Reise blog von Travellerspoint

Zurück nach Johannesburg

Testkilometer?


View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Man macht Pläne und man reist um die Pläne wieder über den Haufen zu werfen.

Endlich ist der Laptop angekommen, aber es geht nicht. Ärgerlich, laut meiner Firma muss ich ins Firmennetzwerk, denn sonst kann man mir nicht helfen. Also los nach Durban zum Flughafen, aber dort gibt es nur laut Google eine Filliale. Schnell in die City, bevor der nächste Schalter schließt. Hier angekommen schaut mich Brian, der Mitarbeiter an. Hi, ich bin Alina arbeite für die Firma in Deutschland und muss ins Firmennetzwerk, brauch dein Kabel. Waas? Ich kann dich doch nicht da einfach ranlassen, sagt mir der liebe Mann und hat natürlich vollkommen Recht. Da könnt ja schließlich Jeder kommen. Nach langen hin und her und rumtelefoniererei mit Brians Vorgesetzter und anderen, beschließen wir am nächsten Tag wieder zu kommen, denn jetzt hat der Schalter geschlossen.

Abends ruft mich noch der Südafrika Support meiner Firma an, ein Mitarbeiter wird sich in der früh meiner Probleme annehmen.
Am nächsten Tag morgens wieder hin, Brian ist entspannter. Er hat Kundschaft, da braucht er sein Kabel, es ist ein kleiner Schalter mit einem einzigen Arbeitsplatz. Der Support schaltet mein Laptop frei, siehe da, ich kann es immerhin bedienen. Jetzt sollte es noch ein paar Freigaben geben und danach kann man über jedes Wifi ins Firmennetzwerk kommen und die Seite bearbeiten.
Ich fahre wieder zu Sue heim und stelle später fest das es nicht funktioniert. Das System ist am nächsten Tag wegen Updates usw. eh außer Betrieb also google ich und finde eine Filliale in Nelspruit, das liegt Quasi auf den Weg.
Wir beschließen am nächsten morgen loszufahren bis Nelspruit, die Fahrt ist an einem Tag kaum zu schaffen. Eines gibt mir aber zu bedenken, warum finde ich diese Zweigstelle nicht auf der Firmenwebseite?

Morgens Verabschiedung von unserer lieben Sue, am liebsten würden wir sie mitnehmen, sie strahlt so eine Energie und Freude aus. Ich glaube sie würde auch glatt mitkommen.
Wir sind etwas enttäuscht, denn egal wie wir es drehen und biegen, zu Thomas Geburtstag schaffen wir es nicht mehr. Mit einem lachenden und weinenden Auge verlassen wir unser Luxusdomizil.

Jetzt geht's endlich los.
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Oh Mann wir sind wirklich in Afrika und machen diese Tour. Ach du je!
Ich dachte schon wir kommen gar nicht mehr weg, der Abschied fällt mir und Alina sehr schwer, die zwei haben uns unglaublich viel geholfen und zum Abschied sagt Sue: “wenn ihr wieder kommt, müsst ihr aber länger bleiben“. Colin ist die Woche über nicht da, sondern alle 14 Tage geschäftlich in Mosambik. Daher kennt er sich gut aus, was Mosambik angeht und konnte uns wie auch schon Thomas viele hilfreiche Tipps geben.
Ein wichtiger Tipp für Landyfahrer, die Schrauben an der Fahrzeugbeleuchtung (Bremslicht, Fahrlicht usw. ) mit Silikon zuschmieren.

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Die sind begehrt in Mosambik und werden gerne geklaut. An unser Auto haben wir 13 Schlösser für: Tisch, Gasflasche, Reserverad, Kisten, Reservekanister, alles was wegkommen kann, hat ein Schloss.
Auf den Shoppingparkplatz haben wir schon Mal beobachtet wie einer unser Auto genau inspiziert und alle Schlösser genaustens angeschaut hat.

Barbie ist gepackt und getankt.

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Wir haben 160 l Diesel 75 l Wasser und 40l Trinkwasser an Bord, Lebensmittel für mindestens vier Wochen. Außerhalb von Südafrika ist alles teuer. Der erste Tag auf der Straße.

