Reise blog von Travellerspoint

November 2017

Die Serengeti darf nicht sterben

Ngorongoro Krater in Tansania


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30.10.17 bis 03.11.17 Die Flamingo Lodge

Die Flamingo Lodge liegt in Karatu, eine kleine Stadt 120km weg von unserem letzten Punkt.
Die Campsite ist perfekt, eine gepflegte Anlage mit Camp-Küche, heißen Duschen, und nahe zu kein Stromausfall.

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01.11.17 Ngorongoro Krater 
Der Ngorongoro ist ein Einbruchkrater am Rand der Serengeti in Tansania, ein National Park im Serengeti National Park.
So lässt sich Geld verdienen !
Wenn wir mit dem eigenen Auto rein wollen, müssten wir einen Guide (Aufpasser) mitnehmen, das ist uns zu teuer. Nicht nur die Gebühren für die zwei Autos, sondern auch der Eintritt für den Aufpasser müssten wir tragen und das ganze auch zwei Mal, weil wir nicht alle in ein Auto passen.
Am Kraterrand zu übernachten ist was für die Wohlhabenderen, ein Zimmer kostet ca. 500 USD pro Person. Dass nicht zu Viele hier herkommen wir durch den Preis reguliert. Wir beschließen eine Tour zu buchen, das kostet 200 US Dollar pro Person. Der Nachteil ist, dass eine normale Familie mit 2 Kids sich so eine Tour kaum leisten wird, 800€ pro Tag, und da ist Anreise und Hotel nicht mitgerechnet.

Wir können uns auch nur den einen Tag leisten. Unser Fahrer heißt Leon und das Auto ist ein alter Toyota Land Cruiser.

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Von unserer Campsite ist der Krater nur 15 km entfernt, wir brauchen trotzdem eine halbe Stunde. Der riesige Krater entstand, als die Kraterkanten des Vulkanberg vor vielen tausend Jahren in sich zusammenbrachen. Es entstand eine Fläche von 26.000 Hektar mit einem Durchmesser von 17 und 21 Kilometer. Der Kraterboden liegt auf einer Höhe von ca. 1100 Meter und die Kraterkanten sind zwischen 400 und 600 Meter hoch.
Die Zähflüssige Lava sorgte dafür, dass die Kuppen rund und Flach wurden. Nach Erstarren der Kanten sank die weiche Lava unter ihr ins Erdinnere zurück und füllte sich mit Wasser. Das Wasser wich nach und nach, was heute noch davon übrig ist nennt sich Lake Magadi und sorgt als
Paradies im Herzen des Kraters für ein Land im Überfluss. Mit dem Wasserreichtum und der Abgeschiedenheit leben hier 25000 Tiere, darunter Elefanten, Gazellen, Antilopen, Paviane, Meerkatzen, Löwen, Schakale, Zebras, Gnus, Nashörner und ca. 300 Hippos.
Am Rande des Kraters liegt die Grabstätte des bekannten Forscher Prof. Berhard Grzimek. Durch seine Liebe und der Verbundenheit zu diesem Land wurde nach seinem Tot 1987 die Urne neben seinem Sohn, der hier bei Forschungsarbeiten 1959 mit einem Flugzeug abstürzte, beigesetzt.

Oben gibt es ein schönen Aussichtspunkt.

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Schon von hier oben kann man eine Tierherde sehen

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Die ersten Tiere

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Wir kommen einigen Tieren so nahe und sie scheinen gewohnt zu sein, dass Tourautos nebenan anhalten und sie angucken.

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Die Landschaft sieht oft unecht aus.

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Was für ein Tag, ein letzer Blick zurück.

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Tags drauf wieder nur Dauerregen, man hatten wir ein Glück gestern.

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Der richtige Tag zum Arbeiten und Wäschewaschen und unserer Blog ist jetzt mal aktuell.

Morgen geht's weiter zum Lake Natron und dann nach Loliondo, bevor wir die Serengeti von Osten nach Westen durchqueren um zum
Victoria See zu kommen.
Die Gnus sollten uns in der Serengeti von Norden her treffen, wenn man sich auf die Viecher verlassen kann ;-) .

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Eingestellt von Alina-Frank 12:55 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

Die Flamingos

Die Webseite der tansanischen Behörden, Gebühren am Ende der Welt

semi-overcast 25 °C
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Wir fahren wieder sehr früh los,

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unser Tagesziel ist der Lake Natron, Heim von vielen Flamingos und ein netter Zwischenstopp zum Serengeti Nationalpark. Der Ngorongoro ist auch Teil der Serengeti, und wir könnten auch durch den Ngorongoro nördlich zur Gnu Wanderung fahren. Problem ist dass wir erneut den Eintritt für den Ngorongoro zahlen müssten, auch wenn wir nur durchfahren + Eintritt Serengeti. Dazu kommt, dass wir dies an einem Tag nicht schaffen können und wir müssten im Park übernachten. Nur ein finanzielles Problem, es kämen 1200€ pro Paar für 2 Tage auf uns zu. Wir fahren also weiter nördlicher ein und versuchen an einem Tag die Serengeti zu durchqueren.
Natürlich kostet der Lake Natron auch was, aber da gibt’s auch was zu sehen und es ist durchaus nicht so teuer wie die Serengeti. Die Camps sind sehr "basic" so richtig Freude kommt daher nicht auf. Immer mehr vermissen wir die Zivilisation und immer mehr träumen wir von dem deutschen Metzger und Bäcker in Namibia.

Die Fahrt dahin ist für uns auch mühseliger als sonst, unsere Klimaanlage hat den Geist aufgegeben, sie müsste mal nachgefüllt werden. Die nächsten 6-8 Tage kommen wir an keiner großen Stadt vorbei, um dies zu erledigen, d.h. keine Klima.
Dann der zweite Faktor: die Ansammlung von Schlaglöchern und Kieß, was die hier als Straße bezeichnen. Immer wieder meine Frage: "Warum gibt es keine Luftkissenautos? Oder immerhin so'n fliegender Delorian, warum hat Steven Spielberg nicht mit seinen Visionen von 2015 Recht gehabt?"
Statt fliegenden Autos haben wir Handys, mit denen wir immer erreichbar sind, wenn wir denn mal Netz und Strom hätten.
Irgendwas ist echt schief gelaufen hier, Grüße an meine Back to the Future Gang.

So zurück zur Schlaglöcheransammlung, die Barbie und Frank gut meistert. Ich bin hier nicht einmal mit Barbie gefahren und habe es auch hier nicht vor. Die Landschaft überrascht uns, es ist wie eine Art Steppe, kahl und wunderschön.

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Der Wind zieht durch, wir könnten eigentlich mit offenen Fenstern fahren. Wäre nicht der Sand, der mit dem Wind mitfliegt.

