Reise blog von Travellerspoint

Der Köcherbaumwald

Geparden, helfende Hände und ein schönes Roadhouse

sunny 39 °C

21.01.18 bis 22.01.18 Quiver Tree Camp bei Keetmanshoop

Am nächsten Tag steht wieder mal Einkaufen auf unserem Plan. Der Shop gefällt uns nicht, viel zu viele komische Gestalten drumherum, wir fühlen uns nicht sehr sicher. Ob wir den armen hier unrecht tun? Frank geht einkaufen und ich bleib zur Sicherheit am Auto. So kann ich auch Emails abrufen und sehen was es auf den Social Media Kanälen meiner Kunden neues gibt, beantworte ein Paar Anfragen. Als Frank wiederkommt, helfe ich ihm die Einkäufe einzuladen. Er ist an der Tür, hinter dem Beifahrer, am Kühlschrank beschäftigt. Ich öffne die hintere Ladeklappe. Als ich mich zu Frank drehe, sehe ich das ein Einheimischer sich weit in den Beifahrerbereich hinein beugt. Frank steht zwar daneben, die offene Kühlschranklappe versperrt ihm aber den Blick. Ich schreie "Hey was tust du da!" Der Typ schreckt auf und sagt er wollte uns einladen helfen. Ich geh an die Beifahrertür und sehe mein Handy liegt dort wirklich "einladend" auf dem Sitz. Ich sag dem Typ (der lustigerweise nicht wegrennt) du wolltest mein Handy nehmen, nein er beteuert immer wieder er wollte uns nur helfen. Er möchte gerne unsere Sachen einladen. Er grinst etwas dabei. Ich schicke ihn immer wieder weg, er bleibt aber da und behauptet immer wieder dass er nichts stehlen wollte. Wir können auf seine helfende Hände verzichten. Er sieht armselig aus, wenn er nicht versucht hätte mir das Handy zu nehmen hätte ich ihm was gegeben. Wir geben oft Leuten etwas , die armselig aussehen auch denen die nicht danach fragen. Manche fragen nach Geld um Brot zu kaufen und sind erstaunt wenn wir ihnen Brot anbieten. Nein sie möchten lieber Geld.

Weiter zum Quiver Tree Forrest, der Köcherbaumwald. (Schild ist in afrikaans)

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Diese wunderschönen Aloe Pflanzen gibt es hier im Überfluss. ich habe Bilder davon gesehen und musste unbedingt hierhin. Leider ist es stark bewölkt, die ersten Bilder sind so lala.

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Kleine Rock Dassies, springen hier überall rum. Die sind sehr süß und fast zahm, erschrecken sich nicht wenn du zu nah an sie drangehst.

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Neben dem Köcherbaumwald gibt's hier auch den Giants Playground. Das sind hübsche Steinhaufen, von der Natur hinterlassen, die für die einheimische aussehen als hätten vor langer Zeit Riesen damit gespielt. Wir lassen die Drohne fliegen, die Bilder werden durch den Bewölkten Himmel aber nicht so toll wie gedacht.

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Die Köcherbäume gibt es natürlich auch hier, sie leben am liebsten zwischen den Steinen, so wie die Dassies. Am späten Nachmittag reißt die Wolkendecke etwas auf.
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Gegen 16 Uhr gehen wir zurück auf den Campingplatz und bauen unser Zelt auf.

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Wir beeilen uns denn gegen 18 Uhr werden hier die Geparden gefüttert. Geparden? Ja richtig gelesen. Die Campingplatz Besitzerin hat eine Gepardin und ihre zwei Söhne vor vielen Jahren aufgenommen. Sie haben einen Auslauf von ungefähr 40 Hektar, kommen aber jeden Tag zwischen 17 Uhr und 18 Uhr zur Fütterung. Als wir ankommen sitzen die zwei Geparden bereits unter dem Baum und warten brav so dass wir viele Bilder machen können.

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Irgendwann brüllt er los , da hat einer Hunger.

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Nee, nicht wirklich, der hat nur gegähnt. Sie stehen tatsächlich auf und machen jaulend auf sich aufmerksam. Das hört sich so an , als würde man Frederick zum Tierarzt bringen, eher als würde eine kleine Katze jaulen. (Fred mein Süßer Schatz, wir vermissen dich so sehr).

