Reise blog von Travellerspoint

Oktober 2017

Zurück nach Johannesburg

Testkilometer?


View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Man macht Pläne und man reist um die Pläne wieder über den Haufen zu werfen.

Endlich ist der Laptop angekommen, aber es geht nicht. Ärgerlich, laut meiner Firma muss ich ins Firmennetzwerk, denn sonst kann man mir nicht helfen. Also los nach Durban zum Flughafen, aber dort gibt es nur laut Google eine Filliale. Schnell in die City, bevor der nächste Schalter schließt. Hier angekommen schaut mich Brian, der Mitarbeiter an. Hi, ich bin Alina arbeite für die Firma in Deutschland und muss ins Firmennetzwerk, brauch dein Kabel. Waas? Ich kann dich doch nicht da einfach ranlassen, sagt mir der liebe Mann und hat natürlich vollkommen Recht. Da könnt ja schließlich Jeder kommen. Nach langen hin und her und rumtelefoniererei mit Brians Vorgesetzter und anderen, beschließen wir am nächsten Tag wieder zu kommen, denn jetzt hat der Schalter geschlossen.

Abends ruft mich noch der Südafrika Support meiner Firma an, ein Mitarbeiter wird sich in der früh meiner Probleme annehmen.
Am nächsten Tag morgens wieder hin, Brian ist entspannter. Er hat Kundschaft, da braucht er sein Kabel, es ist ein kleiner Schalter mit einem einzigen Arbeitsplatz. Der Support schaltet mein Laptop frei, siehe da, ich kann es immerhin bedienen. Jetzt sollte es noch ein paar Freigaben geben und danach kann man über jedes Wifi ins Firmennetzwerk kommen und die Seite bearbeiten.
Ich fahre wieder zu Sue heim und stelle später fest das es nicht funktioniert. Das System ist am nächsten Tag wegen Updates usw. eh außer Betrieb also google ich und finde eine Filliale in Nelspruit, das liegt Quasi auf den Weg.
Wir beschließen am nächsten morgen loszufahren bis Nelspruit, die Fahrt ist an einem Tag kaum zu schaffen. Eines gibt mir aber zu bedenken, warum finde ich diese Zweigstelle nicht auf der Firmenwebseite?

Morgens Verabschiedung von unserer lieben Sue, am liebsten würden wir sie mitnehmen, sie strahlt so eine Energie und Freude aus. Ich glaube sie würde auch glatt mitkommen.
Wir sind etwas enttäuscht, denn egal wie wir es drehen und biegen, zu Thomas Geburtstag schaffen wir es nicht mehr. Mit einem lachenden und weinenden Auge verlassen wir unser Luxusdomizil.

Jetzt geht's endlich los.
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Oh Mann wir sind wirklich in Afrika und machen diese Tour. Ach du je!
Ich dachte schon wir kommen gar nicht mehr weg, der Abschied fällt mir und Alina sehr schwer, die zwei haben uns unglaublich viel geholfen und zum Abschied sagt Sue: “wenn ihr wieder kommt, müsst ihr aber länger bleiben“. Colin ist die Woche über nicht da, sondern alle 14 Tage geschäftlich in Mosambik. Daher kennt er sich gut aus, was Mosambik angeht und konnte uns wie auch schon Thomas viele hilfreiche Tipps geben.
Ein wichtiger Tipp für Landyfahrer, die Schrauben an der Fahrzeugbeleuchtung (Bremslicht, Fahrlicht usw. ) mit Silikon zuschmieren.

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Die sind begehrt in Mosambik und werden gerne geklaut. An unser Auto haben wir 13 Schlösser für: Tisch, Gasflasche, Reserverad, Kisten, Reservekanister, alles was wegkommen kann, hat ein Schloss.
Auf den Shoppingparkplatz haben wir schon Mal beobachtet wie einer unser Auto genau inspiziert und alle Schlösser genaustens angeschaut hat.

Barbie ist gepackt und getankt.

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Wir haben 160 l Diesel 75 l Wasser und 40l Trinkwasser an Bord, Lebensmittel für mindestens vier Wochen. Außerhalb von Südafrika ist alles teuer. Der erste Tag auf der Straße.

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Immer wieder senkt sich mein Blick nach unten auf die Instrumente, sind die Warnleuchten noch aus, was macht die Temperaturanzeige?
Es ist heiß und die Straßen sind schlecht, Berg hoch Berg runter, Barbie tut sich schwer mit dem ganzen Gewicht. Das ständige hoch und runter schalten ist für uns beide anstrengend. Die Kupplung geht schwer und die Gänge sind haklig. Die Synchronringe haben auch schon gelitten.
Aber was solls sie mag es eben nicht so ruppig.
In den zwei Wochen zuvor konnte ich mich ein wenig mit unserem neuen Auto beschäftigen.
Der Ölverlust am Verteilergetriebe, Motor und an der Lenkung plus das Rumpel-Geräusch das manchmal auftritt. Am wohlsten fühlt sich Barbie auf der Landstraße bei 90 km/h , Autobahn und Stadt ist nicht ihr Ding. Wie Sue sagt. No Women is easy! (Keine Frau ist einfach)
Dem gibt es nichts hinzuzufügen, außer ich hab jetzt zwei von der Sorte! ;-)

Premiere, die erste Übernachtung ! Wir kommen spät an auf dem Campingplatz an,
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bis wir uns angemeldet haben, Strom angeschlossen usw. ist es fast dunkel. Na super, das Zelt das erste mal aufbauen.
Aber kein Problem, alles klappt wie am Schnürchen.

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Wir gehen noch was essen und dann ab in die Falle. Der Campingplatz ist spitze, da können sich die Europäer noch was abschauen. Die sanitären Einrichtungen, das Restaurant, der Platz, das Personal, vom feinsten! Pfaue laufen durch den Platz, ein kleinen Zoo mit Ziegen, Gänsen und wer weiß was sonst noch dabei ist.

Der morgen danach. Alina tut zwar der Rücken etwas weh, sie hat aber einigermaßen gut geschlafen. Ich weniger, die Matratze ist zu dünn, mir tut alles weh. Ich hab als Jugendlicher zuletzt in einem Zelt geschlafen, hab kein Auge zugemacht. Aber irgendwie ist es auch cool auf dem Dach zu schlafen. Wir kaufen uns am nächsten Tag Schaumstoff für unter die Matratze und schauen dann weiter.

Weiter richtung Nelspruit

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In Nelspruit angekommen erledige ich die letzte Einkäufe, Alina sitzt im Internetcafe und versucht ihr Rechner zum laufen zu bringen. Wir müssen feststellen dass es in Nelspruit keine Filliale meine Firma mehr gibt, der nächste ist ca. 350 km entfernt in die andere Richtung und der Support kommt nicht auf mein Laptop.

Das ist wirklich ärgerlich, so viele Mitarbeiter versuchen den Laptop hinzubekommen aber da er nicht ans Netzwerk angeschlossen ist kann jeder nur mutmaßen was das Problem ist. Theoretisch müsste es funktionieren, praktisch sieht es anders aus. Natürlich wurde er in Europa getestet aber wir sind hier in Südafrika und warum es nicht geht ist ein Mysterium. Ich telefoniere mit 3 Kollegen, mache Schritt für Schritt was die mir sagen aber ich komme nicht weiter. Wir müssen in eine Filiale.
Ich entscheide mich für die Johannesburgfilliale da morgen Samstag ist und am Flughafen am längsten gearbeitet wird. Außerdem habe ich den Airportmanager kennengelernt und der lässt mich ohne Rückfragen ins Netzwerk. Wir fahren Samstags hin nach Johannesburg und wieder zurück nach Nelspruit.
Nach 2 Wochen stehen wir wieder in der Stadt in der wir gelandet sind. Wir müssen lachen,
aber morgen geht es definitiv weiter nach Mosambik.

