Reise blog von Travellerspoint

Südafrika

Der blöde Hans

Autokauf in Südafrika, trau nicht den Weißen

sunny 26 °C
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Als wir vor knapp 1 Jahr nach unser Münchenbesuch Thomas und Tipi trafen und von ihren Reiseplänen erfuhren, habe ich aus Spaß gesagt wir kommen mit. Tipi schreit sofort ja und Thomas denkt paar Sekunden nach und sagt: "das wär ja was".
Witzigerweise habe ich mit Frank einige Wochen zuvor aus Spaß gesagt Afrika bereisen wir am besten mit jemand wie Thomas und Tipi, alleine trauen wir uns das nicht.

Aber das zu sagen und zu tun, sind unterschiedliche Paar Schuhe, bis vor kurzem waren wir beide verunsichert ob wir es überhaupt durchziehen können. Haus, verkaufen, Job kündigen, die Entscheidungen trifft man nicht so schnell und das Budget hat man auch nicht so locker auf den Konto.
Nach langen hin und her, landen wir in Südafrika. Viel später als geplant, wir wollten ursprünglich vor den beiden hier sein. Die 2 haben ihr Auto schon gekauft und sie durchlaufen bereits die Erste Schritte zur Zulassung. Fürs Beschweren ist keine Zeit, wir sind froh die Paris Hürde geschafft zu haben. ;-)

Durch die Umbuchung durch die Air France landen wir nach Mitternacht statt wie geplant morgens. Ich bin so müde, das erste Bild wird komplett unscharf . Ich sehe viele Giraffen, in Wirklichkeit guckte nur eine um die Ecke.
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Wir können keine Telefonkarte kaufen oder Geld tauschen, alles hat zu. Wir müssen aber etwas Geld abheben, ein Sicherheitsbeamter bringt und zum Geldautomaten, das ist zuerst befremdlich aber hier normal. Ab ins Hotel und erstmal schlafen.
Am nächsten Tag, müssen wir noch einiges an Geld abheben, denn wir benötigen ein Auto für die Reise. Bei dem Gepäck das wir haben, ein großes!

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Einen Wunschkandidaten, ein Landrover haben wir schon ins Auge gefasst, der ist leider über Budget aber so gut ausgestattet, dass wir zuschlagen wollen. Eigentlich hatten wir den bereits abgeschrieben, da zu teuer und wir hätten noch ein Kühlschrank kaufen müssen. Da sagte der Besitzer: "Wisst ihr was?" Ich geh mit dem Preis runter (ca. 1800€) ich geb euch mein alten Kühlschrank und erfülle euch damit euer Afrika Traum. Mein Auto ist mehr als perfekt, ihr könnt damit sofort losfahren! Der zweite Vorteil, Auto liegt bei Thomas und Tipi Wunschauto, quasi um die Ecke.

Ich hätte gerne mehr Euros in Deutschland umgetauscht aber es gibt eine Grenze an Geldwert was eingeführt werden darf. Wir sind heut mit dem Autobesitzer verabredet. Da Kreditkarten ein Tageslimit an Bargeldabhebung haben, müssen wir zusehen dass wir schnell die Summe zusammenhaben. Zusätzlich tauschen wir Geld in Südafrika um und zahlen mit unseren Kreditkarten.
Jetzt sind die Automaten dran: die erste Ernüchterung kommt schnell, nicht nur die Kreditkarten haben alle ihr Limit, die Geldautomaten der Banken hier auch, Gebühren gibt es immer.
Wir können weit weniger als gedacht abheben. Wir verbringen bestimmt über 30 min. am Geldautomat und haben schon bei der ersten Abhebung kein Platz mehr im Portemonnaie, hier gibt es nur 200er Scheine und die sind umgerechnet 14€ Wert. Nach wenigen Minuten benötigen wir fürs Geld eine kleine Extratasche. Wir gucken beim weggehen so bedrückt, dass alle in der Schlange hinter uns denken wir hätten gar kein Geld erhalten.
Bei den Währungstauschern gibt es neue Geldscheine, gut zusammengelegt, die nehmen die Hälfte an Platz weg, die aus dem Automat sind gebrauchter und daher fülliger. In Südafrika und besonders in Johannesburg möchte man nicht mit viel Bargeld Aufmerksamkeit erregen.