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Die Landschaft wird immer kahler. Wenn jetzt ein Schild kommen würde "Ende der Welt in 30 km", würde ich das glatt glauben.
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Tatsächlich befinden wir uns Mitten im Herzen des afrikanischen Kontinents.
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Mitten im Nirgendwo bleibt Thomas stehen, er gestikuliert uns, etwas stimmt nicht. Es riecht nach verbrannten Öl, Frank findet eine kaputte Achsmanschette und einen verölten Stoßdämpfer. Frank klettert unters Auto, Thomas assistiert mit Klebeband, nervös begutachtet Tipi ihre Haarspitzen und ich halte das ganze fotografisch fest.

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Nach der dritten Sandsturmattacke, verziehe ich mich auch ins Auto und widme mich meinen Haarspitzen, (Hauptsache beschäftigt aussehen). Frank kommt nach getaner Arbeit zurück, sein Haar sieht wüst aus, mir gefällt's. Mal was anderes.

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Thomas kann ich in der nachfolgenden Staubwolke nicht erkennen.

Weiter geht’s, auf einmal sehen wir Zebras, etwas später Giraffen,
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ein Strauß.

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Das sind hier tatsächlich wild lebende Tiere, es ist kein Park, es gibt keine Pfosten, wir haben kein Eintritt bezahlt. Ich bin hin und weg.

Etwas später, endlich das Gate zum Natron Lake.

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Wir zahlen den Gatepass und obwohl es hier um einiges schneller als in Ruaha Park geht, ist Thomas etwas gereizt. Auf einmal sehen wir ihn mit einem der Herren am Schlagbaum diskutieren. Er steigt ins Auto, der andere guckt uns blöd hinterher. Was war los? Hier hält jeder überall die Hand auf. Der Typ sagte, wir müssten eine Gebühr zahlen, aber er nimmt kein Geld an. Er spricht nicht gut englisch und Thomas versteht nix. Es reicht langsam, wir haben doch Eintritt gezahlt.

Wir suchen die Campsite auf. Die erste ist die beste, es gibt zwar kein Strom, kein Netzempfang aber eine fantastische Aussicht.
Die Duschen und Toiletten haben fast westliche Standards, bis auf das kalte Wasser.

Um die Ecke könnte hier die Bar zum Ende der Welt stehen, ist aber nur eine Lodge.
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Was für eine Aussicht!

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Die Campbesitzer kommen daher, ein paar Massai. Sie erklären den See und den Wasserfall kann man nur mit Guide besuchen. Natürlich muss dafür wieder gezahlt werden. Ca 40€ pro Paar. Was sonst! Thomas reicht es.

Wir wissen grad nicht weiter. Wollen wir zum Wasserfall? Wollen wir noch heute hin? Es ist bereits spät. Der Weg zum Wasserfall ist laut Internet nicht ohne und der Guide ist noch nicht da. Wir sind gereizt, geschafft und gerädert.
Die Massai sind total verunsichert und gehen langsam weg.

Ok was soll`s, wir bezahlen, denn wir wollen eh morgen zum See und der Wasserfall ist im Preis enthalten. Wir geben den Camp Massai die 200.000 Schilling und beschließen morgen zum Wasserfall zu wandern. Es ist spät, wir freuen uns aufs duschen, kochen, essen und rumlungern. Keine Stunde später steht der Guide Namens Thomas neben uns. Er spricht ein gutes und verständliches Englisch und ist uns auf Anhieb sympatisch. Der Massai kommt auch mit unserer Quittung. Ich schau darauf und denke sofort die Zahl über den Preis wurde verändert. Der Preis steht weiter oben in Worten ausgeschrieben "one hundert sixty". Über die Zahl 160 steht eine 2. Ich sag: "Nene, das hier stimmt nicht!" Der Massai guckt auf den Boden und stellt sich doof. Ich zeig es den anderen und er stammelt "hmm", das wird er reklamieren, er hat es ja nicht berechnet. Jaja.

Thomas unser Guide sagt los zum Wasserfall. Wir kommen uns blöd vor ihm zu sagen, dass wir gar nicht mehr hinwollen und packen ein. Wir wissen man kann dort schwimmen und wir müssen hüfttief durch Wasser wandern.

Der Weg geht über Stock und Stein.

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Als Belohnung für die schwierige Wanderung dorthin, bekommen wir einen herrlichen Wasserfall zu sehen. Tipi und ich schwimmen hin, die Männer fotografieren.

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Kaum zurück fängt uns die Verkäuferbande ab, wir kaufen uns quasi frei.

Eine der Verkäuferinnen finde ich besonders hübsch und darf sie fotografieren

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Dabei sehen wir einen fantastischen Sonnenuntergang.

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Ach ist das herrlich, hier am Ende der Welt in Ruhe zu campen. Kaum zu Ende gedacht, kommt eine italienische Motorradgang und besetzt unser Camp, es werden ca. 15 Zelte aufgebaut. Respekt hier mit dem Motorrad durchzufahren. Die Straßenqualität ist nicht die feinste, der Staub, die Anstrengung, den Italienern macht es nichts aus. Ein junges deutsches Paar übernachtet auch noch hier, die haben eine Tour gebucht und kommen grad aus der Serengeti.

Am nächsten Tag frühstücken wir mit Thomas, unserem Guide und es geht zum Flamingo See.

Auf den Weg dorthin sehen wir wieder Zebras, Giraffen und ein paar verstreute Gnus. Leider auch viele tote Tiere, überwiegend Zebras, mit unterschiedlichsten Verwesungszustand. Hier bleiben sie liegen, bis sie wirklich komplett zu Staub zerfallen.

Als Thomas und Tipi in Schottland gestartet sind, haben sie von uns Reisegeschenke bekommen. Jeder hat ein praktisches, ein lustiges und ein unnützes Reiseutensil bekommen. Tipi hat ein Flamingo als unnützes Geschenk bekommen, den hat sie Puli genannt hat. Der stellt sich als sehr nützlich raus, er ist dabei auf vielen Bildern und jetzt kommt der mit zum See.

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Ob Touristen oder Einheimische, der Vogel wird von allen bewundert.

Die Flamingos sind direkt am See,

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wir kommen bis auf ein paar Meter an sie ran.

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Es gibt auch einen großen Schwarm Pelikane.

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Wir machen viele Fotos, ich finde es schade, dass wir nicht gestern im Sonnenuntergang fotografiert haben.

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Auch die Sonne kam kurz mal raus.

