlschrank, Gasflasche, Kocher, Tisch und Stühle, Kompressor (auf Sand müssen wir Luft aus den Reifen lassen). Eine Schaufel, falls das mit der Luft nicht klappt. Trotz Long Range Tank (zwei Diesel Tanks) und Frischwasser Tank an Board, brauchen wir noch zusätzliche Reservekanister. Da sagt er plötzlich: "I got that!" und packt alles aus was er hat. Alles was wir benötigen inkl. Kühlschrank für 220 und 12 Volt. Lediglich Küchenzubehör, Stühle und Kompressor fehlen.
Von wegen Kompressor fehlt, das hat der Landy "on Board" (unglaublich), inkl. eine Riesen Edelstahlkiste für den Dachgepäckträger, für Tisch und Stühle. Von wegen Tisch in die Kiste, es gibt auch ein großen Alutisch unter dem Dachgepäckträger in einer extra Halterung.
Aber da ist noch die Klimaanlage, die nicht geht und die Windschutzscheibe hat zwei Macken.

OK, jetzt geht’s ums Geld. Unser Budget ist stramm gerechnet. Ich sage zur Alina, frag ihn „was ist letzter Preis“ und wenn er ihn äußert, nehme ich den so richtig in die Mangel.
Kurzum, sein letzter Preis ist völlig ok, und da er so nett ist, quietscht Alina vor Freude und umarmt ihn. In die Mangel nehmen sieht anders aus, aber der Typ ist einfach so sympatisch.
Er lässt die Klimaanlage reparieren und gibt uns das Zubehör fasst umsonst mit.
Außerdem gibt er uns noch dies und das dazu, und holt einen seltsamen schweren Eisentopf heraus mit Halterung. Ich sag zu Alina was für Quatsch den Topf lassen wir da. Da hatte ich die Rechnung ohne Sie gemacht. Ken sagt uns was man alles mit dem Topf noch machen kann, Alina muss ihn haben.
Fazit: Der Land Rover kostet uns ein Drittel weniger als der andere, bei selber Ausstattung!
Ken, der Verkäufer, ist ein cooler Typ und wir taufen den Landy, Barbie.

Wir haben ein saugutes Gefühl, haben wohl alles richtig gemacht!

Darf Ich vorstellen: BARBIE

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Eingestellt von Alina-Frank 12:54 Archiviert in Südafrika

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