( Die Geschichte des Laptops. Obwohl mir Samstag in Johannesburg der Supportmitarbeiter versichert hat der Laptop wird Montag funktionieren, ist das nicht passiert. Angeblich fehlte noch eine Freigabe in Deutschland oder Niederlande oder UK, oder Frankreich. Wir fuhren Sonntag über die Grenze nach Mosambik und außerhalb von Südafrika gibt es weit und breit keine Filliale mehr. Ich habe wegen diesem blöden Laptop den Flug verschoben, wir sind 2 Wochen später da als geplant. Wir sind extra 500-600 km die letzten 2 Tage rumgefahren, unsere Freunde warten um die Reise zu starten. Der Firma bot ich an erneut nach Johannesburg zu fliegen aber nicht mehr auf meine Kosten. Nur was ist wenn das Ding immer noch nicht geht? Es wurde ausgemacht dass ich mich melde wenn ich wieder in Südafrika lande. Dann wurde mir die Zusammenarbeit gekündigt. Da ich die geplanten Blogs nicht selbst ins Firmennetzwerk stellen konnte wurde es auch später seitens Firma nicht gemacht. Diese wurden zumindest bezahlt, anfangs. Über den Rest wurde gestritten, beim einschalten eines Rechtsanwaltes am Ende bezahlt.)
Der Laptop ist Monate mit uns gereist, hat in seinem Koffer aber nicht viel davon gesehen. Eine solche Verschwendung an Zeit und Geld ist wirklich traurig.

Eingestellt von Alina-Frank 02:30 Archiviert in Südafrika Kommentare (1)

Hallo Afrika

Über die Grenze

sunny 30 °C
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Von Colin wissen wir, dass die Polizisten in Mosambik dafür bekannt sind Touristen abzuzocken, Quasi so eine Art Nebeneinkunft für die Beamten. Strafen wegen Fahren mit Sonnenbrille, Ellbogen aus dem Fenster, mit freien Oberkörper oder Flip Flops sind alltäglich. Falls die Herren nichts finden, wollen sie zumindest ein kaltes Getränk spendiert haben und zwar kein Wasser, das lehnen sie gerne ab, die Herren bevorzugen Softgetränke!

Man sollte sogar alle Dokumente (Führerschein Pass, Fahrzeugschein) nur als Kopie der Polizei geben und Sue hat uns extra vom Amt in Durban die Kopien beglaubigen lassen.
Zwei Warnwesten, zwei Warndreiecke müssen wir griffbereit haben, Katzenaugen an der Tür, angeschnallt muss man sein aber das wichtigste ist sich an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten. Thomas sagt es ist eine Challenge durch Mosambik zu fahren ohne einmal Strafe zu zahlen. Die Südafrikaner empfinden Mosambik auch als extrem, klar das wir von Südafrika dann nach Mosambik fahren, wäre ja sonst langweilig.

Der Trombombolar Busch!
Mit unserer Barbie sind wir für jede Radarkontrolle eine Enttäuschung, unser Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 90 km/h und das Speedlimit liegt hier bei 120, außer Baustellen und Städte.
Wir sehen also alle 20 Kilometer enttäuschte Beamten Gesichter, richtig gehört, hinter jedem fünftem Busch hockt so ein Trombombola mit der Radar Pistole. Ich muss jedes mal lachen!

Die Grenze zu Mosambik, hier haben wir das Gefühl das wahre Afrika zu erleben.
Kaum an der Grenze angekommen, sind schon so viel Menschen um unser Auto, das wir gar nicht mehr raus schauen können und alle wollen was verkaufen oder betteln uns an.
Wir werden gleich von einem Typ abgefangen der behauptet er sei ein offizieller Agent und arbeitet für umsonst. Klar! ;-)
Er sagt uns wo wir rein müssen und welche Formulare wir ausfüllen müssen.
Wir rennen von einem Häuschen ins andere und haben plötzlich gefühlt tausend Zettel zum ausfüllen. Dann hier stempeln, da anstellen, hier anstellen unser Agent zeigt uns den Weg und weicht uns nicht von der Seite.
Die Menschen werden immer mehr um uns, mit Warnwesten, Telefonkarten, Feuerlöscher, Katzenaugen für Autotüren, alle wollen was verkaufen. Wir benötigen das alles nicht und kommen langsam zum Ende.
Das ist der spannende Teil, denn wir haben viel zu viel Wein mit und Lebensmittel und haben keine Lust dass unser Auto von oben bis unten durchsucht wird, wie 3 Reihen vor uns. Außerdem wissen wir noch nicht was unser Agent sich als Gage ausgedacht hat. Er fragt, habt ihr Alkohol mit? Alina sagt nein. Für die Lebensmittel interessiert er sich nicht, wir haben gehört dass es Grenzbeamte ab einem Bestimmten Wert an Lebensmittel (Konserven) eine Strafe verlangen, man sollte diese schließlich in Mosambik kaufen. Unser Agent füllt das letzte Formular aus, und fragt uns nach unseren Wertgegenständen.
Alina gibt an je 2 Kameras, 2 Laptops, 2 Handys und 1 Tablet. Den Wert schätzt sie auf 2000€. Agent sagt das ist zu viel und kürzt es auf 1000€. Ok der Mann weiß was zu ist. Alina wird unruhig und sagt mhh bissl Wein haben wir mit, so ein Tetrapack. Der Typ trägt es nicht ein. Er schaut sich durch die Scheiben den Inennraum an, wir haben unser Wein und Wertsachen gut versteckt, sehen kann er nur die durchsichtige Box voll mit Moskitospray, Klopapier, Küchenkram, Decken und Wasserflaschen, er meint, das passt schon. Jetzt wird’s interessant, was will der Typ an Kohle von uns.
So, der Vogel sagt 200 Rand für irgendein Typ und 200 Rand für den Grenzbeamten, das er uns nicht kontrolliert. OK, das sind 12,50 Euro für jeden, das geht.

Wir sind fertig, nun sagt der Typ wir können ihm natürlich auch was geben für seine Mühe.
Na gut, aber wir sind fast blank und Alina wollte am Automaten kein Geld ziehen, weil sie von so vielen Leuten umringt worden ist.
Wir geben ihm unsere letzten zehn Euro und fünf Dollar. Er scheint zufrieden, na klar fragt er nach mehr aber wir haben echt nichts mehr. Jetzt kommen alle Verkäufer erneut und bieten uns alle ihre Sachen für die Hälfte vom Preis gegenüber dem Preis als wir ankamen. Einer der vielen Tipps für Mosambik waren unter anderem ein zweites Portmonee mit fünf Dollar für die Polizei zu haben.
Als ich ihnen zeige das wir pleite sind und alles leer ist, lachen sie und sind in null komma nix verschwunden. Wir passieren die Grenze, ohne kontolliert zu werden.
Jetzt für unsere Leser unser Bestand:
Wir haben drei Laptops, drei Handys, vier Kameras , die Drohne, ein Tablet, zwei Paletten Dosen Bier, eine Flasche Whisky, eine Flasche Gin, und ca. 35 L Rotwein und bestimmt über 50 Konserven mit Lebensmittel (arme Barbie!).

Nun waren wir wirklich pleite! Bis auf unsere US Dollar Notreserve ganz unten im Koffer.
Die ersten Meter sind erschreckend, das ist Afrika!

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Kaum paar Meter gefahren kommt die einzige Mautstation die wir in Mosambik gesehen haben. Blöd dass wir kein Geld haben. Was nu? Es stellt sich raus die nehmen auch USD an, Gottseidank haben wir noch das Bargeld.

Der Weg duch Mosambik wird langsam besser, oder man gewöhnt sich dran!

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Das Bild hat schon Wohnzimmer Charakter!

Wir schaffen es heute nicht mehr zu Tom und Tipi, die Straßen sind zwar gut aber da ist ja noch die Polizei, die uns sofort stoppen würde, falls wir über die Geschwindigkeitsbegrenzung fahren.
Daher beschließen wir so weit wie möglich zu fahren und uns dann ein Zimmer zu nehmen.
Alle sagen Nachts in Mosambik zu fahren wäre sehr gefährlich, Menschen auf der Straße, Tiere, unter anderen Autos die meist ohne Licht fahren.
Wir fahren ins dunkle und hoffen das alles gut geht. Am Hotel angekommen sieht erstmal alles gut aus. Das Zimmer ist nicht so toll, aber was solls nur zum Schlafen wird’s schon gehen. Der Stand sieht nett aus, aber wir haben keine Zeit.

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Schnell was essen und dann ins Bett. Schnell geht hier gar nichts müssen wir feststellen.
Das essen dauert ewig und ist mittelmäßig, aber egal ab ins Bett.
So ca. 11.00 Uhr öffnet die Disco gleich neben an. Toll, aber wir sind so müde das wir gleich einschlafen. So bis 01.00 Uhr, da werde ich wach. Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf und irgendwie bleibe ich bei der Dröhnung der Disco wach. Um 06.00 Uhr quälen wir uns aus dem Bett, die Disco ist noch im vollen Gange. Die Musik hört sich so an, Runtms Rumts Motherfucker, Runtms Runtms und das um 06 Uhr morgens, man möchte den ganzen Laden in die Luft sprengen!