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Natürlich stehen auch hier die Verkäufer bereit an unseren Autos.
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Wir müssen weiter. Die Fahrt wird lang und die Straße soll etwas besser sein, aber wir verlassen uns nicht darauf. Tom und Tipi werden von 2 Armeetypen angehalten. Wir bleiben dahinter stehen, es wird diskutiert. Zu schnell gefahren kann nicht sein. Da die Diskussion länger anhält, steige ich aus, um zu sehen, was das Problem ist.
Als ich ankomme ist die Diskussion im vollen Gange. Wir haben am See übernachtet, ohne die Conservation Fee zu zahlen.
Um den See (der weder als Naturschutzgebiet noch sonstig deklariert ist) zu besuchen, muss man am Gate so eine Art Eintritt zahlen. Dieser geht ans Land, das Geld für die Tour und Campsite geht an die Massai. Der Staat hat sich sich eine Conservation Fee ausgedacht, damit er auch was davon hat. Die muss man aber nicht zahlen wenn man durchfährt, nur wenn man übernachtet.
Insgesamt haben wir zu viert 360 USD bezahlt und haben dafür keine schickes Zimmer sondern in unseren eigenen Campern übernachtet. Immerhin gab es fließendes kaltes Wasser. In der Serengeti gibt es Camps ohne Wasser, die noch teurer sind.

Wir diskutieren mit den Herren rum. Das Problem ist, die Gebühr darf man nicht an Ort und Stelle zahlen, sondern muss diese vorher von der Conservation Webseite zahlen. Wie hätten wir von dieser Gebühr erfahren sollen? Die Antwort: "Wenn ihr eine Tour macht dann wissen es die Tourguides."

Der Fall, dass hier private Overlander durchfahren ist wohl noch nie vorgekommen. Wir sind die ersten unserer Art.
Das ist das Ergebnis der neuen Regierung und dem Kampf gegen die Korruption.
Keiner traut sich mehr Geld anzunehmen und bei Angelegenheiten, die nicht eindeutlich geregelt sind, steht alles still.

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Weitere Antwort ihr hätte euch die Conservation Website ansehen sollen? Wieso, wir wollten schließlich nicht die Conservation Behörde besuchen sondern den See. So sieht dieser Permit aus

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Wäre es so schlimm, wenn der See eine eigene Infowebseite mit allen Infos hätte? Wir fahren zum nächsten Dorf mitsamt Armeetyp. Da wird seine Chefin angerufen, die dann erlaubt, dass wir das Geld dem Manager der Campsite geben. Der Armeetyp darf es nicht annehmen. Wir sind alle genervt. Thomas stellt sich quer und holt sein Polizeigeldbeutel raus, mehr Geld hat er nicht. Ach je, wir tun etwas mehr in unseren rein und tun so als hätten wir auch nicht mehr. Wieder Palaver, der Armeetyp telefoniert wieder mit Chefin, Thomas telefoniert mit Chefin, die lassen nicht locker. Deren Plan, einer fährt los und holt Geld, die anderen bleiben als Pfand da. So haben wir uns das nicht gedacht.
Auf einmal findet Tipi genau 100 USD, was für ein Glück, der Betrag der uns fehlt ;-).

Wir fahren noch ca. 2 Stunden weiter in Richtung Serengeti

und übernachten im Waso Camp.

Wir fragen nach einem Mechaniker, ein Einheimischer kommt uns hilfeeilend und ruft einen an. Der kommt nach 3 Minuten. Der Einheimische lobt den Mechaniker immer wieder: "Seht ihr wie toll, der kommt nach 3 Minuten". Wir unterhalten uns über diese Tatsache fast 15 min, also 3x länger als der Anfahrtsweg des Mechanikers.

Es ist stockfinster. Der Mechaniker schaut sich mit Taschenlampe die Lilly an und verspricht in der früh um 8 zu kommen, immerhin am Sonntag.
Die Enheimischen sind von uns begeistert, der Bankmanager vor Ort hat auch ein Landrover, schwärmt aber von unserem. Wir werden eingeladen zum Eimersaufen. Eine große Flasche Zuckerrohr Rum wird mit einer Dose Redbull und einer kleinen Sodaflasche gemischt. Uns schmeckt es nicht, dafür Tom und Tipi umso mehr. Dann wird eine Schweinefleischpampe mit so einer Art grünfarbene Polenta serviert. Ieek, Tipi verteidigt unsere Ehre und isst für alle 4.

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Am nächsten Tag leidet mit Thomas erstaunlicherweise nur am Kopfweh. Beide stehen früh auf, denn der Mechaniker will ja um 8 da sein. Tatsächlich kommt er um 10. Gut dass wir bis 9 geschlafen haben.

Eingestellt von Alina-Frank 10:12 Archiviert in Tanzania Kommentare (0)

Artgerecht


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03.11.17 bis 05.11.17 Das Wasso Camp vor der Serengeti

Noch was zur Wasso Campsite. Der Mechaniker kam gestern um 10 Uhr und wir fuhren mit ihm in seine Werkstatt (eine Bretterbude mit einem Loch). Daneben wusch einer Kleidung in einem aufgeschnittenen Benzintank. Manschetten und Stoßdämpfer konnten sie nicht besorgen, woher auch. Die Ölstände wurden kontrolliert und der Scheibenwischbehälter ausgebaut. Hier wohnte anscheinend ein Tier drin.

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Ich hab was gebastelt, geht auch.

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Als wir im Camp nach Strom gefragt haben, wurde ein Elektriker aus dem Dorf angerufen. 15 Minuten später hackte dieser den Weg auf, verlegte ein Kabel zum Baum und schraubte eine Steckdose ran. So einfach ist das, das nenne ich Service!

Am nächsten Morgen geht es Richtung Serengeti.

Nun sind wir am nördlichsten Punkt unserer Reise angekommen und das ist auch gut so, denn die Regenzeit fängt hier langsam an.
Von Osten nach Westen die Serengeti durchqueren, um die Einzigartigkeit zu erleben das war der Plan. Die Gnu Wanderung sehen und bis zum Victoria See kommen, das ist unser Tagesziel.

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Wir glauben, das sich die Jungs am Eingang mit dem Eintritt verrechnet haben, denn es war viel zu günstig. 377 USD zusammen, wir hatten 640 USD errechnet. Später sehen wir das sie sich bei dem Gewicht der Autos vertan haben, Glück für uns.

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Da sich der rechte Stoßdämpfer bei Tom's Auto schon mit einem Knall verabschiedet hat, fahren wir recht vorsichtig. Unsere Dämpfer sind auch nicht mehr die besten und die Autos haben schon genug gelitten.

Der wichtigste Punkt ist, wir haben nur bis 18.00 Uhr Zeit den Park zu durchqueren und wir erst um 9.00 Uhr am Eingang losgefahren.
Das sind zwar nur 200 Km, aber bei einem Schnitt von max. 25 km/h sind das 8 Stunden ohne Pause.

Die Straßen erweisen sich als grauenhaft, wir fahren im Schnitt 15 km in der Stunde. Alina will öfters anhalten und Fotos machen, dafür sind wir eigentlich auch hier, aber die Zeit wird immer knapper. Als erstes sehen wir ein paar Elefanten.

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Danach Giraffen,

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und nach kurze Zeit die erste Gnuherde!!!

