Reise blog von Travellerspoint

Mosambik

Hallo Afrika

Über die Grenze

sunny 30 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Von Colin wissen wir, dass die Polizisten in Mosambik dafür bekannt sind Touristen abzuzocken, Quasi so eine Art Nebeneinkunft für die Beamten. Strafen wegen Fahren mit Sonnenbrille, Ellbogen aus dem Fenster, mit freien Oberkörper oder Flip Flops sind alltäglich. Falls die Herren nichts finden, wollen sie zumindest ein kaltes Getränk spendiert haben und zwar kein Wasser, das lehnen sie gerne ab, die Herren bevorzugen Softgetränke!

Man sollte sogar alle Dokumente (Führerschein Pass, Fahrzeugschein) nur als Kopie der Polizei geben und Sue hat uns extra vom Amt in Durban die Kopien beglaubigen lassen.
Zwei Warnwesten, zwei Warndreiecke müssen wir griffbereit haben, Katzenaugen an der Tür, angeschnallt muss man sein aber das wichtigste ist sich an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten. Thomas sagt es ist eine Challenge durch Mosambik zu fahren ohne einmal Strafe zu zahlen. Die Südafrikaner empfinden Mosambik auch als extrem, klar das wir von Südafrika dann nach Mosambik fahren, wäre ja sonst langweilig.

Der Trombombolar Busch!
Mit unserer Barbie sind wir für jede Radarkontrolle eine Enttäuschung, unser Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 90 km/h und das Speedlimit liegt hier bei 120, außer Baustellen und Städte.
Wir sehen also alle 20 Kilometer enttäuschte Beamten Gesichter, richtig gehört, hinter jedem fünftem Busch hockt so ein Trombombola mit der Radar Pistole. Ich muss jedes mal lachen!

Die Grenze zu Mosambik, hier haben wir das Gefühl das wahre Afrika zu erleben.
Kaum an der Grenze angekommen, sind schon so viel Menschen um unser Auto, das wir gar nicht mehr raus schauen können und alle wollen was verkaufen oder betteln uns an.
Wir werden gleich von einem Typ abgefangen der behauptet er sei ein offizieller Agent und arbeitet für umsonst. Klar! ;-)
Er sagt uns wo wir rein müssen und welche Formulare wir ausfüllen müssen.
Wir rennen von einem Häuschen ins andere und haben plötzlich gefühlt tausend Zettel zum ausfüllen. Dann hier stempeln, da anstellen, hier anstellen unser Agent zeigt uns den Weg und weicht uns nicht von der Seite.
Die Menschen werden immer mehr um uns, mit Warnwesten, Telefonkarten, Feuerlöscher, Katzenaugen für Autotüren, alle wollen was verkaufen. Wir benötigen das alles nicht und kommen langsam zum Ende.
Das ist der spannende Teil, denn wir haben viel zu viel Wein mit und Lebensmittel und haben keine Lust dass unser Auto von oben bis unten durchsucht wird, wie 3 Reihen vor uns. Außerdem wissen wir noch nicht was unser Agent sich als Gage ausgedacht hat. Er fragt, habt ihr Alkohol mit? Alina sagt nein. Für die Lebensmittel interessiert er sich nicht, wir haben gehört dass es Grenzbeamte ab einem Bestimmten Wert an Lebensmittel (Konserven) eine Strafe verlangen, man sollte diese schließlich in Mosambik kaufen. Unser Agent füllt das letzte Formular aus, und fragt uns nach unseren Wertgegenständen.
Alina gibt an je 2 Kameras, 2 Laptops, 2 Handys und 1 Tablet. Den Wert schätzt sie auf 2000€. Agent sagt das ist zu viel und kürzt es auf 1000€. Ok der Mann weiß was zu ist. Alina wird unruhig und sagt mhh bissl Wein haben wir mit, so ein Tetrapack. Der Typ trägt es nicht ein. Er schaut sich durch die Scheiben den Inennraum an, wir haben unser Wein und Wertsachen gut versteckt, sehen kann er nur die durchsichtige Box voll mit Moskitospray, Klopapier, Küchenkram, Decken und Wasserflaschen, er meint, das passt schon. Jetzt wird’s interessant, was will der Typ an Kohle von uns.
So, der Vogel sagt 200 Rand für irgendein Typ und 200 Rand für den Grenzbeamten, das er uns nicht kontrolliert. OK, das sind 12,50 Euro für jeden, das geht.

