Reise blog von Travellerspoint

Namibia Teil 2

Sand, Hitze, Gewitter und scheue Tiere

all seasons in one day 40 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

11.12.17 bis 14.12.17 Shametu River Lodge
Aus zwei Nächten werden drei, wir arbeiten den ganzen Tag, zwischendurch regnet es. Das Internet ist sehr langsam. Beim Frühstück lassen wir uns seit langem mal richtig Zeit, wie in alten Zeiten, zu Hause.

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14.12.17 bis 16.12.17 Kaudum National Park
Dieser Park empfiehlt 100 Liter Wasser pro Auto am Tag mitzunehmen. Da er so selten besucht wird, dürfen keine einzelnen Autos rein, erst ab zwei Autos darf man rein.

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Die Wege sind so schlecht, das die Besucherzahlen sehr niedrig sind. Wir haben zwei Nächte geplant, eine kurz vor dem Park und eine im Park, natürlich Bush Camping. Es fängt schon auf dem Weg dahin an, Sand so tief und weich, das wir den Reifendruck auf ein Bar ablassen müssen. Zweiter Gang mit einer Drehzahl von Zweieinhalbtausend Umdrehungen.

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Anhalten geht gar nicht, schalten ist sehr schwierig, weil man in diesem tiefen Sand gleich steht. Die Geschwindigkeit ist nicht so wichtig, die Drehzahl darf nicht sinken, das ist ausschlaggebend. Wir halten viel Abstand zu Tom und Tipi, um genügend Zeit zu haben wenn sie stecken bleiben.
Neben dem Weg sind Bäume und Büsche, durch die Wurzeln ist der Sand nicht so weich, es ist warscheinlich besser mit Schwung in die Hecke zu fahren, statt auf dem Sand stehen zu bleiben.
Es dauert nicht lang, da sehe ich Tom und Tipi auf dem Weg rum springen und mit den Armen über dem Kopf winken.
Der Zeitpunkt ist gekommen, ich fahre mit Schwung rechts die Böschung hoch und bleibe zwischen den Bäumen stehen, das hat schon mal geklappt.
Lilly (der Pajero) ist mit den Hinterrädern im Sand versunken, wieder das Problem mit dem Allrad. Das blöde ist, der 4WD kommt und geht wie er will. Thomas sagt, wir wollten auf euch warten und plötzlich ging nur noch der 2WD. Frei schaufeln bring nix, der Weg ist die nächsten Kilometer nicht besser, dennoch buddeln wir die Räder frei und legen Holz drunter.
Das ganze klappt, aber nur 5 Meter, das Holz bricht und er steckt wieder fest, wir brauchen mehr und stabileres Holz, aber erst mal was trinken. Es ist so heiß der Sand brennt durch die Schuhe, so heiss habe ich Sand noch nie erlebt. Die Sonne brennt auf der Haut, es ist der schlechteste Zeitpunkt um stehenzubleiben.
Die Stimmung sinkt, wir können nicht die nächsten 15 Km mit Holz auslegen und zurück ist der Weg noch länger. Vergeblich, mit Zweirad kommt Thomas noch nicht mal auf die Holzstämme, ich muss irgend vor Lilly (Pajero) kommen um mit der Winde das Auto auf das Holz zu ziehen.
Wie immer sind alle so aufgeregt, und es ist so heiß das natürlich wieder viel zu wenig Fotos gemacht werden.
Wir schauen uns das Gelände neben dem Weg an und ich merke mir wo nur kleine Bäume und Büsche stehen. Das müsste klappen, mit ein bisschen Glück komme ich durch die Büsche vor Lilly (der Pajero). Los geht’s, Alina geht zu Fuß vor. Nach ein paar Meter merke ich das mir Alina zu langsam ist, aber ich kann nicht langsamer werden. Barbie rauscht durch den Bush und lässt sich auch von kleineren Bäumen und Sträucher nicht stoppen. Die Äste Knallen vorne gegen das Auto und verschwinden wieder.
Ein menge hässliche Geräusche muss ich ertragen und dennoch ein paar mal anhalten, weil umgestürzte Bäume den Weg versperren.
Es ist geschafft, aber es hat Spuren hinterlassen, ein paar hässliche Schrammen und eine Verbreiterung hängt runter. Jetzt die Barbie noch drehen und hoffentlich geht die Seilwinde.