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Wir sehen viele Herden, mal größer mal kleiner auch vereinzelte Tiere.

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Viele laufen einfach vor unseren Autos, mal schnell mal langsam.

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Es ist langsam Mittag, einige Gnu's legen sich in den Schatten.

Kurze Pause auch für uns am Hippopool

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Erst wundern wir uns nur Hippos keine Krokodile?

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Von wegen, die tarnen sich super die Biester siehe oben Mitte.

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Wir diskutieren hin und her, da der Eintritt so günstig war, sollten wir vielleicht 1 Nacht hier Campen? Durchrauschen macht irgendwie kein Sinn. Wir beschließen weiterzufahren da wir einfach nicht wissen wie wir die Nacht noch buchen sollen. Wir haben ein Tagespaß und sollten dann abends rausfahren.

Wir beschließen doch rauszufahren, dann fängt es noch zu regnen an, es dauert aber nicht lange und die Sonne kommt vereinzelt raus.

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Sobald wir das Fenster aufmachen fliegen Tsetse Fliegen ins Auto, wir schaffen sie wieder rauszubefördern. Diese Biester nerven.
Daher sind viele Bilder schnell geknipst oder sogar durch die Scheibe. Hier eine Topi Gazelle leider nur von hinten.

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Die Tsetse's nerven kaum öffnen wir das Fenster, fliegen einige rein. Wir machen mehr Bilder durch die Scheibe, mit geschlossenen Fenstern.

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Einie Hyäne folgt uns belustigt, sieht aus, als sucht sie jemanden zum spielen.

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Nach mehreren Flussbett durchfahrten sehe ich plötzlich das Lilly vorne links runter hängt, ein Platten. Wieder mal erweisen sich die Walkie Talkies als sehr nützlich, Thomas hält sofort an. Es nützt nix wir müssen Reifen wechseln, trotz Tsetse Fliege und natürlich gibt es Löwen im Park.
Nicht lange nachdenken, die Frauen halten das Umfeld im Auge und wir Wechseln den Reifen, Tipi muss natürlich noch ins Busch.

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Thomas schmeißt alle seine Sachen ins Auto und fährt schon langsam vor, ich räume noch mein Werkzeug weg . Trotz Probleme mit dem Wagenheber, brauchen wir gefühlte 5 Minuten bis wir wieder im Auto sitzen. Es erinnert mich ein bisschen an die Zeit bei Zakspeed,
schnell und chaotisch.

Wir fahren auch langsam los. Die Straße zieht sich in eine lange Rechtskurve, als vor uns ein Safari Bus mit Touris steht.

Natürlich halten wir an und fragen durchs Fenster was sie sehen, der Fahrer sagt, seven Leon´s. Er spricht super deutsch und fragt uns so aus wie wir hergekommen sind.

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Ah, Löwen.

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Dann wird das Wetter wieder schlechter.

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Wir schaffen es tatsächlich bis 5.00 Uhr zum Ausgang.

05.11.17 bis 08.11.17 Camp Stop Over

Unser Camp ist nur 2 km entfernt, Tom und Tipi sind erleichtert, wollen nur noch das Zelt aufbauen und den Tag beenden.

Wir setzen uns in die kleine Bar in der Campsite und Essen was, zum Kochen hat heute keiner mehr Lust.
Das Bier ist kalt und das Essen richtig gut, für solche Momente habe ich diese Reise gemacht.

Und Barbie sieht endlich aus, wie ein Land Rover auszusehen hat. Artgerecht!

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Der Tag danach,
hat was von Wunden lecken. Thomas zieht sein Joker und will damit zwei Tage bleiben. Wir machen Feuer und lassen es uns gut gehen.

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Ein kleiner Besucher der sich unter dem Feuerholz versteckt.

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Aber zu klein für eine Suppe ;-) !

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Die Wasseranlage für warmes Wasser zum Duschen gefällt mit.

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Das Wetter ist wieder mal mittelmäßig, aber in Maun sind es 37c, das lässt hoffen.
Allerdings liegen noch 4000 km und Sambia zwischen uns, ich freue mich am meistem auf Botswana.
Unser nächstes Ziel ist erstmal der Taganica See am Katavi Park, 1000 km und keine Campsite.
Wir suchen uns zwei Hotels auf dem Weg aus, das erste heißt Golden Eagle und kostet so viel wie eine Campsite.

08.11.17 bis 10.11.17 Hotel Golden Eagle in Tabora
Thomas erzählt dem Hotel Manager das Problem mit unseren Autos, kein Ding sagt er, ich besorge für morgen früh um 8 ein Mechaniker.
Klar, den kennen wir!
Um halb Zehn tauchen drei Dunkle gestalten auf und wollen die Autos reparieren.
Wir fragen, habt ihr den auch die Ersatzteile?
Sie müssen wieder mal ein Muster ausbauen, aber Tom hat keine Wahl, der Pajero ist auf den schlechten Straßen unfahrbar.
Einer rennt mit dem Stoßdämpfer weg, der andere mit dem Reifen.
Eine Stunde später ist der Reifen geflickt und zwei neue Stoßdämpfer liegen auf dem Hof.
Nicht schlecht, ich lasse einen Stoßdämpfer hinten an meiner Barbie ausbauen.
Thomas sagt, du musst dich fühlen wie ich mich fühlen würde wenn einer mein Hund operiert.
Ein bisschen Mitgefühl tut gut!
Der neue Dämpfer ist nicht härter als der alte. ich glaube das eine stärkere Version als Original bei uns verbaut wurde.
Der Alte kommt wieder rein und Barbie ist entlassen.

Der Tag ist rum, noch 600 Km bis zum Taganyika See. Morgen geht’s weiter.

Eingestellt von Alina-Frank 06:46 Archiviert in Tanzania Kommentare (2)

Bye bye Tansania

ab in den Süden

rain 25 °C
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Den Tanganyka See haben wir aus Wettergründen gestrichen, es soll dort auch voll Tsetse Fliegen wimmeln. Lake Victoria hatten wir kurz besucht und das obligaritorische Bild gemacht.

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Wir sind einfach zu spät dran, die Regenzeit hat bereits angefangen, was sollen wir hier im Regen.

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Weiter nach Mpanda. Den Ort kann man sich gut merken, das M und das Panda. Wir freuen uns auf ein Hotel, der Inder letzte Nacht hat ein guten Eindruck gemacht, das Essen war einfach spitzenmässig. Vielleicht haben wir in Mpanda auch Glück. Auf den Weg werden wir angehalten, der Polizist fragt wo wir herkommen, wo wir hinwollen. Frank sagt schnell wie aus der Pistole geschossen M-PUMA! Der Polizist guckt, das kennt er nicht, da sagt Frank schnell, nee Mpanda! Wir fangen alle an zu lachen und dürfen schnell weiterfahren. Thomas und Tipi verlieren in 3 Etappen ihren Auspuff, die Straßen hier nerven. Eine schöne Eidechse an der Tankstelle muntert uns ein wenig auf.