Wir sind fertig, nun sagt der Typ wir können ihm natürlich auch was geben für seine Mühe.
Na gut, aber wir sind fast blank und Alina wollte am Automaten kein Geld ziehen, weil sie von so vielen Leuten umringt worden ist.
Wir geben ihm unsere letzten zehn Euro und fünf Dollar. Er scheint zufrieden, na klar fragt er nach mehr aber wir haben echt nichts mehr. Jetzt kommen alle Verkäufer erneut und bieten uns alle ihre Sachen für die Hälfte vom Preis gegenüber dem Preis als wir ankamen. Einer der vielen Tipps für Mosambik waren unter anderem ein zweites Portmonee mit fünf Dollar für die Polizei zu haben.
Als ich ihnen zeige das wir pleite sind und alles leer ist, lachen sie und sind in null komma nix verschwunden. Wir passieren die Grenze, ohne kontolliert zu werden.
Jetzt für unsere Leser unser Bestand:
Wir haben drei Laptops, drei Handys, vier Kameras , die Drohne, ein Tablet, zwei Paletten Dosen Bier, eine Flasche Whisky, eine Flasche Gin, und ca. 35 L Rotwein und bestimmt über 50 Konserven mit Lebensmittel (arme Barbie!).

Nun waren wir wirklich pleite! Bis auf unsere US Dollar Notreserve ganz unten im Koffer.
Die ersten Meter sind erschreckend, das ist Afrika!

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Kaum paar Meter gefahren kommt die einzige Mautstation die wir in Mosambik gesehen haben. Blöd dass wir kein Geld haben. Was nu? Es stellt sich raus die nehmen auch USD an, Gottseidank haben wir noch das Bargeld.

Der Weg duch Mosambik wird langsam besser, oder man gewöhnt sich dran!

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Das Bild hat schon Wohnzimmer Charakter!

Wir schaffen es heute nicht mehr zu Tom und Tipi, die Straßen sind zwar gut aber da ist ja noch die Polizei, die uns sofort stoppen würde, falls wir über die Geschwindigkeitsbegrenzung fahren.
Daher beschließen wir so weit wie möglich zu fahren und uns dann ein Zimmer zu nehmen.
Alle sagen Nachts in Mosambik zu fahren wäre sehr gefährlich, Menschen auf der Straße, Tiere, unter anderen Autos die meist ohne Licht fahren.
Wir fahren ins dunkle und hoffen das alles gut geht. Am Hotel angekommen sieht erstmal alles gut aus. Das Zimmer ist nicht so toll, aber was solls nur zum Schlafen wird’s schon gehen. Der Stand sieht nett aus, aber wir haben keine Zeit.

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Schnell was essen und dann ins Bett. Schnell geht hier gar nichts müssen wir feststellen.
Das essen dauert ewig und ist mittelmäßig, aber egal ab ins Bett.
So ca. 11.00 Uhr öffnet die Disco gleich neben an. Toll, aber wir sind so müde das wir gleich einschlafen. So bis 01.00 Uhr, da werde ich wach. Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf und irgendwie bleibe ich bei der Dröhnung der Disco wach. Um 06.00 Uhr quälen wir uns aus dem Bett, die Disco ist noch im vollen Gange. Die Musik hört sich so an, Runtms Rumts Motherfucker, Runtms Runtms und das um 06 Uhr morgens, man möchte den ganzen Laden in die Luft sprengen!

Die Wiedervereinigung!
Vilanculos 25.09.17 bis 26.09.17
Schnell auf die Straße, es ist 7.00 Uhr.
Bis Vilanculos sind es nur 400 km, bei einem Schnitt von 70km/h gehen wir mit Pause und Tanken von ca. 8 Stunden aus.
Tom und Tipi rechnen nicht vor 19.00 Uhr mit uns. Aber wir kommen so gut durch und überraschen sie mit unserer Ankunft um 15.00 Uhr. Es ist geschafft!

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Es gibt Pizza und Bier, wir quatschen noch lange.
Am nächsten morgen gehts schon gleich weiter.