Die Wiedervereinigung!
Vilanculos 25.09.17 bis 26.09.17
Schnell auf die Straße, es ist 7.00 Uhr.
Bis Vilanculos sind es nur 400 km, bei einem Schnitt von 70km/h gehen wir mit Pause und Tanken von ca. 8 Stunden aus.
Tom und Tipi rechnen nicht vor 19.00 Uhr mit uns. Aber wir kommen so gut durch und überraschen sie mit unserer Ankunft um 15.00 Uhr. Es ist geschafft!

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Es gibt Pizza und Bier, wir quatschen noch lange.
Am nächsten morgen gehts schon gleich weiter.

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Auf dem Weg zu unserem nächstem Ziel, halten wir noch schnell in einem Einkaufszentrum
Die Mädels gehen einkaufen und die Männer bewachen das Auto.
Als ich meine Cola leer getrunken habe und kein Mülleimer finde, stell ich die Dose erst mal neben das Auto. Wenige Zeit später kommt ein kleiner Junge barfuß mit zerrissenen Hemd und Hosen vorbei und sieht die Dose.
Er schnappt sich die Dose, quetscht mehrfach den letzten Tropfen rauf und tritt sie dann platt um Fußball mit ihr zu spielen.
Auf die Idee im eine Dose Cola zu geben, komme ich in diesem Moment nicht, es ist eine komische Situation, nicht für den Jungen.
Als wir alle Einkäufe verstaut haben und los wollen, steht der kleine Junge plötzlich neben dem Auto und schaut mich lächelnd an.
Er sieht kein bisschen unglücklich oder verbittert aus, warum auch, in dem Alter.
In der Mittelkonsole liegt ein Pfefferminz Bonbon, was man bekommt wenn man in einem Restaurant essen geht.
Der Junge lächelt immer noch, ich dreh die Scheibe runter und gib ihm das Bonbon.
Sein Lächeln verteilt sich im ganzen Gesicht und er steckt es direkt in den Mund.

Alina sagt „wir müssen Bonbons kaufen“ und ich frage mich was wohl in Deutschland passiert wenn man auf eine Supermarkt Parkplatz Süßigkeiten an Kinder verteilt?

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Eingestellt von Alina-Frank 11:58 Archiviert in Mosambik Kommentare (1)

Welcome to the Jungle

Auf der Suche nach den Wald Elefanten

rain 25 °C
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Es sind 360km bis zum Tagesziel.

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Südlich von Chimoio gibt es das Ndzou Camp, in dem es Wald Elefanten gibt. Laut Besitzer kann es schon mal sein das ein Elefant nachts am Auto vorbei läuft.
Aber die Straße dahin muss leider die schlechteste der Welt sein, Schlaglöcher so groß und tief das ein ganzes Auto rein passt. Eine Qual für Mensch und Maschine, wir schaffen im Schnitt 20 km/h in der Stunde. Später erzählt mir Thomas das die Straße nördlich von Inhambane zu den schlechtesten Asphaltpisten der Welt gehört. Echt!

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Wir sind völlig fertig! Aber zum Glück ist das letzte Stück neu asphaltiert, ca. 30 km Berg hoch sind neu, es ist wie eine wohltat!

Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, das wir denken es regnet.

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Die Landschaft ist beeindruckend, wir befinden uns Mitten in einem Tropischen Regenwald, wir sind alle begeistert.

Wir melden uns für die morgige Elefanten Dschungel Tour an. Die beginnt um sechs, oh man um sechs? Gibt es keine um zehn? Warum sind die Elefanten Frühaufsteher? Waldelefanten sieht man übrigens nicht alle Tage die sehen auch etwas anders aus als die afrikanischen, haben schlankere Beine und sind wohl etwas kleiner.
Na gut wir stehen auf, das Wetter ist wie Abends, warm und neblig. Wir latschen los, der Nebel wird immer dichter.

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Nach einer Stunde sagt der Guide das Wetter ist zu schlecht. Das Problem ist, das wir die Elefanten zu spät sehen und eigentlich dann schon zu nah dran sind. Wir brechen ab und gehen zurück. Aber die Stimmung ist super und wir Frühstücken erst mal schön.

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So gegen zehn Uhr dreißig geht es wieder los, wenn mal einer auf mich hören würde! Aber OK.

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Ein Tausendfüßler, eine Schlange, aber wo sind die Elefanten?

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Ah, Elefanten Kacke und ein Fußabdruck! Wir kommen der Sache näher.

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Ein Aussichtsturm, da muss ich hoch. Die Viecher können sich ja nicht ewig verstecken!

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Vier Stunden durch den Dschungel, aber kein Elefant weit und breit! alle 20 Meter Elefantenkot, mal Wochen alt, mal ziemlich frisch, der leider auch nicht verrät wohin die Tiere gegangen sind.

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Egal, ein Toller Walk. Zurück im Camp wird erstmal gekocht und lecker zu Abend gegessen.

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Dann Duschen, so stellt man sich Buschcamping vor. Kein Strom, kein fließendes Wasser.
Unsere Batterien halten zwei Tage, der Kühlschrank ist wichtig!
Strom bekommen wir abends für 2 Stunden über ein Stromaggregat und dann können sie auch Wasser zu den Toiletten pumpen. Am Tag zuvor habe ich mich mit dem Wasser aus der Regentonne gewaschen, aber heute haben die Mädels warmes Wasser bestellt, ich bin gespannt.
Duschsachen geschnappt und los geht’s. Ich stehe unter der Dusche und stelle fest, das Wasser ist eiskalt. Als ich da so unter dem kalten Wasser hin und her hüpfe steht auf einmal eine Frau neben mir. Wie bereits gesagt das Wasser ist eiskalt!
Sie hat einen Eimer mit warmen Wasser in der Hand, reicht ihn mir und schaut verlegen weg.
Das Wasser hat die perfekte Temperatur, ich schütte mir den halben Eimer über den Kopf, schäume mich ein und dann kommt der Rest.
Was ist das für ein toller Ort!

Am nächsten Tag geht’s los, Tom und Tipi wollten mit dem Pfeifen des Kaffeekessels geweckt werden. Das hab ich erledigt, da es leider regnet, stelle ich für alle auch noch ein Tisch und Stühle bereit unter unseren Vordach. Natürlich sind die anderen 2 viel schneller mit zusammen packen.

Das wirft uns zurück, in der Nacht hat es doll geregnet und Vordach und Zelt ist ist richtig nass.
Wir trödeln bissl rum und plötzlich fängt es wieder richtig an zu regnen, ich bau das Dachzelt im strömenden Regen ab. Mit meinem Hut, Regenjacke und meinen Wanderboots bin ich gut ausgerüstet und mir macht das alles nichts aus. Alina denkt darüber nach ein Foto zu machen, wie ich im strömenden regen alles abbaue, traut sich aber dann nicht.

Tom und Tipi sitzen im Auto und warten vorwurfsvoll auf uns! Plötzlich rennen sie durch den Regen und suchen den Boden ab. Als ich mit meinem Zelt fertig bin, frag ich was los ist. Der Autoschlüssel ist weg!
Wir suchen ca. eine Stunde diesen blöden Schlüssel, der einzigste der exisiert.
Die Rückbank hat ihn verschlungen, weiß der Geier oder weiß er nicht. Natürlich war das laut Thomas unsere Schuld weil sie so lange auf uns warten mussten. Aha, egal.
Jetzt geht’s los, mein Arsch ist noch stundenlang nass vom gebückten rennen durch den Regen.
Da hilft auch kein Regenjacke oder Hut!

Die Straße hat uns wieder! Auf dem Weg nach Tete

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Tete am Sambesi Fluss 28.09.17 bis 30.09.17
Wir kommen ganz nach Plan in Tete an, das liegt am Sambesi Fluss ca. 120 km von der malawischen Grenze. Wir wollen eigentlich nur übernachten, aber die Location direkt am Fluss ist so toll das wir beschließen zwei Nächte zu bleiben. Der Campbesitzer erzählt uns dass vor wenigen Tagen ein 4 Meter Krokodil sich hier ausgeruht hat.
Hier ist eigentlich alles da was man braucht, Strom, warme Duschen, ein Kühlschrank

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inkl. einen tollen Sonnenuntergang.