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In Mpanda angekommen die herbe Enttäuschung das einzige annehmbare Hotel am Ort ist ein Loch. Ich hatte mich so sehr auf eine Dusche gefreut. Hier jedoch will ich nicht duschen. Wir bestellen was zu essen, ein zähes Huhn mit Eier- Pommes Tarte. Igitt! Das traurige hier, es ist ein Hotel wo Einheimische unterkommen und den Quatsch hier essen. Das ist für die Urlaub, für uns ist es abhacken und schnell weg. Nach dem enttäuschenden Essen wollen wir nur noch schlafen.
Da klopft es an die Tür, die Einwanderungsbehörde ist da. Die Obergrenze für deutsche Einwanderer ist wohl überschritten, wenn sich gleich 4 hier aufhalten muss man halt genau hinschauen. Ob wir unser Visaquittung noch haben, was wir hier machen, woher wir kommen, wohin wir wollen, wie wir das Hotel gefunden haben. Zur Sicherheit werden sogar die Pässe fotografiert.

In der Nähe ist der Katavi Nationalpark. Ich hatte wohl auf mein Handy die Meldung dass es dort eine Lodge mit 80€ die Nacht gibt. Ich such es am nächsten Tag verzweifelt raus und finde es nicht mehr. Den Park wollten wir uns ansehen, die Bilder von der Lodge sind traumhaft. Ich such auf der Internetseite aber da kann man keine einzelne Nacht buchen. Endlich finde ich die Seite die mir den Preis pro Nacht gegeben hat, ich merke ich hab mich um eine Null vertan. Die Nacht kostet 800€ (Mindestaufenthalt 3 Nächte).
Das Wetter wird immer schlechter, wir erfahren dass wenn wir nur durch den Park durchfahren wir kein Eintritt zahlen und bei dem Wetter ist das auch der beste Plan.

Ein Tümpel am Anfang des Parks hat eine unglaublich hohe Hippodichte,
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die sehen alle trotzdem ziemlich entspannt und happy aus.

Ein paar Giraffen und Büffel sehen wir noch am Rande des Parks

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Kaum ist das Fenster offen stürmen die Tsetse rein. Frank erschlägt die erste sofort, aber das blöde Vieh steht wieder auf. Das ist typisch für Tsetse, Frank schlägt wieder drauf, sie fliegt wieder, und nochmal, und nochmal. Die Fliege greift ihn jetzt an. Frank schlägt wie wild um sich, sie verkriecht sich in eine Ritze. Wir holen zum ultimativen Schlag aus und Sprühen den Insektenvernichter in die Ritze. Ob sie tot ist, ob sie es überlebt hat?

Kurz darauf kommt die nächste rein, fliegt aber wieder raus, da unsere Klima nicht funktioniert öffnen wir ab und zu die Fenstern. Nach einiger Zeit sind wir aus dem Park, wir haben es geschafft, durch Tansania ohne einen Tsetse Stich abbekommen zu haben, der Wahnsinn.

Die nächste Nacht verbringen wir in einem schöneren Hotel, das Essen ist wiederum grausam. Statt eines Grilltellers bekommen wir alles frittiert und obwohl wir die einzigen Gäste sind, dauert es über 2 Stunden. Wir beschweren uns, wir haben nur die Pommes gegessen, wir wollen nur die Hälfte zahlen. Der Typ an der Rezeption ist total unbeeindruckt, ob wir es ganz zahlen oder gar nicht ist ihm anscheinend wurscht. Abends gehen wir in eine Bar mit Locals.

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Am nächsten Tag geht es weiter, Thomas Auspuff wurde repariert, neue Stoßdämpfer hat er auch.

Thomas bestellt beim Nachtwächter noch eine Autowäsche. Frank möchte keine, er ist stolz darauf dass Barbie, wie eine echte Outdoorlady ausschaut.

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Da hat er die Rechnung ohne den Nachtwächter gemacht, denn der hat Barbie mit einem dreckigen Lappen gewaschen. Der ist froh wenn er sich noch was nebenbei verdienen kann, hier war gut gemeint nicht wirklich gut gemacht. Wir bedanken uns trotzdem und geben natürlich Trinkgeld.

Jetzt haben wir genug von Tansania, ab nach Sambia!

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Eingestellt von Alina-Frank 09:14 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

Sambia

regnet es oder nicht?

all seasons in one day 29 °C
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Der Grenzübergang nach Sambia ist der bisher unbürokratischste.

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Einzig dass die Herren nur USD akzeptieren als Visagebühr finden wir etwas seltsam. Die ersten Kilometer nach der Grenze werden wieder ganz übel. Danach geteerte Straße, wir haben das Gefühl zu schweben.

Wir kommen in eine zauberhafte Lodge unter, das ein britisches älteres Pärchen betreibt.

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Wir nehmen uns ein Zimmer und genießen die Aussicht. Es gibt viele Flughunde hier, denen zuzuschauen wie sie hin und her fliegen ist einfach nur schön.

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Wie sie so zusammenknuddeln, die treudoofen Blicke, wie Hunde mit Flügeln.

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Gerne würden wir hier länger bleiben, aber die Regenzeit drängt. Thomas träumt seit längeren vom South Luangwa Park der südlich von uns liegt. Die Lodgebesitzer meinen, die Straßenverhältnisse sind noch ok, das müsste mit unseren Autos gehen. 2 Landrover wären besser aber ihr schafft es schon.

Wir haben einen Tiefpunkt, wir hetzen, Frank baut jeden Tag das Zelt auf und ab, einkaufen, kochen, spülen und ab ins Bett. Morgens um 6:30 aufstehen und das ganze wieder von vorn. Dazu kommt fahren, arbeiten, den Blog machen, die Bilder sortieren. Wo bleibt der Spaß?
Die nächsten Tage ähnliches Programm, schnell in den South Luangwa, schnell nach Botswana.
Das Gemeine, der Oktober ist hier der beste Reisemonat. Gut für Botwana/Okawango, gut für die Serengeti, Devils Pool bei den Victoria Fällen, usw. Nur wir können im Oktober nicht überall sein. Nebenbei erwähnt es ist Mitte November.

Wir fahren weiter ins Bayama Camp, ca 1,5 Stunden vom Luangwa Park entfernt.

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Hier lebt Andreas aus Deutschland.

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Wir treffen ihn und befragen ihn zu South Luangwa. Er meint wir sind einfach zu spät dran. Da es vor kurzem geregnet hat, könnten wir es noch mit unserem Landrover probieren, aber mit dem Mitsubishi ohne Schnorchel können wir die Flussdurchfahrten vergessen. Darüberhinaus gibt es den Black Soil (ganz übler Matsch) und noch den Black Cotton Sand, (schwarze Baumwollsand, hören wir zum ersten Mal).