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Auf dem Weg zu unserem nächstem Ziel, halten wir noch schnell in einem Einkaufszentrum
Die Mädels gehen einkaufen und die Männer bewachen das Auto.
Als ich meine Cola leer getrunken habe und kein Mülleimer finde, stell ich die Dose erst mal neben das Auto. Wenige Zeit später kommt ein kleiner Junge barfuß mit zerrissenen Hemd und Hosen vorbei und sieht die Dose.
Er schnappt sich die Dose, quetscht mehrfach den letzten Tropfen rauf und tritt sie dann platt um Fußball mit ihr zu spielen.
Auf die Idee im eine Dose Cola zu geben, komme ich in diesem Moment nicht, es ist eine komische Situation, nicht für den Jungen.
Als wir alle Einkäufe verstaut haben und los wollen, steht der kleine Junge plötzlich neben dem Auto und schaut mich lächelnd an.
Er sieht kein bisschen unglücklich oder verbittert aus, warum auch, in dem Alter.
In der Mittelkonsole liegt ein Pfefferminz Bonbon, was man bekommt wenn man in einem Restaurant essen geht.
Der Junge lächelt immer noch, ich dreh die Scheibe runter und gib ihm das Bonbon.
Sein Lächeln verteilt sich im ganzen Gesicht und er steckt es direkt in den Mund.

Alina sagt „wir müssen Bonbons kaufen“ und ich frage mich was wohl in Deutschland passiert wenn man auf eine Supermarkt Parkplatz Süßigkeiten an Kinder verteilt?

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Eingestellt von Alina-Frank 11:58 Archiviert in Mosambik Kommentare (1)

Welcome to the Jungle

Auf der Suche nach den Wald Elefanten

rain 25 °C
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Es sind 360km bis zum Tagesziel.

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Südlich von Chimoio gibt es das Ndzou Camp, in dem es Wald Elefanten gibt. Laut Besitzer kann es schon mal sein das ein Elefant nachts am Auto vorbei läuft.
Aber die Straße dahin muss leider die schlechteste der Welt sein, Schlaglöcher so groß und tief das ein ganzes Auto rein passt. Eine Qual für Mensch und Maschine, wir schaffen im Schnitt 20 km/h in der Stunde. Später erzählt mir Thomas das die Straße nördlich von Inhambane zu den schlechtesten Asphaltpisten der Welt gehört. Echt!

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Wir sind völlig fertig! Aber zum Glück ist das letzte Stück neu asphaltiert, ca. 30 km Berg hoch sind neu, es ist wie eine wohltat!

Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, das wir denken es regnet.

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Die Landschaft ist beeindruckend, wir befinden uns Mitten in einem Tropischen Regenwald, wir sind alle begeistert.

Wir melden uns für die morgige Elefanten Dschungel Tour an. Die beginnt um sechs, oh man um sechs? Gibt es keine um zehn? Warum sind die Elefanten Frühaufsteher? Waldelefanten sieht man übrigens nicht alle Tage die sehen auch etwas anders aus als die afrikanischen, haben schlankere Beine und sind wohl etwas kleiner.
Na gut wir stehen auf, das Wetter ist wie Abends, warm und neblig. Wir latschen los, der Nebel wird immer dichter.

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Nach einer Stunde sagt der Guide das Wetter ist zu schlecht. Das Problem ist, das wir die Elefanten zu spät sehen und eigentlich dann schon zu nah dran sind. Wir brechen ab und gehen zurück. Aber die Stimmung ist super und wir Frühstücken erst mal schön.

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So gegen zehn Uhr dreißig geht es wieder los, wenn mal einer auf mich hören würde! Aber OK.

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Ein Tausendfüßler, eine Schlange, aber wo sind die Elefanten?

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Ah, Elefanten Kacke und ein Fußabdruck! Wir kommen der Sache näher.

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Ein Aussichtsturm, da muss ich hoch. Die Viecher können sich ja nicht ewig verstecken!

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Vier Stunden durch den Dschungel, aber kein Elefant weit und breit! alle 20 Meter Elefantenkot, mal Wochen alt, mal ziemlich frisch, der leider auch nicht verrät wohin die Tiere gegangen sind.

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Egal, ein Toller Walk. Zurück im Camp wird erstmal gekocht und lecker zu Abend gegessen.