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Während Alina einen Arbeitstag einlegt, beschließen Tipi und ich in die Stadt zu gehen um ein paar Besorgungen zu machen.
Die Idee ist, zu Fuß hin und mit den Einkäufen im Tuck Tuck zurück.
Wir latschen los, es ist nicht so warm und ein bisschen windig, sehr angenehm.
Hier wird alles verkauft, am besten gefallen mir die Steckerleisten.

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Wir werden angestarrt wie Außerirdische.

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Auf dem Heimweg habe ich ein bisschen Angst daß das Tuk Tuk durchbricht, wir haben ein Haufen Dosen Cola gekauft, plus Lebensmittel. Die Ladung kostet übrigens extra.

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Abends sehen wir noch eine Ginsterkatze eine schön gepunkteten Mischung zwischen Katze und Marder, der leider viel zu scheu ist für ein Foto. Sehr selten, ein Glück sowas überhaupt mal zusehen mitten in der Stadt. Am nächsten Tag geht`s weiter nach Malawi

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Eingestellt von Alina-Frank 07:11 Archiviert in Mosambik Kommentare (1)

Hallo Malawi

Der See, der wie ein Meer ausschaut

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30.09.17

Wir haben die Challenge gewonnen!!!! Wir sind quer durch Mosambik gefahren und nicht einmal angehalten worden, von Strafe zahlen erst recht keine Rede. Kontrollen gab es reichlich, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält gibt es eine Chance, aber kein Preis!

Malawi gefällt uns auf Anhieb besser als Mosambik, obwohl der Grenzübergang noch nerviger war. Zwischen Ausreise Mosambik und Einreise Malawi liegen 3 km Niemandsland.

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Wir verbringen zweieinhalb Stunden im Grenzbereich, müssen wieder viele Formulare ausfüllen und 75 Dollar pro Person für das Visum inkl. Auto zahlen. Endlich fertig, beschießen wir an der nächsten Gelegenheit, schnell eine Telefonkarte zu kaufen. Schnell, geht hier gar nix. Der Typ mengt über eine Stunde rum bis wir akzeptieren, daß er offensichtlich keinen Plan hat. Es ist sehr heiß, wir haben 3,5 Stunden verloren und sind spät dran.

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Hier sehen wir aber das erste offizielle Fahrrad Taxi von Malawi, sogar mit Nummernschild.

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Palm Beach 30.09.17 bis 02.10.17
Unsere erste Station ist das Palm-Beach Camp am Lake Malawi.

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Unglaublich das ist eigentlich ein See, mit Sandstrand und Palmen. Der See ist über 800 km lang und an der breitesten Stelle 180 km.

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Wir bauen schnell alles auf, denn es wir schon dunkel. Ab sechs Uhr ist der Tag vorbei.

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Wir müssen feststellen, Strom ist hier Mangelware. Am nächsten Morgen zeigt sich der Strand in der Sonne mit seiner ganzen Pracht, wir sind begeistert. Bis auf die Toiletten und Waschräume, die sind verdreckt und voller Ameisen.
Hier war man wohl nicht auf Besuch eingestellt. Ziegenkacke findet sich überall, eine Ziegenherde läuft hier regelmäßig durchs Camp.
Zwei Hunde gibt es auch noch.
Alina muss etwas arbeiten und ich mach mich über Barbie her. Durch die schlechte Straße hat sich der Schnorchel am Auto gelöst, dabei bemerke ich, daß mehrere Schrauben von meinen Türscharnieren fehlen. Das Instrument hat sich komplett gelöst und muss mit Unterlegscheiben gestützt werden.
Öl und Wasser wir überprüft. Da unsere Barbie ein kleines Problem mit Ölverlust hat, kontrolliere ich es lieber einmal öfter. Allerdings verliere ich mehr Flüssigkeit beim Zelt aufbauen. Abends gehen wir ausnahmsweise Essen, im dunklen wollen die Mädels weder kochen noch spülen. Das Essen ist aber so lala, wir sind etwas enttäuscht. Der Hund wird ausgiebig geknuddelt, meist von Thomas.
Aus lauter Freude beschließt der Hund nachts Toms Schuh zu zerkauen. Der Schuh ist zwar momentan noch zu nutzen und Toms Größe scheint hier eine Ausnahme zu sein.

Einen herrlichen Sonnenuntergang sehen wir auch noch:
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Am nächsten Tag kommt der Campbesitzer und es wird geputzt, aber wir haben bereits beschlossen das Camp zu verlassen.

Nächster Stop Monkey Bay 02.10.17 bis 05.10.17

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Diesmal sind wir früh dran, der Weg ist nicht so weit, ca. 2 Stunden nordöstlich liegt das Fat Monkey Camp. Wir sind immer noch am Malawi See. Hier kommt zum ersten Mal die Drohne zum Einsatz.

Als wir ankommen sind wir ganz alleine auf der Campsite, schon wie in Palm Beach, ich empfinde es als sehr angenehm.

Der Besitzer warnt uns dass morgen einige Camper mit Zelten kommen werden, so schnappen wir uns
die besten Plätze. Unter zwei riesigen Avocado Bäumen lassen wir uns nieder.

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Heute wird gegrillt, unseren Grill den ich schon seit Wochen auf meiner Motorhaube durch die
die Gegen fahre kommt heute zu ersten Mal zu Einsatz.

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Die Duschen sind super, der Platz gefällt uns auf Anhieb und wir beschließen direkt zwei Tage zu bleiben. In einem kleinem Dörfchen, dass gleich neben dem Camp liegt, gibt es einen Markt. Wir kaufen Tomaten, Zitronen, Kartoffeln und Lutscher für die Kinder.

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Da gibt es sogar ein Kino, es läuft: „Der Fluch der Karibik“. Ein Einheimischer besorgt uns frischen Fisch aus dem See, ein Katzenwels, das ist eine willkommene Abwechslung, alle sind begeistert. Alle? Ich überlege was ich wohl heute Abend esse.

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Thomas begutachtet den Fisch, alles ok, wir bekommen den Fisch sogar fertig ausgenommen und filetiert. Grillen in über dem offenen Feuer, wenige Meter vom Strand entfernt, wann haben wir das schon mal gemacht?

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Es gibt Kartoffelecken und frische Bohnen dazu und mit der Zitrone vom Markt ist es der beste Fisch den ich jemals gegessen habe.

Die Kartoffeln machen wir in unseren heiß begehrten Eisentopf, den Barbie die ganze Zeit auch noch schleppen muss!

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Am nächsten Morgen kommt die Invasion. Eine Horde Italiener fällt über uns her.

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Nach einen weiteren Tag fahren wir weiter Richtung Kande Beach.

Der Straßenmanager hier fanden wir lustig.

Über solche Brücken fahren wir öfters.

Kande Beach 05.10.17 bis 07.10.17 liegt auch am Malawi See.

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Unfassbar, das ist wie die Karibik oder vergleichbar mit den traumhaften Stränden in Thailand, siehe Video

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und Video.
Wir beschließen ein Strandtag zu machen, Tipi bezeichnet uns ständig als Bleichgesichter, das ist nicht lustig!

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Der Sandstrand ist fast weiß und geht bis tief ins Wasser,
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im Gegensatz zu den zwei anderen Camps da war der Boden torfig weich, wie leichter Durchfall. (Aussage Thomas)
Das Camp ist eher mittelmäßig aber Ok.

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In der Nacht dröhnt wieder laute Disco Musik, wenn man das überhaupt Musik nennen
kann. Es hört sich an wie eine Rhythmusmaschine, aber wir konnten schlafen.
Am nächsten Morgen beklagen sich Tom und Tipi ebenfalls über den Krach, aber was noch schlimmer ist, ihr Zelt ist voll mit Ameisen.
Thomas hat direkt unter einem Baum geparkt und die Äste berühren sein Dachzelt. Die Ameisen beschließen wohl in der Nacht den Weg durch das Zelt zu nehmen.

Das Ameisen Problem, der fehlende Schatten und die laute Musik zwingen uns weiterzufahren.

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Unglaublich, hier kann man doch das Nummernschild gar nicht mehr sehen!

Eingestellt von Alina-Frank 10:27 Archiviert in Malawi Kommentare (4)

Ungeplanter Zwischenstopp

endlich Tiere

sunny 30 °C
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Mzuzu 07.10.17 bis 13.10.2017

Eigentlich wollten wir in Mkhata Bay übernachten, ein weiterer schöner Ort am See. Der Campingplatz ist mal wieder unter unseren Hygieneansprüchen und ich habe leider Montezumas Rache abbekommen. Die Männer könnten mit den Toiletten noch leben, aber die Frauen nicht und erst recht nicht wenn man lange auf den Klo sitzen muss.