Es ist sehr heiß heute, gegen Mittag habe ich das Gefühl, ich verbrenne in der Sonne, meine Haare fühlen sich wie in der Sauna an. Ein paar dunkle Wolken sehen wir am Himmel. Unser Plan, falls es heut nicht regnet, fahren wir zum Park und schauen mal. Andreas meint, der Regen zieht vorbei das wär meistens so. Vielleicht denkt ihr daheim, na und wenn schon dann lassen sie den blöden Park halt aus. Das würde aber bedeuten dass wir fast 700 km Umweg nehmen und bei den Straßen verlieren wir fast 5 Tage. Zeit die wir eh nicht haben.

Andreas berechnet nichts fürs Camp, dafür soll man Getränke und Speisen verzehren, das machen wir prompt. Unsere Campküche bleibt geschlossen, eine gute Idee, denn kurz nach dem Abendessen regnet es aus Kübeln. Na da hat sich der Andi aber ganz schön vertan, was nu? Wir beschließen wir fahren die 1,5 Stunden zum Parkrand, schauen wieder über die Kante ins Plateau und sehen was die am Parkeingang meinen. Wenn es nicht geht, haben wir ein Tag verloren.

Ok ab ins Bett, leider haben wir vergessen am vorderen Zelteingang die Plane runterzumachen. Reinregnen sollte es nicht, da aber die Blechkiste so nah am Zelt ist tropft es darüber rein. Die halbe Matratze ist nass. Wir legen alle Handtücher und Decken drauf die wir haben und können wunderbar schlafen. Am nächsten Tag liegt unser Camp unter Wasser, meine frisch gewaschenen Sachen sind natürlich wieder nass.

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Wir machen uns ohne Frühstück Richtung Park. Wir wollen am Parkeingang ein Picnick machen. Der erste Teil der Straße ist gut, für gefühlte 30 Minuten. Danach wieder, rüttel, rüttel, Schlagloch oder Geröll. Ich denke zurück an die Mushroomfarm die wir als schlimmste Straße bezeichnet haben. Unfassbar, egal wie schlecht eine Straße sich anfühlt, einige Wochen später finden wir eine schlechtere. Aiaiaii und diesen Weg müssen wir dann warscheinlich zurück?

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Wir kommen an der Kante zum Park, da gibt es einen der sich die Autos aufschreibt. Wir fragen ihn was er meint, ob wir es wagen können durchzufahren? Ja klar. Ob es gestern hier geregnet hat? Ja hat es und zwar heftig. Und wir können sicherlich durch den Park? Er meint ja aber wir sollen die am Parkeingang fragen. Bis dahin sind es noch 28 km.

Wir haben nicht mal die Kante erreicht, die kommt aber bald. Vorher Pause uns stärken, ein seltsamer Ort für ein Picknick.

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Damit kommt auch die neuste übelste Strasse die wir je gefahren sind.

Teilweise nur Geröll, Steine so schwer und groß dass Thomas stecken bleibt. Das Trittbrett ihres Autos wird verbeult.

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Hinter uns ein Landcruiser mit Anhänger. Der junge Mann ist aus Deutschland lebt aber nicht weit von hier. Er rät uns auf keinen Fall durch den Park zu fahren. Mit dem Landrover wird es schon schwierig, aber mit dem Mitsubishi geht es gar nicht. Er kennt aber noch einen anderen Weg der ist aber länger und übler als der Weg zurück. Zurück? Uns entgleisen die Gesichtszüge. Es ging jetzt immer Berg runter aber diese Strecke wieder nach oben das wär echt übel.

Der junge Mann fährt selbst eine andere Route, meint aber die am Parkeingang lassen uns nicht rein falls der Park nicht zu passieren ist. Als wir uns fast verfahren hilft er erneut, jetzt trennen sich unsere Wege.

Nach einer Stunde erreichen wir den Parkeingang.

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Der Ranger meint, der Regen hätte kaum was ausgemacht der Park ist noch passierbar, auch ohne Schnorchel. Wir hatten so sehr damit gerechnet umzukehren, wir würden den Mann am liebsten alle drücken und jubeln was das Zeug hält.

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Wir zahlen den Eintritt. Der Ranger sagt noch es gibt einen kurzen und einen langen Weg durch den Park. Der kurze könnte tatsächlich nicht passierbar sein. Blöderweise haben wir dann keine Zeit mehr für den langen Weg, da wir ein Teil wieder zurückfahren müssten. Den langen würden wir an einem Tag nicht schaffen. Wir fragen was wir tun sollen? Er meint, fahrt den kurzen und wenn der nicht geht dann hierher zurück und dann den langen. Da wäre es aber längst dunkel. Ihr schafft das schon, meint er lapidar.

Heute veröffentlichen wir Zeitgleich mit Thomas unseren Blog, wir haben den gebeten etwas auf uns zu warten. Hier seine Version der Geschichte.
https://tipitom.travellerspoint.com/80/
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Eingestellt von Alina-Frank 09:35 Archiviert in Sambia Kommentare (0)

Black Cotton

Keiner kann uns aufhalten!

sunny 30 °C
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14.11-15.11 Bush Baby Camp

Seit der Abfahrt zum Süd Luangwa trippst das Kupplungspedal an unserer Barbie. Der Geberzylinder ist undicht und ich hab schon seit längerem kleine Flecken von Hydraulikflüssigkeit auf meinem Schuh die immer größer werden. Also nur schalten wenn nötig und weiter gehts.

Wir fahren los und wählen natürlich den kurzen Weg, drei Stunden. Der lange Weg, wäre fünf Stunden und es ist schon 14:30 Uhr. Wir müssen wieder mal um 18.00 Uhr auf der anderen Seite raus, weil eine Übernachtung teuer und nicht geplant ist.

Unser Tagesziel ist das Wildlife Camp in Mfuwe am Luangwa Fluss. Der Fluss trennt das Wildlife Camp vom Park und abends kommen die Tiere zum trinken ans Wasser. Wenn in der Trockenzeit der Wasserstand tief ist kommen die Tiere über den Fluss ins Camp. Fein!

Also los, die erste kritische Stelle ist der Fluss am Eingang. Der Wasserstand ist noch nicht so hoch und die Ranger haben eine Brücke aus Sandsäcken gebaut. Sieht nicht vertrauenerweckend aus, aber erfüllt sein Zweck und wir müssen da rüber.

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Schnell weiter, wir haben mal wieder keine Zeit. Als die Abzweigung zwischen den Zwei Routen kommt, kommen uns Ranger entgegen und sagen, der Weg ist unpassierbar. Mist, wir müssen den langen Weg nehmen. Die Wege sind trocken und relativ gut, wir rauschen los.

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Wir haben so viel vom Black Cotton Schlamm gehört und sind gespannt. Es soll so gut wie unmöglich zu passieren sein. So ein Quatsch, wir sind nicht zu stoppen. Wenn alles super läuft kommen wir trotzdem im Dunkeln an.