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Immer wieder senkt sich mein Blick nach unten auf die Instrumente, sind die Warnleuchten noch aus, was macht die Temperaturanzeige?
Es ist heiß und die Straßen sind schlecht, Berg hoch Berg runter, Barbie tut sich schwer mit dem ganzen Gewicht. Das ständige hoch und runter schalten ist für uns beide anstrengend. Die Kupplung geht schwer und die Gänge sind haklig. Die Synchronringe haben auch schon gelitten.
Aber was solls sie mag es eben nicht so ruppig.
In den zwei Wochen zuvor konnte ich mich ein wenig mit unserem neuen Auto beschäftigen.
Der Ölverlust am Verteilergetriebe, Motor und an der Lenkung plus das Rumpel-Geräusch das manchmal auftritt. Am wohlsten fühlt sich Barbie auf der Landstraße bei 90 km/h , Autobahn und Stadt ist nicht ihr Ding. Wie Sue sagt. No Women is easy! (Keine Frau ist einfach)
Dem gibt es nichts hinzuzufügen, außer ich hab jetzt zwei von der Sorte! ;-)

Premiere, die erste Übernachtung ! Wir kommen spät an auf dem Campingplatz an,
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bis wir uns angemeldet haben, Strom angeschlossen usw. ist es fast dunkel. Na super, das Zelt das erste mal aufbauen.
Aber kein Problem, alles klappt wie am Schnürchen.

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Wir gehen noch was essen und dann ab in die Falle. Der Campingplatz ist spitze, da können sich die Europäer noch was abschauen. Die sanitären Einrichtungen, das Restaurant, der Platz, das Personal, vom feinsten! Pfaue laufen durch den Platz, ein kleinen Zoo mit Ziegen, Gänsen und wer weiß was sonst noch dabei ist.

Der morgen danach. Alina tut zwar der Rücken etwas weh, sie hat aber einigermaßen gut geschlafen. Ich weniger, die Matratze ist zu dünn, mir tut alles weh. Ich hab als Jugendlicher zuletzt in einem Zelt geschlafen, hab kein Auge zugemacht. Aber irgendwie ist es auch cool auf dem Dach zu schlafen. Wir kaufen uns am nächsten Tag Schaumstoff für unter die Matratze und schauen dann weiter.

Weiter richtung Nelspruit

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In Nelspruit angekommen erledige ich die letzte Einkäufe, Alina sitzt im Internetcafe und versucht ihr Rechner zum laufen zu bringen. Wir müssen feststellen dass es in Nelspruit keine Filliale meine Firma mehr gibt, der nächste ist ca. 350 km entfernt in die andere Richtung und der Support kommt nicht auf mein Laptop.

Das ist wirklich ärgerlich, so viele Mitarbeiter versuchen den Laptop hinzubekommen aber da er nicht ans Netzwerk angeschlossen ist kann jeder nur mutmaßen was das Problem ist. Theoretisch müsste es funktionieren, praktisch sieht es anders aus. Natürlich wurde er in Europa getestet aber wir sind hier in Südafrika und warum es nicht geht ist ein Mysterium. Ich telefoniere mit 3 Kollegen, mache Schritt für Schritt was die mir sagen aber ich komme nicht weiter. Wir müssen in eine Filiale.
Ich entscheide mich für die Johannesburgfilliale da morgen Samstag ist und am Flughafen am längsten gearbeitet wird. Außerdem habe ich den Airportmanager kennengelernt und der lässt mich ohne Rückfragen ins Netzwerk. Wir fahren Samstags hin nach Johannesburg und wieder zurück nach Nelspruit.
Nach 2 Wochen stehen wir wieder in der Stadt in der wir gelandet sind. Wir müssen lachen,
aber morgen geht es definitiv weiter nach Mosambik.

( Die Geschichte des Laptops. Obwohl mir Samstag in Johannesburg der Supportmitarbeiter versichert hat der Laptop wird Montag funktionieren, ist das nicht passiert. Angeblich fehlte noch eine Freigabe in Deutschland oder Niederlande oder UK, oder Frankreich. Wir fuhren Sonntag über die Grenze nach Mosambik und außerhalb von Südafrika gibt es weit und breit keine Filliale mehr. Ich habe wegen diesem blöden Laptop den Flug verschoben, wir sind 2 Wochen später da als geplant. Wir sind extra 500-600 km die letzten 2 Tage rumgefahren, unsere Freunde warten um die Reise zu starten. Der Firma bot ich an erneut nach Johannesburg zu fliegen aber nicht mehr auf meine Kosten. Nur was ist wenn das Ding immer noch nicht geht? Es wurde ausgemacht dass ich mich melde wenn ich wieder in Südafrika lande. Dann wurde mir die Zusammenarbeit gekündigt. Da ich die geplanten Blogs nicht selbst ins Firmennetzwerk stellen konnte wurde es auch später seitens Firma nicht gemacht. Diese wurden zumindest bezahlt, anfangs. Über den Rest wurde gestritten, beim einschalten eines Rechtsanwaltes am Ende bezahlt.)
Der Laptop ist Monate mit uns gereist, hat in seinem Koffer aber nicht viel davon gesehen. Eine solche Verschwendung an Zeit und Geld ist wirklich traurig.

Eingestellt von Alina-Frank 02:30 Archiviert in Südafrika

Inhalt

Kommentare

Hui Hui Hui was für ein Hin und Her. Ich hoffe es geht bald etwas zügiger bzw. Fließender. ? ich freu mich auf den nächsten Bericht.

von Scholdi

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