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Dann Duschen, so stellt man sich Buschcamping vor. Kein Strom, kein fließendes Wasser.
Unsere Batterien halten zwei Tage, der Kühlschrank ist wichtig!
Strom bekommen wir abends für 2 Stunden über ein Stromaggregat und dann können sie auch Wasser zu den Toiletten pumpen. Am Tag zuvor habe ich mich mit dem Wasser aus der Regentonne gewaschen, aber heute haben die Mädels warmes Wasser bestellt, ich bin gespannt.
Duschsachen geschnappt und los geht’s. Ich stehe unter der Dusche und stelle fest, das Wasser ist eiskalt. Als ich da so unter dem kalten Wasser hin und her hüpfe steht auf einmal eine Frau neben mir. Wie bereits gesagt das Wasser ist eiskalt!
Sie hat einen Eimer mit warmen Wasser in der Hand, reicht ihn mir und schaut verlegen weg.
Das Wasser hat die perfekte Temperatur, ich schütte mir den halben Eimer über den Kopf, schäume mich ein und dann kommt der Rest.
Was ist das für ein toller Ort!

Am nächsten Tag geht’s los, Tom und Tipi wollten mit dem Pfeifen des Kaffeekessels geweckt werden. Das hab ich erledigt, da es leider regnet, stelle ich für alle auch noch ein Tisch und Stühle bereit unter unseren Vordach. Natürlich sind die anderen 2 viel schneller mit zusammen packen.

Das wirft uns zurück, in der Nacht hat es doll geregnet und Vordach und Zelt ist ist richtig nass.
Wir trödeln bissl rum und plötzlich fängt es wieder richtig an zu regnen, ich bau das Dachzelt im strömenden Regen ab. Mit meinem Hut, Regenjacke und meinen Wanderboots bin ich gut ausgerüstet und mir macht das alles nichts aus. Alina denkt darüber nach ein Foto zu machen, wie ich im strömenden regen alles abbaue, traut sich aber dann nicht.

Tom und Tipi sitzen im Auto und warten vorwurfsvoll auf uns! Plötzlich rennen sie durch den Regen und suchen den Boden ab. Als ich mit meinem Zelt fertig bin, frag ich was los ist. Der Autoschlüssel ist weg!
Wir suchen ca. eine Stunde diesen blöden Schlüssel, der einzigste der exisiert.
Die Rückbank hat ihn verschlungen, weiß der Geier oder weiß er nicht. Natürlich war das laut Thomas unsere Schuld weil sie so lange auf uns warten mussten. Aha, egal.
Jetzt geht’s los, mein Arsch ist noch stundenlang nass vom gebückten rennen durch den Regen.
Da hilft auch kein Regenjacke oder Hut!

Die Straße hat uns wieder! Auf dem Weg nach Tete

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Tete am Sambesi Fluss 28.09.17 bis 30.09.17
Wir kommen ganz nach Plan in Tete an, das liegt am Sambesi Fluss ca. 120 km von der malawischen Grenze. Wir wollen eigentlich nur übernachten, aber die Location direkt am Fluss ist so toll das wir beschließen zwei Nächte zu bleiben. Der Campbesitzer erzählt uns dass vor wenigen Tagen ein 4 Meter Krokodil sich hier ausgeruht hat.
Hier ist eigentlich alles da was man braucht, Strom, warme Duschen, ein Kühlschrank

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inkl. einen tollen Sonnenuntergang.

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Während Alina einen Arbeitstag einlegt, beschließen Tipi und ich in die Stadt zu gehen um ein paar Besorgungen zu machen.
Die Idee ist, zu Fuß hin und mit den Einkäufen im Tuck Tuck zurück.
Wir latschen los, es ist nicht so warm und ein bisschen windig, sehr angenehm.
Hier wird alles verkauft, am besten gefallen mir die Steckerleisten.

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Wir werden angestarrt wie Außerirdische.

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Auf dem Heimweg habe ich ein bisschen Angst daß das Tuk Tuk durchbricht, wir haben ein Haufen Dosen Cola gekauft, plus Lebensmittel. Die Ladung kostet übrigens extra.

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Abends sehen wir noch eine Ginsterkatze eine schön gepunkteten Mischung zwischen Katze und Marder, der leider viel zu scheu ist für ein Foto. Sehr selten, ein Glück sowas überhaupt mal zusehen mitten in der Stadt. Am nächsten Tag geht`s weiter nach Malawi

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Eingestellt von Alina-Frank 07:11 Archiviert in Mosambik Kommentare (1)

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