Es dauert eine halbe Stunde und Thomas steckt bis zum Radkasten im Schlamm fest.

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Endlich kommt mal meine Seilwinde zum Einsatz, blöd nur das sie ein Wackelkontakt hat. In der Hälfte bleibt sie stehen und ich muss zurück setzen um ihn raus zu ziehen. Black Cotton Schlamm also, Aha.

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Na gut, kann ja mal passieren. Die Aktion dauert keine 15 Minuten und es geht weiter. Wie gesagt, keiner kann uns aufhalten. Wir sind noch nicht weit gekommen und die Zeit rennt.

Das nächste Schlammloch, Thomas nimmt Anlauf, er kommt fast durch. Kurz vor dem Ende bleibt er stecken, ich fahre außen rum und ziehe ihn nach vorne raus.

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Kein Problem, wir sind nicht zu.... so eine scheiß Strecke!
Irgendwie macht es auch Spaß, dafür haben wir diese Autos gekauft.

Wir kommen an eine Lichtung, mit ein paar Hütten. Thomas ist ganz schön gerädert vom Schlammcatchen, wäre ich auch, hätte es mir nicht so ein Spaß gemacht. Wir halten kurz an, um uns zu orientieren. Ein Ranger kommt zu uns ans Auto. Thomas fragt ob es möglich ist, hier zu übernachten.
Klar sagt der Ranger, stellt euch einfach da hin.

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Alina fragt ob es hier auch Toiletten gibt, Thomas fängt an zu lachen, klar und Duschen oder wie. Der Ranger sagt ja, Toiletten sind da drüben und wenn ihr Duschen wollt, hol ich euch mit dem Kübel, Wasser aus dem Brunnen. Wir gucken uns dämlich an und wissen gar nicht was wir sagen sollen.

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Hier gitbs es einige Tsetse, es gibt anscheinend auch Sandflies, kleine Käfer die uns stechen und Moskitos. Tipi, die Arme bekommt am meisten ab und ist die Gewinnerin des Stichswettbewerb. Wir finden auch die tote Tsetse die wir letztens im Auto erledigt haben.

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Der Tsetse Stich soll so schmerzhaft sein, mehr als unsere Pferdebremsen. Das finden wir völlig übertrieben, die Bremsen vom Krufter Waldsee sind schmerzhafter.

Das die Seilwinde ein Wackelkontakt hat, ärgert mich und ich fange an sie zu zerlegen. Thomas hat natürlich schon sein Zelt aufgebaut und war schon mit dem Eimer duschen als es anfängt dunkel zu werden. Mit einem Kübel voll Brunnenwasser und einer Schöpfkelle neben dem Auto duschen. So eine tolle und erfrischende Dusche hatte ich noch nie. Die Frauen stehen zwei Meter weiter und Kochen, uns trennt nur eine geöffnete Autotür. Es gibt Spaghetti Bolognese, ist das nicht toll.

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Nach dem Essen bringen uns 3 Ranger Feuerholz, wir bitten sie sich zu uns zu setzen. Sie erzählen uns von früheren Zeiten aus Sambia und dem Park. Eine traurige Geschichte, vor 1993 gab es in Sambia überall noch Nashörner. Kinder die in den 90er in Sambia zu Welt gekommen sind haben noch nie ein Nashorn gesehen, sehr traurig.

Im Norden des Parks wo wir rein gefahren sind, gibt es kaum Tiere, ein paar Gazellen und Vögel, sonst nichts. Im Süden um den Fluss herum soll es die höchste Tierdichte geben. Abends sehen wir einen fantastischen Nachthimmel, zuletzt war dieser in Mosambik so schön.

Am nächsten Morgen geht's gleich weiter Richtung Süden.

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Diesmal fahren wir vor und bleiben prompt stecken. Bis zu den Seitenschwellern stecken wir im Black Cotton Scheiße.
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Das Abschleppseil liegt schon griffbereit. Thomas und Tipi ziehen uns raus.

Dieser Schlamm ist wie eine Krake die dich fest hält, wenn sie dich erst mal hat, sieht euch mal die Räder an.

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Heute haben wir kein Zeitproblem, die Campsite erreichen und das Zelt aufbauen, fertig. Im Süden des Parks angekommen werden die Wege besser und wir sehen die ersten Tiere.

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Am Ausgang angekommen, erklären wir unser Problem mit der Übernachtung.
Der Mann am Gate sagt, kein Problem die Ranger haben Bescheid gesagt das die Straßen unpassierbar waren und wir müssen nix nachzahlen.

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Eingestellt von Alina-Frank 12:06 Archiviert in Sambia Kommentare (1)

Wildlife Camp

Organisierte Diebesbanden

sunny 30 °C
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15.11.17 bis 17.11.17 Wildlife Camp in Mfuwe

Die Campsite ist sehr hübsch gelegen, nebenan eine Giraffe mit ihren 2 Kleinen. Einen Pool gibt es auch, wir sind begeistert. Ein Angestellter kommt zu uns und sagt, gleich kommen die Elefanten vorbei, die kommen immer so um die Zeit zum Trinken.

Er warnt uns noch die Autos nicht offen stehen zu lassen, die Affen hier sind wohl ziemlich übel. Kaum hatte der Mann das ausgesprochen, denk ich, was bewegt sich hinter unserer Scheibe?
Ein Affe sitzt schon gemütlich in Barbie und sucht was Essbares. Das Fenster war nur ein drittel offen. Frank und ich rennen hin und der Affe ergreift die Flucht. Wir schließen alles ab und Thomas fängt an von seinen vielen Affenbegegnungen zu erzählen. Er kennt sich voll aus, sowas passiert ihm nicht mehr.

Der Angestellte sagt, "Oh die Elefanten sind da". Wir sollen schnell ins Elefantenversteck, das ist so ein Häuschen neben dem Teich mit einem Sichtschlitz, so kann man die Elefanten beobachten die sehen uns aber nicht. Ich dachte erst der Typ scherzt, wir sind schließlich keine 10 Minuten hier, und die Elefanten sind schon da?