Also weiter, wir wollen einen kleinen Stopover in Mzuzu machen, der Camping Platz wird aber eine Unterkunft für mehrere Tagen.

Meine Probleme werden schlimmer und erst nach testen einiger Medikamente und viel Ruhe geht es langsam bergauf.
Wir lernen Oliver aus Deutschland kennen der hier als Bäcker für das Projekt Brot gegen Not arbeitet, eine Stiftung von der Kamps Familie. Es gibt leckeres Roggenbrot zu kaufen, ich esse ein wenig und sitze zur Strafe wieder 2 Tage nur auf dem Klo.

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Als ich wieder bissl Farbe im Gesicht habe und es mir etwas besser geht, werden einige Videos für meine Firma Travelex gedreht. Das richtige Video könnt ihr bald auf der Travelex Seite anschauen.

Die Mädels hocken auf dem Klo, und ich teste den Friseur in der Stadt. Wenn es zu kurz wird, gibt’s es von Alina Ärger. So sieht der Laden von außen aus
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Das unten ist der Friseur! Irgendwie ist der Typ doch cool mit seiner Fliege und den Lackschuhen, oder?

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Was soll passieren, eine richtige Schönheit kann nichts erschüttern, siehe Ergebnis!

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Nach fünf vollen Tagen ist nun Schluss mit dem faulenzen! Es geht weiter!

Was wir bisher noch kaum erwähnt haben dass wir in Südafrika im Frühling angekommen sind. In Südafrika haben wir noch die Kirschblüte gesehen und oft sehen wir diese Bäumen mit blau-lilafarbenen Blüten, oder die roten Korallenbäume so wie auch in Mzuzu.

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Auf dem Weg zum Vwaza Camp

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13.10.2010 bis 14.10.2017 weiter zum Vwaza Camp.
Wir haben mal Lust auf Tiere und Thomas hat diesen Zwischenstopp gefunden.

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Wieder mal sind wir ganz alleine auf dem Platz. Na ja nicht so ganz alleine, der ist auch noch da und schaut blöd aus der Wäsche

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Eigentlich wollten wir nur eine Hütte mieten um die Toilette und das Bad zu nutzen, da laut Reiseführer die Hütten nicht so toll sind. Nach Begutachtung beschließen wir zwei Hütten zu mieten.
Der Vorteil ist,wir brauchen das Dachzelt nicht aufzubauen und können bis Anbruch Dunkelheit auf eigene Faust eine Safari um den See starten.
Der Besitzer sagt uns das die Elefanten jeden Tag auf dem Weg zum See durch das Camp laufen,
es liegen auch überall Elefantenhaufen rum. Heute lassen sie sich nur von weitem blicken, also starten wir unsere Safari.

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Die Sonne steht schon tief, also genau richtig um tolle Fotos zu machen.

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Ein kleines Video gibts auch

Im Sonnenuntergang fahren wir zurück

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Als wir zurückkommen sagt der Campmanager die Elefanten waren da zum Wasser trinken aber sie kommen morgen wieder. Grmpf!

Vor unseren Schattenplatz im Camp und Campküche steht ein Holz für eine Lagerfeuer bereit. Die Männer haben keine Lust bei dem starken Wind das Feuer anzuzünden, also versuch ich mich dran. Draussen ist es stockfinster und die Zeit an dem die Hippos ihre Badewanne verlassen und im Dunkeln nach Gras suchen. Ich habe 3 Anzünder und mein erstes Feuerchen wird sofort wegggeblasen. Ich starte immer wieder kleine Feuer und der Wind bläst es wieder aus da grunzt ein Hippo aus dem Dunkeln. Ich renne weg, das grunzen hört sich so nah an, durch den Wind kann es aber sehr weit weg sein. Alle lachen mich aus und die Wetten stehen gegen mich und mein Feuer. Jetzt grab ich mir eine kleine Höhle im Unterholz und decke sie gut mit Blätter zu, aha, mit dem zweiten Anzünder mache ich Feuer. Ich rufe, Frau hat Feuer gemacht und tanze drumherum wie Tom Hanks in cast Away!

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Am nächsten Morgen erstmal frühstücken mit Panoramablick auf das Wasserloch.

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Ein Gruppenfoto gibt’s auch

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Leider gehen unsere Batterien in die Knie, da es hier auch wieder kein Strom gibt.
Wir müssen alles über unsere Batterien im Auto versorgen. Wir warten noch bis 11,00 Uhr auf die gnädigen Herren der Stromversorgung, oder die Elefanten aber nix passiert. Die Elefanten gucken vom weitem um die Ecke, entscheiden sich aber woanders lang zu wandern. Als eine Reisegruppe mit Bus eintrifft, verlassen wir diesen schönen Ort.

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Eingestellt von Alina-Frank 08:53 Archiviert in Malawi Kommentare (0)

Geschüttelt und gerührt

Die Vampire von Malawi

sunny 28 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

14.10.2017 bis 15.10.17 Mushroom Farm, geschüttelt und gerührt!

Leider verdeckt mein Reserverad auf der Motorhaube den auf der Seite liegende 40 Tonner LKW
auf der linken Seite direkt hinter der Kurve.

Wir genießen das tolle Panorama auf dem Weg zur Mushroom Farm, und diese asphaltierte Straße, doch der Schein trügt! Die schlechteste asphaltierte Straße der Welt haben wir gesehen, jetzt fehlt noch die schlechteste Schotterstraße der Welt. Tadaa!

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Wir sind durchgeschüttelt, wie noch nie.

Endlich angekommen an der berühmten Mushroomfarm. Wieder mal ein toller Ort den Thomas für uns ausgesucht hat. Das ist kein leichter Job. Die Recherche ist zeitaufwendig und oft haben wir kein Internet, von Strom und warmen Wasser mal ganz abzusehen.

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Eigentlich wollten wir heute unten am Malawisee übernachten, aber auf den Rückweg (gleicher Weg) haben wir kein Bock und es ist einfach traumhaft hier. Es gibt hier auch kleine Hütten zum Übernachten, die einfachsten haben ein Zelt im inneren.

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Es gibt auch Hütten mit Doppelbetten. Den Ausblick teilen sich alle.

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Hier gibt es das schönste Plumsklo der Welt mit traumhafter Aussicht und liebevolle Details.

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Wir probieren wieder unsere Drohne aus,

und unser Affe Cosu fliegt zum ersten Mal mit Hilfe der Drohne
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Abends gehen wir zuerst Essen, es gibt sogar Live Musik von einer Gruppe einheimischer aus der Nachbarschaft.

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Später sitzen wir noch unter den Bäumen am Lagerfeuer. Eine wirklich besondere und einmalige Location.

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Nachts ist es kalt hier oben. Wir sind auf ca. 1200 m, unsere Decken halten uns warm und erstaunlicherweise auch das Zelt.

Wir schreiben ein neues Kapitel, der Tag an dem Thomas nach uns aufstand!
Unser Zelt ist schon eingeklappt und unsere Barbie so gut wie reisefertig, als Thomas als Letzter aus seinem Zelt krabbelt und das Licht des Morgens erblickt.

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Zur Vorgeschichte, Thomas regt sich immer auf, dass er auf uns warten muss. An dieser Stelle verzichte ich auf Details. Am Abend zuvor legen wir fest, dass wir morgen in der Früh sofort los fahren und erst später Frühstücken. An diesem Morgen wollten wir es ihm zeigen.
Wie gesagt wir sind fix uns fertig, als Thomas und Tipi aufstehen, an uns vorbei gehen und sagen „Wir wollen doch erst mal frühstücken.“
Später sagt Thomas „Aber ich war Erster am Frühstückstisch“ Unglaublich!

Nach dem tollen Frühstück nochmal den Ausblick genießen. Das Team der Mushroomfarm verabschiedet sich von uns indem jeder mal umarmt wird, wir sind gerührt.

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Danach fahren wir nach Livingstonia, benannt nach Dr. David Livingstone der sein Herz in Afrika gelassen hat. Seine Spuren werden wir noch öfters kreuzen. Hier gibt es ein Museum was einige Möbelstücke und Infos hat, aber wirklich sehenswert ist es nicht.