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Die Winde geht, wir legen Decken auf das Stahlseil, dass wenn das Seil reißt keiner verletzt oder unsere Windschutzscheibe zerstört wird.
Nur langsam bekommen wir das Auto mit der Winde auf das Holz, die nächste Pause ruft, bei über 40 Grad und natürlich kein Schatten über dem Auto. Thomas setzt sich ins Auto und bereitet alles vor für den großen Moment, plötzlich sagt er, die 4WD Leuchte ist an.
Er startet den Motor, wir räumen alles rein und beschließen wenn es klappt, fahren die zwei durch ohne anzuhalten.
Eigentlich sollte Tipi fahren, wegen dem Gewicht, aber nun geht alles ganz schnell. Thomas fährt an, der 4WD funktioniert und die Kiste fährt als wäre nie was gewesen. Nachdem wir die Schaufel und Seilwinde eingepackt haben folgen wir den zwei. Unsere Barbie meistert diesen Wege hervorragend, gar kein Problem. Bis wir Tom und Tipi einholen vergeht eine Zeit, allerdings stecken sie schon wieder fest als wir sie sehen.
Thomas erzählt uns das sich der 4WD ständig wieder ausschaltet und das Auto sich paar Mal an der Hinterachse eingegraben hat.
Durch vor und zurückfahren schaltet sich der 4WD plötzlich wieder ein und er konnte sich selber befreien.
Aber irgendwie geht das jetzt auch nicht mehr, unser Glück, der Sand ist hier nicht so tief. Wir graben die Hinterräder frei und versuchen unser Glück. Wir sind kurz vor dem Eingang des Parks und die Wege sollen ab dem Gate besser werden, aber da sind wir noch nicht.

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Mit anschieben und viel Gefühl schafft es Thomas aus dem Sandloch und die Wege werden tatsächlich besser.
Kurz vor dem Eingang haben wir Bush Camping geplant, die Übernachtungen im Park sind teuer und wir wollen uns eine sparen.
Außerdem stehe ich auf Bush Camping, schade das es hier keine Löwen gibt. Es ist 14,00 Uhr und immer noch brüllend heiß, wir ruhen uns erst mal aus und sammeln Feuerholz.

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Tiere gibt es keine, dafür schlechtes Wetter, wir haben gerade gegessen und abgespült, da kommt das Gewitter.

Tom will unser Feuer nicht so leicht aufgeben und legt immer wieder Holz nach.

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Alina und ich verkriechen uns ins Zelt, wir wissen gar nicht wo wir zu erst hin schauen sollen. Hinten am Zelt geht die Sonne durch die Bäume unter und vorne Blitzt es ständig und Thomas rennt mit dem Schirm ums Feuer. Als das Gewitter verschwindet brennt, unser Feuer immer noch. Dank Thomas. Alina ist in der Zeit eingeschlafen, ich klettere aus dem Zelt und setzt mich noch ans Feuer. Wenig später kommt Tipi auch noch dazu und wir verfeuern unser gesammeltes Holz. Die Nacht ist ruhig und wir schlafen prima.
Am nächsten morgen stehen wir um fünf Uhr auf, der Grund, der Sand ist noch feucht und es ist nicht so heiß.
Wir kommen super durch und sind um Viertel vor sieben am Eingang der Parks.

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Unsere zweite Übernachtung ist am anderen Ende des Parks, kurz vor dem Ausgang. Das Highlight des Tages kommt auf dem Weg, schaut euch das an, unglaublich.

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Als wir anhalten, kommt es direkt an unser Auto und schaut uns an. Alina kommt auf die Idee ihm eine Weintraube zu geben. Danach bekommt das Eichhörnschen noch viele Weintrauben. Außerdem sehen wir noch ein Elefant und ein paar blöde Vögel.

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Das Camp ist ziemlich runtergekommen, aber wir brauchen eigentlich auch nichts.

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Wir sind wieder mal alleine. Abends machen wir noch ein Game Drive zum Wasserloch, aber bis auf ein Elefant der meine Kamera nicht mag ist hier nix los.

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Unterm Strich muss ich sagen das der Kaudum Park ein bisschen enttäuschend war, schlechte Wege und eigentlich nicht viel zu sehen. Die Tiere sind sehr scheu und kaum Autos gewöhnt. Der Ausgang.

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Unser nächstes Ziel ist Grootfontein, ein Platz zum Arbeiten für Alina, einkaufen und Blog schreiben.

Eingestellt von Alina-Frank 11:01 Archiviert in Namibia

Inhalt

Kommentare

Hitze ist etwas was hier im Moment absolute Mangelware ist. Ihr Lieben ich wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest und weiterhin eine tolle Zeit. Ich freue mich jedes Mal auf den Blogeintrag. Von daher immer schön weiterschreiben.
Alles Gute von eurem scholdi Fan *lol*

von Scholdi

Was würde Thomas bloß ohne Frank machen? Wahrscheinlich ...immernoch feststecken ?.
Wünsche euch ein bisschen Weihnachtsgefühl und eine schöne Zeit weiterhin.

von Anka

Hallo Scholdi, wir freuen uns über deine Kommentare und wünschen dir und allen Lesern etwas Wärme zu Weihnachten.

Liebe Anka,
ich glaub der Thomas sieht es etwas anders, der wär ohne uns nicht hingefahren. ;-)
Ganz Liebe Grüße nach Darmstadt

von Alina-Frank

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