Ab zum Mietauto, natürlich haben wir ein kleines Auto, trotz der vielen Koffer, wollten wir ein wenig sparen. Wir haben an der falschen Stelle gespart, das merken wir jetzt beim einräumen. Auto ist gepackt, Telefonkarte gekauft, der halbe Tag ist rum. :-(

Jetzt zum Traumauto, nach 3 Stunden fahrt wir kommen dort an
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und merken dass das Auto zwar perfekt ausgestattet ist, aber der Besitzer erstens keine Lust hatte das Auto putzen zu lassen, und es innen ganz schön dreckig und vermackt ist. Das haben die Fotos nicht hergegeben. Es leuchtet eine Motorkontrolleuchte, der Temperaturanzeiger hüpft hin und her, Wasserschlauch eingerissen, ich bin unzufrieden. Alina sieht auch enttäuscht aus. Die Reifen haben wenig Profil, halten nichtmal ein Drittel unserer geplanten Tour durch, der Ersatzreifen ist katastrophal. Der Kühlschrank sehr abgenutzt. Der Besitzer hat sich ein komfortableres Fahrzeug für seine Touren zugelegt, das Auto sollte sein Sohn nutzen. Es steht aber seit mehr als 9 Monate rum und keiner fährt mit.
Am Preis will er nichts mehr machen, er bietet uns noch ein Checkup an und falls etwas auftaucht das kostenintensiver wäre, kümmert er sich drum. Er schenkt das Auto lieber sein Sohn, bevor er erneut mit dem Preis runtergeht. Eigentlich will er nichts mehr ins Auto investieren, da frag ich nach, denn er sagte um die teuren Sachen kümmert er sich, was heißt das genau? Um das ganze abzukürzen am Ende heißt "er kümmert sich drum" dass wir es zahlen, inklusive den Checkup. Aha. Falls es extrem teurer wird, dann brauchen wir das Auto nicht kaufen. Wie jetzt?
Ihm ist die Temperaturanzeige nicht aufgefallen, denn er betont erneut, er ist damit seit mehr als 9 Monate nicht gefahren.

Jetzt geht es ums bezahlen, wir haben das Bargeld bei weitem nicht zusammen (wir können täglich nicht soviel abheben), da schlägt er eine Teilüberweisung vor. Wir sollen knapp 85 % an ein XY zahlen und den Rest ihm. Hä? Wie ist der denn drauf? Na ja, er schuldet XY Geld, (aha die Geschichte er schenkt dem Sohn das Auto war nur Taktik). Wir lehnen ab, wir überweisen auf keinen Fall jemand fremden das Geld. Da das Auto noch zum Checkup muss, haben wir ja noch Zeit abzuheben. Wie das Auto heisst wollen wir wissen, "Mkule" ein afrikanisches Wort für grosser, starker Mann. Oh je, Hans und sein Auto werden uns immer unsympatischer.

Wir schaffen es nicht mehr zu unseren Freunden nach Nelspruit oder zu Tom und Tipi. Wir übernachten im Gästehaus des Autoverkäufers.
Wir schlafen beide schlecht, wir sind unzufrieden.

Morgens hat Hans das Auto schon zu Werkstatt gefahren. Er will schauen was sein Mechaniker wegen der Motorkontrollleuchte , was die Reparaturen kosten würden und wir sollen entscheiden dann ob wir es reparieren lassen oder nicht. Wir unterhalten uns mit einer Angestellten von Hans. Die erzählt uns beim verabschieden dass es ein tolles Auto ist und Hans zuletzt vor 3 Wochen damit auf Safari unterwegs war, mitsamt Koch. Ich frage nach, wirklich der Hans, oder nur der Koch, Freunde etc.? Nee der Hans. Aha hat der Hans uns ganz schön angelogen, von wegen Auto ist 9 Monate gestanden, er weiß gar nicht mehr wie man damit fährt, Motorkontrollleuchte hat er nicht gesehen etc.. (Blödarsc..)

Wir sind zu Hans, weil es ein perfekt ausgestattetes Fahrzeug sein sollte mit dem man direkt losfahren kann. Aber hier muss man noch eine Menge Geld reinstecken und der liebe Herr hat uns nicht nur das eine oder anderen verheimlicht sondern uns offensichtlich, dreist angelogen.

Wir fahren los und treffen Thomas und Tipi.
Die haben wir zuletzt vor gut 3 Monaten auf Schottland gesehen und sie sagten: "Wehe ihr kommt nicht mit, das werdet ihr für immer bereuen!" Für immer hört sich lang an, also hier sind wir.

Wiedersehens Freudentränen kommen auf, am meisten bei den Männern ;-D. Es wird erzählt und erklärt, die 2 haben auch eine Odysee mit dem Auto hinter ihnen, aber haben ihr Auto und sind kurz vor der Zulassung. Abends sind wir bei Sue und Collin verabredet, die sind 2 Stunden entfernt am Rande des Krüger Parks und hier übernachten wir. Hauptthema ist Hans und sein Auto.