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Ein kleiner Wasserfall wäre noch zu erwähnen,

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Wir werden nun ständig von Kids belagert und nach der gefühlt 38-igsten Beantwortung der Frage „Where you come from?“ innerhalb von 15 Minuten, geht es einem tierisch auf den Keks.

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Die Kids wollen Geld dafür, dass sie mit uns wandern. Wir würden lieber alleine wandern, aber das ist kaum möglich. Wir verteilen Bonbons und etwas Geld, da meint einer es wäre nicht genug. Malawi ist ein sehr armes Land, aber das finde ich doch eine Frechheit. Warum müssen wir rumlaufende Kinder bezahlen und fördern damit, dass diese Kinder nicht zur Schule gehen? Die Mentalität, dass Touristen für jeden Dienst zahlen, sobald mal jemand die Hand reicht, um über etwas drüber zu steigen oder Ähnliches, finde ich seltsam. Dass wir bei jedem Einkauf das Doppelte oder Dreifache gegenüber den Einheimischen bezahlen, daran haben wir uns gewöhnt. Aber manchmal geht uns das echt zu weit.
Wir lernen am Abend Samantha kennen, eine halb Britin halb Malawi, die mit ihren Mann Matthias, ein Österreicher, hier lebt und Ähnliches berichtet. Ihre Nachbarn bedienen sich regelmäßig aus ihren Gemüsegarten und als es ihr reichte, hat sie sich auch aus deren Garten bedient. Das fanden die Einheimischen unerhört. In dieser Welt hier ist es so, dass Ausländer das wohl hinzunehmen haben.

Die Straße den Berg wieder runter ist nicht so spannend wie der Weg hoch.

15.10.17 bis 17.10.17 Hakuna Matata Camp, nördlich am Malawi See

Wir kommen an und suchen uns gleich den schönsten Platz direkt am Strand mit Blick auf den See.
Das hier noch keiner steht, was für ein Glück!

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Von wegen, es dauert genau 2 Minuten bis Thomas bis zur Stoßstange im Sand versinkt. Da ich gleich hinter ihm bin muss ich ein Bogen um ihn fahren, trotz 4WD und Diff-Lock wird Barbie immer langsamer. Wir sind zu schwer und haben zu viel Luft in den Reifen. Verdammt! Das sah gar nicht so schlimm aus, aber beim Fahren merke ich das Barbie sich immer tiefer in den Sand gräbt, bis sie ganz zum Stillstand kommt. Um nicht die Kupplung zu ruinieren bleib ich stehen.

Wir beschließen Thomas Auto zuerst auszugraben, es ist 12 Uhr und die Sonne brennt. Wir heben mit dem Wagenheber sein Auto hinten hoch und schaufeln Sand darunter. Auf einmal stehen zwei Männer mit Brettern neben uns. Matthias und Barry - ein Österreicher
und ein Ire.

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Spontan beschließen die Zwei uns zu helfen. Da kommt der Campbesitzer Willie, schaut sich die Lage an und sagt, kein Problem ich zieh euch raus. Noch keine zehn Minuten später sitzen wir alle im Schatten und stoßen mit einem kalten Bier auf die erfolgreiche Bergung an.

Dennoch gibt mir die Sache zu denken, es liegen noch viele schlechte Straßen und Sandpisten vor uns. Der 4WD von Thomas scheint nicht richtig zu funktionieren, da er sich nur hinten eingräbt und von Barbie hätte ich mehr erwartet. Drei Bier später bauen wir unsere Dachzelte auf.

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Wir sitzen noch bis in die Nacht zusammen und haben richtig Spaß!

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Da Matthias hier schon länger mit Samantha lebt, hören wir so einige Geschichten, die für uns einfach unglaublich klingen. Wir würden auch gerne morgen mit denen etwas Zeit verbringen, aber wir haben kein Strom und fürchten wieder um unsere Einkäufe.
Abends erfahren wir wie alltäglich diese Stromausfälle hier sind. Die Hauptstadt ist davon auch nicht ausgenommen. Letztes Jahr gab es häufig kein Wasser und das Problem mit dem Strom war so schlimm, dass Einwohner die ins Krankenhaus wollten, Benzin für den Generator mitbringen mussten. Im selben Jahr hat der Präsident wohl 124 Millionen Dollar ausgegeben, damit er bei der UN-Vollversammlung nicht so als armen Specht da stand.

Eine besondere Geschichten fand ich aber, dass es im Süden um Zumba Vampire gibt. Oder sagen wir mal so, durch den Boom der Teenievampirlover glauben einige Einheimische, dass diese wirklich unter uns leben. Wäre ja nicht so tragisch, aber wenn sie mal einen angeblichen Vampir erwischen, wird diese Person kurzerhand am Baum gehängt. (Obwohl ja jeder wissen sollte Holzpflock mit Knoblauch hilft) Das Ganze hat überhand genommen, so dass der ungeliebte Nachbar wohl auch mal als Vampir deklariert wird und ohne Prozess kurz darauf am Baum hängt. Ein hoher Minister ist dann hingefahren, um die Leute aufzuklären, musste aber den Deppen weichen. Er konnte die Leute nicht überzeugen, dass dies Schwachsinn ist. Jetzt gibt es eine Belohnung ca. 20.000 USD für den, der den ersten Vampir bringt. Robert Pattinson (Schauspieler Vampirteeniefilm) sollte sich hier nicht sehen lassen.

Abends kommt der Strom wieder und hält sogar komplett den nächsten Tag.

17.10.17 bis 18.10.17 Beach Chamber Karonga
Die Belagerung!
Heute brauchen wir wieder einen Platz mit Strom und Internet. Das erste mal Campen ohne Zaun, neben einem Fischmarkt grenzt unsere Übernachtung an ein kleines Dörfchen.

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Wir sind ständig von Kinder umringt, die unsere Autos mit dem Finger berühren oder einfach da liegen und uns beobachten

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Wenn wir mit einem Raumschiff gekommen wären, hätten sie nicht anders geschaut.
Internet gibt’s keins, dafür aber wieder Stromausfall!

Am nächsten Morgen sitzen wir am Auto und frühstücken. Eine kleine Gruppe von Menschen versammeln sich in einem Abstand von ca. 20 Meter vor unserem Auto und schauen zu uns rüber.

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Mein erster Verdacht ist, die Eingeborenen haben spontan eine Tour ins Leben gerufen, die im Morgengrauen zur Fütterung der Außerirdischen führt. Plötzlich stechen zwei Frauen heraus, die sich streiten. Ich vermute es geht um die erste Reihe.

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Der Streit wird immer heftiger, da sehe ich ein Kerl mit Kamera und ein anderer hat ein Heft unterm Arm. Sie drehen wohl einen Film. Nach Beendigung der Dreharbeiten verschwinden einfach alle. Mit dieser Ignoranz hatten wir nicht gerechnet. ;-P

Wir packen ein und rauschen ab, ca. noch eine Stunde bis zur Grenze zu Tansania.

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Eingestellt von Alina-Frank 08:38 Archiviert in Malawi Kommentare (0)

Grenzübergänge und Strassenkontrollen

das Portemonnaie

sunny 30 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Liebe Leser, wir würden uns wahnsinnig freuen wenn mehr Leute den Blog kommentieren würden, wir fragen uns natürlich auch was ihr so treibt.
An dieser Stelle vielen Dank an Silke P. und Scholdi, die schon sehr fleißig waren.

Wir wollen zum Kilimandscharo und zur Gnu-Wanderung in der Serengeti, der Weg dahin ist noch weit. Der Grenzübergang nach Tansania sprengt alle Rekorde, 3,5 Stunden rennen Thomas und Alina zur heißen Mittagszeit von einem zum anderen. Wir haben das Gefühl wir sind die ersten Menschen überhaupt hier. Tipi und ich sitzen im Auto und waaaarten.

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Während Frank und Tipi im Schatten bei kühlen Getränke auf uns warten, kämpfen wir (Thomas und Alina) hier mit den Behördenkram. Dabei sind die Behörden gar nicht mal so unorganisiert oder extrem langsam, aber seltsame Wünsche haben sie. Das Visum muss man mit USD zahlen, die Versicherung fürs Auto aber nicht, die kann man nur in Landeswährung zahlen, aber bei der Bank, nicht am Schalter. Jedes Dokument bekommt 3 Stempel, ob bei der Bank oder woanders.

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Die Grenze ist geschafft, jetzt nur noch schnell eine Telefon Karte kaufen und dann ins Camp. Diesmal sitzen Thomas und ich (Frank) im Auto und warten. Nach 2,5 Stunden platzt Thomas der Kragen.

