Reise blog von Travellerspoint

Februar 2018

Don't touch the tree!

Das Berühren der Figüren mit den Pfoten....


View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Wir verlassen schweren Herzens Solitaire, wir würden am liebsten noch ein Paar Tage den Autos beim rosten zuschauen. Wir fahren weiter nach Sossusvlei. Was gibt es da? Sand.

15.01.18 bis 16.01.18 Sesriem Sossusflei Lodge Campsite

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Auf dem Weg nach Sossusvlei auch Deadvlei genant, sind die Straßen wesentlich besser als erwartet.
Wir nehmen die Campsite innerhalb des Naturparks. Von hier aus kann man abends eine Stunde länger dort in den Park verweilen und morgens eine Stunde eher losfahren. Unsere Campsite scheint aber belegt zu sein.

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Zwei Oryxe, schauen uns blöde an, als hätten sie vor uns reserviert. Wir machen Bilder und lassen uns ein andere Campsite geben. Bei den langen Hörnern wird nicht lang diskutiert.

Das letzte Mal haben uns auch die Webervögel beeindruckt, die statt ein Nest, ein Hochhaus mit mehreren Parteien bauen.

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Wir setzten uns in den Schatten und trinken ein kaltes Getränk nach dem anderen. (Jaja ihr habt Minusgrade aber +45 Grad Celsius ist auch nicht spaßig). Hier gibt es eine der Hauptattraktionen Namibias, ein Park voller Sanddünen. Das Highlight ist aber Deadvlei, das sind lediglich tote Bäume in ein ausgetrocknetes Flußbett. Ich will abends zu den Dünen, wenigstens bis zur berühmten Düne 45. Diese Düne heißt so, da sie sich bei Km 45 befindet. Sie wandert zwar ständig und liegt jetzt ca. 2 km weiter, ihren Namen hat sie aber behalten. Es ist die meistfotografierteste Düne hier.

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Aus Spass sag ich zu Frank na, wollen wir hoch? Er sagt, "ja klar" und geht los. Es waren heute schon Leute hier, deren Fußspuren sind aber bereits verschwunden. Frank hat eine ganz "frische" Düne 45 vor sich. Wir sind momentan allein hier.

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Ich denk irgendwann bleibt Frank stehen aber er geht weiter und weiter hoch.

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Es ist zwar nicht mehr ganz so heiß, ich schaffe es dennoch nicht bis ganz nach oben. Nach etwas mehr als der Hälfte, mache ich ein Foto von Frank und geb auf.

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Jetzt Franks Sicht auf das geschehen: Wir kommen früh an, und beschließen noch die Düne 45 anzuschauen. Ein x-beliebiger Haufen Sand, dem man mit einem Namen zur einer Attraktion gemacht hat. Auch wir fahren zum zweiten mal hin und ich bekomme den Auftrag da hoch zu gehen.
Wie immer gehorche ich sofort und latsche los, blöd nur ich hab den Fotoapparat vergessen! (Er gehorcht, wer glaubt den sowas?)

Frank hat die beste Aussicht, aber keine Kamera mitgenommen, ich hab eine Kamera, bin aber nicht ganz oben. Von hier aus ist es auch sehr schön.

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Ein Selfie gibts auch

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Dann fahren wir noch ein bisschen in Richtung Deavlei und bleiben ein Paar mal stehen um uns die Landschaft anzuschauen.

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Es ist niemand hier, wir fahren durch die Wüste, halten an und genießen einfach diese leeren Straßen und dieses nichts.

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Wir fahren in die Dämmerung zurück auf die Campsite. Die Fahrt ist magisch, wir filmen und fotografieren aber diese geben den wunderbaren abend einfach nicht wieder. Was für ein Abend, steigen auf die Düne 45, und haben sie für uns allein, in der Dämmerung zurückfahren, die Farben, die Atmosphäre, es ist perfekt.

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Frank ist auch so begeistert, es macht ihm gar nichts aus, das Zelt im Dunkeln aufzubauen.

Am nächsten morgen, etwas untypisches für uns, wir stehen vor dem Sonnenaufgang auf und zwar um vier Uhr (!).

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Schnelles Frühstück, alles einpacken und los. Zur Abwechslung , heute ein Sonnenaufgang.

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Wir haben ca. eine Stunde Fahrt bis zum Parkplatz von Deadflei vor uns. Hier endet die Teerstraße, die nächsten 5 km kann /darf man nur mit 4-Rad-Antrieb oder Parkshuttle durch den tiefen Sand. Wir entschließen uns für eine Fahrt mit den offiziellen Shuttle. Der Sand ist gar nicht das Problem, aber die Bodenwellen. Wir denken, mit unserem beladenen Auto wäre es unnötig da durchzufahren. Dann noch mal eine halbe Stunde über die Düne latschen

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und schon sind wir da.