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Als die Besitzerin kommt, dürfen all ins Gehege, außer die kleinen Kinder. Die Geparden fauchen den Eimer mit dem Essen und die Besitzerin an, dann stürzen sie sich aufs Futter. Die Besitzerin der Campsite erzählt ein bisschen über Geparden allgemein, wie lange sie diese schon hat und das es für sie kaum eine Chancen gibt diese wieder auszuwildern. Wir haben noch keine Geparden gesehen, für uns hat sich das ganze gelohnt. Als das Futter alle ist , laufen sie auch schon davon. Die Geparden werden nicht nur gefüttert, ab und zu erwischen sie auch ein paar unachtsame Rock Dassies.
Wenn ich sehe wie die furchtlos rumlaufen, wundere ich mich dass es überhaupt noch Dassies hier gibt. Der hier (siehe unten) guckt besonders doof aus der Wäsche. Zu allem Übel hat er eine Überbiss oder Hasenscharte und schielt auch noch zusätzlich. Manchen bleibt auch nichts erspart. ;-)

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Zum Sonnenuntergang gehen wir noch mal zu den Quiver trees.

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Die Sonnen scheint durch, in der Ferne gibt es auf einer Seite dunkle Wolken, die andere Seite ist fast wolkenfrei. Perfektes Fotolicht.

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Zwischen den Steinen entdecken wir immer wieder Dassies, manche gucken uns locker an, als würden sie sagen, "Hey, Alter, was geht ab?"

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Wir machen unsere Bilder und genießen den Sonnenuntergang.

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Ich fang an zu kochen und erfreu mich an den Dassies die rumspringen. Hinter dem Küchenblock geht die Sonne unter. Wir sind zu früh zurückgegangen, der Sonnenuntergang wird immer besser. Leider ist hier neben der Küche kein Köcherbaum in der Nähe um den vor die Sonne zu setzten.

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Wir treffen ein anderes Pärchen, die sich auch ärgern, weil sie auch von ihrem Sonnenuntergangsspot zu früh zurückkamen. Wir würden gerne den Sternenhimmel genießen, wenn der blöde Wind nicht wäre. Der folgt uns gefühlt seit 3 Wochen.

Morgen packen wir wieder zusammen und diesmal vergessen wir 4 unserer Zeltstangen. Als wir das Auto übernommen hatten haben wir 4 Reserve Zeltstangen gehabt, die wir Thomas und Tipi geschenkt haben. In Lüderitz ist anscheinend unsere aufladbare Lampe weggeflogen, beim einpacken haben wir sie nicht gesehen und seitdem vermissen wir auch diese. Haben wir jetzt den Kaputt-wegkomm-Virus von Thomas und Tipi?

Am nächsten Tag machen wir halt in einer Destille. Es gibt für wenig Geld auch ein Tasting und einen Cappuccino. Der Hund hatte wohl kurz vor uns ein Tasting, er begrüßt uns etwas angesäuselt an der Tür ;-).

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Frank befürchtet das schlimmste und nippt nicht mal. Mehr Alkohol für mich!!!

Auf den weiteren Weg finden wir eine kleine Oase, ein schönes Roadhouse.

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Ein Orxy gehört hier wohl überall dazu, sowie auch ein Köcherbaum der im Auto wächst.

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Wir habn wohl noch nicht genug von rostenden Autos, leider ist die Sonne noch zu hoch.

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Dann gehen wir halt hinein, hier gibt es auch viel zu entdecken. Wir essen eine Kleinigkeit und shoppen auch ein wenig.

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Draußen noch ein paar Bilder und schon müssen wir leider los.

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Nächster Punkt ist der gefürchtete Fish Canyon. Klar dass unsere neue Reifen zum Einsatz kommen. Allerdings hatten Thomas und Tipi auf dieser Strecke auch ein platten mit ihren Nigelnagelneuen Reifen. Frank überprüft noch mal den Luftdruck für die Schotterpiste. Ob wir ohne Probleme und ohne Reifenpanne dadurch kommen, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Ein Bild vom Profil der alten Reifen
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Eingestellt von Alina-Frank 04:54 Archiviert in Namibia

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