Ich (Alina) und Tipi wollen doch nur eine Telefonkarte kaufen und da ein paar GB Daten draufladen. Das ist nicht einfach, denn die erste Tante macht wohl keine Registrierungen, der zweite Typ kennt sich angeblich aus und tippt stundenlang auf meinem Handy herum. Tipi ist frustriert. Kein Wunder wir stehen an der staubigen Straße, es kommt zwischendurch ein Wind zu uns, ohne Kühlung, dafür aber mit heißer Staubwolke. Das Problem ist, die Karten müssen registriert werden, der Typ fotografiert unsere Pässe, unsere Gesichter, um dann zu sagen: „Sorry, bei dem Heimanbieter geht die Registrierung nicht durch“. Also versuchen wir Vodafone, den anderen Anbieter. Wieder werden wir und die Pässe fotografiert. Einem anderen Kunden gefällt das so gut, dass er auch ein Foto mit uns will. Tipi ist kurz vor dem Platzen und ich sage, hinten stehen unsere Männer, die musst du erst Mal fragen. Unzufrieden dampft der ab. Ist unser Telefonverkäufer endlich konzentriert, kommt eine Kunde und kauft ihm eine Zeitung ab, d.h. er bedient die alle auch noch zwischendurch. Ich hab in der Zeit Bananen gekauft, war auf dem Klo, habe Thomas und Frank zu einem Schattenplatz dirigiert, hab kalte Getränke geholt und streichle Tipi um zu vermeiden, dass sie gleich den Typ zu Sau macht. Als ich wieder kalte Getränke hole kommt Thomas dazu und eskaliert Richtung Verkäufer, was mengst du da rum? Also du schaffst es in 15 min. oder es gibt kein Geld. Ich hab schon meine 10 GB bezahlt, aber der Typ ist so beeindruckt von Thomas Eskalationskünsten, er packt alles zusammen und sagt wir müssen allezum Vodafon Shop. Der ist Quasi um die Ecke 5 Gebäude weiter. Aaahhh! Der Typ dort tippt 5 Minuten auf jedem Handy herum und schafft es. Wir könnten zu viert den ersten Typ erwürgen. Ich kleb ihm eine Schild auf den Rücken: Ich bin ein Vampir - leider kennt die Story hier noch keiner.

18.10.17 bis 19.10.17 Bongo Camp

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Wieder nur eine Übernachtung, aber hier gibt es unerwartet Strom und Internet Empfang.
Der Platz ist sehr gepflegt, mitten im grünen Dschungelgarten auf fast 1800m Höhe, aber am besten sind die Duschen.
Mit einem eiskalten Eimer Wasser aus dem Brunnen und einer Schöpfkelle bewaffnet geht’s los, nach diesem schweißtreibenden Tag im Auto, genau das Richtige. Die ersten zwei Kellen kosten noch Überwindung, dann macht es richtig Spaß. So hatte ich mir Afrika auch vorgestellt.

Die Fahrt zum nächsten Ziel ist traumhaft, wir erreichen 2200m Höhe, alles ist grün, Bananenbäume, Teeplantagen. Ach ist Tansania schön.

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Malawi war staubig und trocken, doch nach 800m Abstieg wird auch Tansania staubig und genauso trocken. Wir kommen aber langsam in die Regenzeit und hier und da gibt es die ersten Tropfen.

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Nach dem Regen gibts tolle Bilder.

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Die Einkaufssituation ist hier leider nicht besser, obwohl Tansania nicht so arm wie Malawi ist, gibt es hier nur kleine Tante Emma Lädchen zum Einkaufen. Wir finden jedoch einen Getränkegroßmarkt, den wir fast leer räumen.

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Ein deutlicher Unterschied zu Malawi gibt es schon, der Verkehr in dieser tansanischen Großstadt ist irre, wir stehen zum ersten Mal im Stau. Auch außerhalb der Stadt wird es nicht besser. Einen LKW nach dem anderen müssen wir überholen. Dabei gilt es immer die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten, denn die Polizei hier ist notorisch streng, in Malawi hatten wir das Gefühl dass die sich für uns nicht interessieren.

Schon kurz hinter Mbeya ist Schluss mit lustig. Die T1, die Hauptverbindung West-Ost in Tansania wird erneuert. Wir sind einige Wochen zu früh dran und fahren nun 200km durch eine Baustelle neben der schönen neuen Straße her. Hinter einer endlosen Karawane staubender LKWs, auf einer Piste die den Namen Straße wirklich nicht verdient hat, eher eine Ansammlung von Schlaglöchern und Speed-Bumps auf Sand und Schotter.

Damit man zwischendurch nicht Amok läuft kommt immer wieder ein kurzes Stück frischer Teer. Leider gibt es hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder 30 Km/h und alle paar Kilometer steht einer mit Radarpistole. Die spinnen doch!

Heute sind wir dran mit vorausfahren. Da wir uns strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten als Einzige, überholen uns alle inklusive Tipi und Thomas. 20km vor dem Tagesziel werden die 2 vom Polizisten gestoppt. Ihre Erzählungen:
Wir sind 65 gefahren bei erlaubten 50 behauptet der Polizist. OK, kann sein. Und nun? Wir müssen morgen früh zum Gericht, sagt er uns. Aha, na gut , wenn es denn sein muss. Zwischendurch behauptet er wir wären 78 gefahren. Da widerspricht Tipi energisch und er sieht seinen Irrtum ein. Nun bietet er eine andere Option an, eine die ohne Gerichtstermin funktioniert. Ich war darüber irgendwie nicht wirklich überrascht. Für 50US$, zahlbar an Ort und Stelle wäre die Sache ereledigt. Nun kommt der Auftritt unseres Polizeigeldbeutels, etwas das man in Tansania immer parat haben sollte. Ich zeige ihm den Geldbeutel mit ca. 30.000 Shilling (12 Euro) und beteuere treuherzig, dass das alles ist was wir haben. Er geht kurz telefonieren, kommt zurück und meint nun die Strafe beträgt 30.000 Shilling. Na was ein Zufall!, genau so viel haben wir doch.
Ich steige aus und fülle ein Protokoll aus - wir bekommen tatsächlich eine Quittung. Darauf besteht Raser-Tipi, der Verkehrs-Rowdie. Die Sonne geht langsam unter, ich bin froh, dass es endlich weiter gehen kann. Stolz auf unser Souvenir. Darauf ist sogar Tipi's Alter vermerkt. Der Polizist meinte noch sie sieht aber viel jünger aus als 40.

Übringens so eine Portemonnaie extra für die Herren der Polizei haben wir auch, den Tipp haben wir von Colin bekommen.

19.10.17 bis 22.10.17 Kisolanza Farm
Jeder hat so sein eigenes Ding auf der Reise entwickelt. Frank z.B räumt alle 2-3 Tage das Auto um, Tipi kocht mehr als meine Oma und mit gleicher Liebe, Thomas gibt den Tom an und macht die Reiseplanung und ich hab das Feuerholzsammeln als Meditation entdeckt, das ist jetzt mein Ding geworden. Die anderen machen sich über mich lustig, aber am Lagerfeuer kommen sie all wieder daher.

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Ein schattiges Plätzchen im Wald ist unser Campinglatz, ein schönes Lagerfeuer, schöne Toiletten und eine nette Strohhütte direkt an unserer Campsite. Internet gibt’s wenn Strom da ist. Der Strom ist hier auch ein Problem, aber nicht ganz so übel wie in Malawi.

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22.10.17 bis 23.10.17 Chogela Campsite und Ruaha Park

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Endlich wieder Tiere, wir besuchen den günstigsten Park Tansanias den Ruaha. Wir wurden schon gewarnt hier gibt es die Tse Tse Fliege. Am Eingang halten Thomas und Tipi vor uns am Schlagbaum. Hinter uns weit und breit kein Auto. Wir werden trotzdem aufgefordert, ca. 100 m weiter zu parken und die Formulare auszufüllen. Dass die Autos da stehen bleiben und einer ausfüllt geht gar nicht. Tom und Tipi machen das zähneknirschend und werden beiden von der Tse Tse gestochen. Tipi killt mindestens 2 Stück mit ihren Stromtennisschläger. Ich schaffe es wedelnd das blöde Formular auszufüllen ohne gestochen zu werden. Ich steige ins Auto, da schlägt mir Frank aufs Bein. ich hab eine Tse Tse mit ins Auto geschleppt. Das fiese an den Dingern, auch nach einem harten Schlag ist die Tse tse bewusstlos, aber nicht tot, sie steht einfach wieder auf. Da Frank das weiß, geht er sicher, die Fliege sticht keinen mehr.