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Einige kraxeln auf die Dünen

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Wir schauen uns das Schauspiel von unten an. Der Sand ist noch kalt, ich laufe barfuß. Der Schatten und die aufsteigende Sonne verändern die Farben.
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Der Sand scheint im Schatten fast dunkelrot.

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Wir freuen uns hier zu sein.

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Plötzlich lässt sich das Monster von Sossusvlei blicken.

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Anscheinend hatte ein Junge den Auftrag für eine Fotoserie im Köstum rumzulaufen bei den unchristlichen Temperaturen. Als der Schatten der Dünen komplett weicht, wird es ziemlich heiß.

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Frank ist ziemlich enttäuscht: Ich finde als wir 2015 an diesem Ort waren hatte er noch was magisches, Alina gefällt es trotzdem. Diese toten Bäume sind ca. 800 Jahre alt, aber es stehen weniger als in 2015. Viele Bäume liegen zusammengebrochen am Boden, eigentlich mehr als noch stehen.

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Eine histerische Frau läuft auf dem Platz rum und schreit jeden an der den Bäumen zu nahe kommt. don't touch the tree (nicht die Bäume anfassen) Tatsächlich versucht so ein Schwachkopf auf ein Baum zu klettern und wird zurecht angemault.
Alina steht nur daneben und ihr passiert das gleiche, wo war diese dusselige Kuh bevor Idioten das angerichtet haben.

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Egal was ich mir anschauen will, für alles muss ich zahlen was die Natur fabriziert hat. Am besten man bezahlt nur noch für die Sehenswürdigkeiten und fährt gar nicht mehr hin. Ein faszinierender Ort der mich sehr traurig macht, und mich auch zum letzten mal gesehen hat!
Wer in Afrika Angst vor Tieren hat, dem kann ich nur sagen, auch auf diesem Kontinent sind die Menschen das Problem.

Hier ein paar Oryxe die allerdings vor der Sonne im Schatten geflüchtet sind.

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Morgen geht es weiter nach Lüderitz.

Eingestellt von Alina-Frank 12:01 Archiviert in Namibia Kommentare (3)

Wind, Sand, Tiere und Scenic Routen

die Oase mit dem seltsamen Swimmingpool

sunny 43 °C

Unser nächstes Ziel ist Lüderitz, nur zum übernachten. Von da aus wollen wir am nächsten Tag nach Kolmanskop, eine Geisterstadt versunken im Sand. Bis dahin sind es (300 Km), aber stellen weise üble Schotterpiste, wir fahren langsam.

Viele Nützliche Schilder auf den Weg.

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Wind uns Sand haben wir gesehen, können wir bestätigen. Die nächsten Schilder.

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Wir sehen zwar keine Giraffen, aber wir sehen tatsächlich einige Zebras in dieser kargen Landschaft.

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Am meisten sehen wir Oryxe.

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Und Strauße, dazu gabs aber kein Schild. Diese hier rannten einige Kilometer neben unseren Auto her, auf ihrer Seite des Zaunes. Kühe gibts auch.

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Als wir merken das wir noch schlechter voran kommen als gedacht, beschließen wir einen Zwischenstopp einzulegen. Es ist sehr heiß und ohne Klima kaum auszuhalten. Der einzige Baum auf Hundert Km, wir machen Pause im Schatten, wie die Strauße.

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I Overlander heißt das Programm, was wir auf unserem Tablet haben und da sind fast alle Campsites drauf die es hier gibt. Wir suchen uns die Betta Lodge aus und da es nun gar kein Grund mehr gibt zu hetzen, lassen wir die Drohne noch ein paar mal fliegen und genießen die Landschaft.

16.01.18 bis 17.01.18 Betta Lodge und Campsite

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Wir kommen in Betta an, die ganze Fahrt über war es sehr heiß und sandig, auf einmal sehen wir eine kleine grüne Oase. Vor dem kleinen Cafe gibt es eine Rasenfläche. Hier fliegen ca. 100 weiße Schmetterlinge umher. Der Rasensprenger ist an, die Luft ist angenehmer und kühler.

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Wir beschließen hier zu bleiben und essen erstmal einen leckeren Apfelkuchen, der wirklich göttlich schmeckt. Das ist eine der schönsten Campingplätzen mit Garten, das Cafe ist mit liebevollen Details ausgestattet, die Bilder geben es nicht ganz wieder.

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Hier sehe ich auch das erste mal ganz Nahe einen wirklich schönen Quiver Baum, zu deutsch Köcherbaum. Der ist eigentlich kein Baum, sondern eine Pflanzenart der Gattung Aloen. Ich habe schon einige aus der Ferne gesehen auf dem Weg hierher, das ist ein sehr großes und schönes Exemplar. Die Kakteen zeigen momentan auch alle ihre roten Blüten.