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Das ist aber kein Scherz, eine kleine Herde kommt, trinkt , nimmt ein Bad und ist nach 5 Minuten wieder weg. Der Wahnsinn, wir sind noch immer fasziniert und gehen alle zu unseren Autos zurück. Ich denk noch was scheppert da? Sehe ich grade aus Thomas Auto eine Pfanne rausfliegen? Ein Affe räumt tatsächlich in Ruhe alles aus, was in Thomas Auto nicht essbar ist. Er will an die essbaren Sachen darunter. Töpfe und Pfannen fliegen auf den Boden, dabei hatte Tipi erst vor kurzem im Auto aufgeräumt. Thomas läuft hin und muss zugeben, dass er aus lauter Elefantenvorfreude schnell die Kamera geholt hat und dabei die hintere Autotür ganz offen gelassen hat. (sowas passiert ihm ja nicht, er kennt die Affen lol)

Diese Diebesbande. Wir lachen herzlich und fangen an zu kochen. Tipi wäscht Paprikas und macht sich ans schnibbeln, wir bestaunen die Aussicht. Plötzlich kommen zwei Affen aus dem Gebüsch gehetzt, einer schnappt sich eine Paprika und der andere eine Zwiebel.
Sie lassen uns mit offenen Mund daneben stehen. Hä? Wie jetzt? Wir stehen ganz schön doof da, kaum 30 Minuten hier und trotz Warnung wurden wir 3x überfallen und diesmal haben sie sogar was erbeutet. Wir sammeln uns um den Kochplatz und wehren die nächsten Versuche ab. Oh ja es gab noch Versuche.

Nach dem Essen gehen wir Frauen gucken wo wir abspülen können. Die Männer haben nur eine Aufgabe, auf die Reste unseres Nudel Wurst Salat aufzupassen. Als wir zurückkehren, sehen wir unsere Männer, Frank und Thomas auf den Fluss gucken, während die Affen sich hinter ihrem Rücken über das Essen hermachen.

Was wirklich geschah! von Frank
Thomas und ich stehen am halb ausgetrockneten Flussbett, der nur noch wenig Wasser hat und wir fragen uns in welche Richtung er wohl fließt.
Wir suchen nach einem passenden Holzstück, um dies festzustellen, wir werfen es rein, das erste Stück geht unter, das zweite schwimmt.
Ah, von Norden nach Süden. Ist ja auch klar, da die Regenzeit im Norden früher anfängt, fließt das Wasser in die Flüsse Richtung Süden.
Ein weiterer Grund dass wir zügig nach Botswana müssen, ist dass der Okavango Delta sich bereits jetzt mit Wasser füllt, obwohl die Regenzeit erst in 2 Monaten beginnt.
Die Region wird nach und nach unpassierbar, das wäre übel, Botswana ist mein Highlight der Reise. An diesem Ort gibt es noch das wahre Afrika, die Tiere sind nicht eingezäunt. Löwen die durch die Städte laufen, Elefanten laufen durchs Camp, Zebras grasen neben deinem Zelt. Das Afrika wie man es sich vorstellt.
Leicht im Hintergrund höre ich Tipi und Alina vom weitem rufen, Aaaaffeeeen.
Ja, hier gibt’s Affen, das haben wir doch schon geklärt, und?
Ich drehe mich um, nicht mal 2 Meter von uns entfernt, der Tisch mit unserem Essen und nun auch mit ca. 7-8 Affen. Uppsi !
Tipi fuchtelt wild mit den Armen und Alina ruft immer noch, Affen, Affen, Affen.
Die ganze Bande flüchtet, bis auf einen. Der sitzt direkt neben der Pfanne und schaufelt mit beiden Händen unseren Nudel Wurst Salat in sich hinein und starrt mich mit großen Augen dabei an.
Er macht keine Anstalten abzuhauen, ich komme näher, er schaufelt noch hektischer mit beiden Händen und schiebt sich als letztes noch ein großes Stück von der Wurst mit dem Finger in den Mund rein.
Ich stehe jetzt 1 Meter vor ihm, seine Backen sind noch größer als seine Augen und ich denke der platzt gleich, ich fang an zu lachen.
Als die Frauen eintreffen, haut er ab. Ich sag, sie waren einfach zu viele, wir hatten von Anfang an keine Chance. Es steht jetzt vier zu null für die Affen!

Das gibt es doch nicht, die Männer hatten nur eine Aufgabe, auf unsere Reste aufzupassen. Die Affen sind so dreißt und haben fast alles hinter ihrem Rücken aufgegessen.

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Wir bauen unser Zelt auf und genießen unsere Aussicht im Sonnenuntergang.

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Hier Bilder von Thomas und Tipi.
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Die Affen behalten wir jetzt besser im Auge. Immer wieder macht Frank den Affen nach, wie der sich die Nudeln und die Wurst in den Mund gestopft hat. Wir lachen darüber noch die ganze Nacht.
Ein Rudel Mungos kommt vorbei, etwas weiter hinten sehen wir Leoparden Spuren, in der Weite Gazellen, Paviane, Hippos, Krokodile, viele Vögel.

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Was für ein Ort. Der Camptyp erzählt uns dass der Leopard öfters von den Nachtwächtern gesehen wird, wenn er ihn sieht holt er alle die wach sind. Uns gefällt es hier so sehr, wir beschließen mindestens einen Tag dranzuhängen.

Am nächsten Tag faulenzen wir ein wenig, ich arbeite am Rechner, Bilder sortieren, Videos sichten, Affen abwehren. Sie erbeuten wieder unser altes Brot und Thomas möchte ihre Intelligenz testen indem er hinter Gitter den Rest des Brotes deponiert. Die kleinsten kommen dran der große Boss geht leer aus.

Die Elefanten kommen erneut vorbei. Sie kommen uns ganz nahe.
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So sieht das Elefentenversteck aus. Allerdings stellt sich ein Elefant vor dem Eingang bevor wir ins Versteck können. Er zeigt uns deutlich wir sind ihm zu nahe, das passt ihm nicht.
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Ein Waran ist auch sehr neugierig, auf die neuen Gäste und schaut öfters vorbei, wie auch ein lustiges Eichhörnchen.

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Es ist ein Paradies, einzig.... Wir sind total zerstochen. Ob neue Stiche dazukommen oder es die alten sind, können wir gar nicht sagen.

Wir genießen den kalten Pool der unsere Stiche etwas mildert.

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Als wir vom Pool wieder kommen, schmeißen die Affen eine Party mit unserem Mehl, mit dem Müsli und dem Rest was sie aus der gut verschlossenen großen Kiste erbeutet haben. Thomas war der Meinung das bekommen die Affen nicht auf. Der kennt sich ja voll aus, so stelle ich mir vor dass die Affen bin tief in der Nacht über uns lachen.

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Intelligenztest bestanden, die sind schlauer als wir dachten. Es steht 9-0 für die Affen. Der Campmitarbeiter erzählt uns die hatten mal einen Affen der Autotüren aufmachen konnte. Eines Tages war der verschwunden, wir schätzen der wurde abgeworben. Der müsste doch in der Affenwelt der absolute Held sein. Noch ein paar Jahre und der arbeitet im Callcenter.

Am nächsten Tag packen wir zusammen und fahren weiter. Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen (Grüße nach Andernach) packen wir wieder unsere Drohne aus, die bisher viel zu wenig im Einsatz war. Hier ein Video von unserem Camp, eines der schönsten bisher.
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Eingestellt von Alina-Frank 13:02 Archiviert in Sambia Kommentare (2)

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