Kaum am Schlagbaum vorbei, ein Tümpel mit Crocs und Hippos und seltsame Felsen. Als ich näher gucke, sehe ich die Felsen sind aufgedunsene tote Hippos, die Crocs freut es. Auf der anderen Seite sehen wir noch mehr tote Hippos, ein Gestank zieht zu uns.

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Ich steige sofort ins Auto, das will ich nicht sehen. Am liebsten würde ich sofort umdrehen, Frank hat auch kein Bock mehr. Zunächst wissen wir nicht was hier passiert ist. Später erfahren wir durch Internetrecherche, dass hier Milzbrand (Anthrax) ausgebrochen ist. Schon 50 Hippos sind im Ruaha Park verendet in den letzten 4 Wochen. Erstaunlich, dass der Park für Besucherverkehr nicht gesperrt wurde.

Die Zahlstation ist 30km weiter im Park. Wohl damit keiner am Tor umdreht, wenn er die Preise sieht. Knapp 240 US$ alles zusammen für uns 4 und die beiden Autos. Eine weitere seltsame Bedingung, wir müssen mit Kreditkarte zahlen. Wir zahlen zusammen da die Dame um das Auto vor uns abzufertigen fast 45 Minuten braucht. Was macht die wenn 5 Autos anstehen? Der letzte hat schon fast den halben Tag an der Zahlstation verbracht? Es werden Ausweise angesehen, PassNr eingetragen, haben wir was verpasst, ist das hier ein neues Land in Afrika und wir benötigen eine Visum? Tansania ist unverschämt hoch mit seinen Parkeintrittspreisen, der Ruaha ist dabei noch der günstigste Park. Was soll's, wir bezahlen und machen uns auf zu unserem ersten Game Drive in Tansania. Vorteil hier, stehen bleiben kann man wo man will, aussteigen und Fotos machen jederzeit und überall - das wird in den bekannten Parks später anders sein.

Schon an der Zahlstation sehen wir Impalas, Giraffen und ein Elefanten im Hintergrund. Nach einigen Metern fällt mir auf ich hab den Wisch den ich bei der Ausfahrt abgeben muss an der Zahlstation vergessen, also erneut zurück. Da begegnet uns ein Elefant ganz nah.

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Kaum sind wir da, kommt eine Herde daher.

Die Landschaft hier ist unglaublich schön, die Wolken bringen uns oft einen kühleren Schatten.

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Mittags gibt es Tiere zu sehen die sich alle eine Schattenplätzchen suchen.

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Baobab Bäume überall

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und hier seht ihr Frank daneben als Größenvergleich

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Wir müssen ein Flussbett durchqueren, diese zweite Sandpartie klappt besser als am Campingplatz bei Wilie. Mindestens 500 Meter weicher Sand. Obwohl Alina und ich bedenken habe fährt Tipi und Tom einfach durch. Ok. diesmal hohle ich mehr Anlauf und siehe da, kein Problem. Wir kommen auch super durch. Doch dann passiert es wieder, ein schmales Flussbett, Tipi und Tom wieder vorne weg.
Schon im ersten Drittel gräbt sich deren Pajero an den Hinterrädern ein und kommt zum Stehen.
Mist, der Park ist nicht so gut besucht, da er ziemlich abseits liegt, so groß ist wie Bayern und nach einigen Stunden haben wir nur ein weiteres Auto gesehen. Die Schaufel kommt wieder zum Einsatz, Thomas gibt alles.

In der Zeit lasse ich die Luft aus meine Reifen, 1,5 Bar das müsste reichen. Wir haben vor dem Park frisch getankt, unser Gewichts Problem hat sich nicht verbessert Aber da können wir jetzt auch nichts mehr dran ändern. Anlauf kann ich auch kein nehmen, da das Ufer steinig und steil ist.
OK, Allrad und Diff Lock ist drin, los geht’s. Die Drehzahl geht auf Viertausend Umdrehungen, ich bleibe im ersten Gang und will kein Risiko eingehen.

Barbie gräbt sich durch den Sand alls wäre nix, ich hatte keine Sekunde Bedenken das wir stecken bleiben. So muss das sein!

Nu wieder Luft rein und weiter geht’s.

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23.10.17 bis 25.10.17 Isimila Farm
ein nettes Camp von einer Deutschen und einem Tansanier geführt. Das Camp gefällt uns sehr gut, es gibt auch Plätze mit Couch fürs Faulenzen zwischendurch.

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Sie haben 3 Kinder, die jüngste Tochter wird kurzerhand Franks neuer Freundin. Sie ist sehr lebhaft und unterhält uns den ganzen Abend.

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Weiter gehts Richtung Norden. Irgend wann musste es ja passieren, die Polizei die hier ganz in weiß Auftritt steht plötzlich vor unserem Auto und winkt. Er erinnert mich irgendwie an den Kapitän vom Traumschiff, wir halten an. Natürlich zu schnell gefahren, aber schon vor einer halben Stunde. Seine Behauptungen schwanken zwischen 65 und 76 Km/h bei 50, wir wissen alle dass das nicht stimmt, aber die Strafe beträgt 30,000 Shilling (12 EUR) Wir versuchen auch den Trick den Thomas und Tipi gemacht haben. Alina holt ihr spezial Portemonnaie raus und erklärt das wir nur 20,000 Shilling haben.

Die Diskussion geht los, der Polizist sagt wir sollen uns was von unseren Nachbarn Geld leihen, wir stellen uns doof. Der Typ lässt nicht locker das wir kein Geld mehr haben interessiert ihn nicht. 30.000 oder wir müssen zum Gericht. Jetzt kommen auch Tipi und Tom an und der Polizist sagt da ist doch euer Nachbar, leiht euch das Geld. Alina erklärt den beiden angekommenen unsere Lage. Die sind empört und könnten schwören dass wir immer die Geschwindigkeit eingehalten haben. Alina lässt sich die Beweisbilder zeigen, wir sehen unsere beiden Autos fast an einander kleben und mit orangenfarbener Schrift steht da 76. Jetzt sagt uns der Polizist nur unser Auto fuhr 76, unsere Nachbarn, fuhren 50. Ach echt? Auf dem Foto sieht man auch ein 50er Schild, hab ich beim Ausrollen vielleicht doch etwas mehr als 50 km/h gehabt, aber direkt 76, glaub ich nicht. Aber das Auto der Andereren klebt fast an unserem, so ungefähr.

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Das ist doch ein Witz.
Alina sagt, nee zahl ich nicht und erklärt dem Polizisten erneut dass wir nur 20.000 Schilling haben.
Was der blöde Polizist nicht weiß, ist das Alina kurz vorher noch am Geldautomat war.
Jetzt will der Kerl mein Führerschein sehen.
Was ich nicht weiß ist, dass Alina das ganze Geld das sie vor einer Stunde abgehoben hat, lose ins Portemonnaie gelegt hat. Als ich den Führerschein raus holen will, fallen ca. 500,000 Schilling zwischen mir und dem Polizisten auf den Boden und verteilen sich auf der Straße.
Mein erst Gedanken war zu sagen, das gehört mir nicht!
Alle fangen an zu lachen und rennen dem Geld hinter her, ich habe keine Ahnung ob wir alles wieder bekommen haben.
Alina sagt ganz ernst „Ah, wir haben noch was Geld gefunden“ Thomas und Tippi gucken auf den Autoboden und versuchen nicht zu laut zu lachen.
Wir zahlen tatsächlich nur die 30,000 Schilling und wir bekommen eine Quittung.
Fazit: eine gute Idee mit dem Portemonnaie, aber an der Nummer müssen wir noch feilen.

Kaum im Auto angekommen fangen Alina und ich an zu lachen.
Später erfahren wir, dass diese Whatsapp Bilder der Polizei gar nicht erlaubt sind, und wenn man schon ein Strafzettel hat, darf man den ganzen Tag danach rasen, einen zweiten darf man nicht mehr bekommen.

Danach gibts ein schöner See zusehen.

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25.10.17 bis 26.10.17 Amarula Camp
Hier gibt’s quasi nix, kein Wasser kein Strom nur ein Stellplatz und natürlich einer der Geld haben möchte für die Übernachtung. 10 Dollar pro Person.

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Eingestellt von Alina-Frank 10:51 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

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