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Es gefällt uns so sehr, dass Frank plötzlich sagt, wenn die ein Pool haben, bleiben wir mindestens 2 Tage hier. Kaum ausgesprochen sehe ich in der Ferne ein Schild mit der Aufschrift Pool. Ich glaub es nicht, der Ort besteht aus eine Tankstellen, Cafe und Campingplatz und die haben auch noch einen Pool? Klasse! Ich verkünde Frank dass es eine gute und eine schlechte Nachricht gibt, wir bleiben länger ist die schlechte es gibt ein Pool die Gute. Wir schnappen uns die Handtücher und flitzen los. Das Schild zeigt auf einen Weg zwischen den Häusern. Hmm seltsam, der Weg passt eigentlich gar nicht zu dem liebevollen Ambiente. Wir sehen einen von weitem eher hässlichen Pool. Als wir drankommen sehen wir eine grüne Grütze statt Wasser, wir wundern uns. Das passt gar nicht zum Rest, wir fahren morgen weiter. Später lässt sich für ca 2 Stunden noch ein Sandsturm blicken, wir flüchten ins Cafe. Einen schönen Sonnenuntergang sehen wir noch.

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Nachts wird es kalt, wir bekommen einen fantastischen Sternenhimmel. So schön und so klar, haben wir bisher vielleicht 5 Mal gesehen. Wir spielen wieder mit den Einstellungen der Kamera rum, besser haben wir es nicht hinbekommen. Ich fand es in schwarz weiß auch schön.

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Am nächsten morgen fahren wir los, wir überlegen ob wir den Besitzer lieber sagen sollten "bei dem Pool, würde ich lieber das Schild Pool verstecken und sagen es gibt kein Pool". Wir sagen aber nichts. Wir tanken und als wir losfahren sehen wir es! Den richtigen Pool, groß, blau, sauber, teils schattig, mit Liegen davor. Jetzt wird uns alles klar, anscheinend hat der Wind der hier oft durchweht das Schild Pool in eine falsche Richtung gedreht. Wir würden am liebsten eine Runde reinhüpfen, aber da wir alles verpackt haben, fahren wir schnell weiter ohne uns umzudrehen. :-(

Es geht auf eine Scenic Route weiter Richtung Lüderitz. Scenic bedeutet, dass es eine landschaftlich malerisch schöne Route ist, das können wir bestätigen.

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Viele Oryxe auf den Weg, hier wieder einige hinter dem Zaun, also Quasi auf der Straßenseite.

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Einige sind total cool, wir fahren mit dem Auto vorbei und sie bleiben im Schatten sitzen, andere laufen panisch geradeaus vor unserem Auto her. Da der Zaun sie Quasi auf der Straßenseite hält, laufen sie einige Zeit vor unserem Auto her. Wir wissen nicht was zu tun ist, wir müssen geradeaus. Irgendwann bleiben sie stehen und laufen dann in die andere Richtung. Plötzlich sehen wir in der Ferne das Schauspiel mit einem uns entgegenkommenden Auto. Wir bleiben stehen, denken wenn wir auch noch da ankommen wird der Oryx noch panischer.

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Der Oryx läuft von rechts nach links, will nicht in unsere Richtung. Er versucht auf der einen Seite durch den Zaun zu kommen und bleibt hängen, dann nimmt er Anlauf zur anderen Seite und reißt mit seinen Hörnern den Zaun ab. Er hat bestimmt einige Schrammen abbekommen, der Arme. Das entgegenkommende Auto hätte hier etwas vom Gas gehen müssen oder auch kurz stehenbleiben, vielleicht wäre es dannanders abgelaufen.

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Wir halten kurz in einem Ort namens Aus an, tanken auf und trinken was kühles.
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Wir sind nicht weit von Lüderitz entfernt, jetzt sehen wir auf der Straße nur noch Sand. Der wird vor uns hergeweht, oft sieht man kaum die Straße.

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Ein Video haben wir auch.

17.01.18 bis 18.01.18 Die Shark Campsite in Lüderitz ist ein sehr schöner Platz, direkt am Atlantik und zwischen den Felsen. Wir wurden von Thomas schon vorgewarnt, hier wird es sehr windig.

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Frank baut das Zelt schnell auf, keine Wunder er ist ja so gelenkig. ;-) (siehe rechts und links)

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Sehr winding hier, egal eine Nacht wird es schon gehen. Von wegen gelenkig, ich muss warten bis es dunkel ist und der Wind ein bisschen nachlässt, erst dann kann ich das Zelt aufbauen. Erschwerte Bedingungen auch für Alina, sie muss kochen. Das ist nicht so einfach, da der Wind fast alles wegweht. Irgendwie schafft sie es und es schmeckt sogar. Es gibt wie so oft ein schönen Sonnenuntergang.

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Eingestellt von Alina-Frank 02:10 Archiviert in Namibia Kommentare (2)

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