Am nächsten Morgen meldet sich Hans, und ich sage ihm, es sprechen einfach zu viele Gründe gegen sein Auto. Ich erkläre ihm sehr nett, dass wir wissen dass er uns angelogen hat. Er streitet auf Afrikaans mit seinen Angestellten rum und sagt: "dann schaut euch nach einen anderen Auto um".

Sein Ton verrät mir, er ist sicher wir kaufen die Karre, ich will nur Preis drücken. Denkt er, wir sind völlig bescheuert? (Antwort ist wohl ja!)
Ich sage ihm, wir haben entschieden dieses Auto nicht zu kaufen, bedanke mich unnötigerweise.
Denken tue ich: du blöder Hans du, wegen dir du blöder Sack haben wir 2 Tage verloren, dein dreckiges, vermacktes, Fehlerpferd, ähm Trümmerlotte kannst einem anderen andrehen ! Mkule = großer, starker Mann? Pah! Ein grosser starker Mist den du uns hier andrehen willst!
Dem hab ichs aber gegeben! Aber Hallo ! Zumindest in Gedanken! :-P

Eingestellt von Alina-Frank 12:48 Archiviert in Südafrika Kommentare (4)

Passierschein A38

Neulich auf dem Amt

sunny 30 °C
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Die meisten kennen die Szene aus dem Asterix und Obelix Film mit dem Passierschein A38.
Um in Afrika ein Auto als Ausländer anzumelden benötigt man eine ID, d.h. eine spezielle Nummer, um diese zu erhalten bin ich mit Thomas zur Zulassungsstelle in Nelspruit gefahren.
Zulassungsstelle, Führerscheinprüfung, Technische Untersuchung alles in einem Gebäude. Klasse!
Nach kurzer dreimaligen Erklärung bekamen wir sofort drei falsche Formulare, da der Mitarbeiter anscheinend überhaupt nicht verstanden hatte was wir von ihm wollten und auch nicht wusste auf welchen Planeten er lebt.

Die Frau neben uns, hörte mit und klärte uns netterweise auf: Wir waren im falschen Gebäude, und natürlich auch auf der falschen Seite der Stadt.
Dort wiederum angekommen gingen wir zum Infoschalter, Thomas erklärte dem überaus freundlichen Mitarbeiter unser Anliegen.
Kein Problem, den Gang runter, zweite Tür rechts.

Ist ja einfach, wir stürmen los und stehen plötzlich im Treppenhaus. Das kann nicht sein, sagen wir uns und wollen zurück. Der überaus freundliche Mann an der Tür sagt uns, Nö. Das ist nur der Ausgang nicht der Eingang. OK, wir laufen also um das ganze Gebäude herum und landen wieder bei dem überaus freundlichen Mitarbeiter an der Info.
Natürlich es war die Tür daneben, den Gang runter Schalter 1 bis 2.
Den Gang gibt’s, aber kein Schalter, lediglich leere Büros. Direkt neben dem Haupteingang, hatte ich im Augenwinkel Schalter 1 bis 2 gesehen.
Da wir den überaus freundlichen Mitarbeiter nicht überstrapazieren wollen, stellten wir uns da an.
Nach 5 Minuten wird Thomas unruhig und fragt erneut nach.
Der überaus freu.. ach lassen wir dass, der Raffnix der hier arbeitet, erklärt uns den Gang runter, durch die Tür,
in den zweiten Stock, die zweite Tür links. Aha!

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Auch hier finden wir ein Infoschalter, damit wird in Afrika wohl nicht gespart. Wir fragen nach.
Die Trulla sagt uns, wir müssen in den Sicherheitsbereich aber da ist ein Gitter vor.
Thomas fragt, wie kommen wir da rein? Sie meint ist nicht abgeschlossen. (aaahhh!)
Im Sicherheitsbereich suchen wir nach dem Infoschalter 1-2 oder Tür eins oder zwei, wir scheinen die einzigsten hier zu sein.
Mir reicht es langsam, ich will zurück nach Paris, zu Terminal 2.

Da kommt auch schon einer angerannt und fragt uns was wir wollen, Thomas erklärt unser Anliegen.
Der überaus kompetente und über eifrige Mitarbeiter führt uns zum Büro der zuständigen Mitarbeiterin. Die Tür ist abgeschlossen.
Wir fragen wann die Mitarbeiterin wieder kommt.
Weiß er nicht!
Wo sie hin ist.
Weiß er nicht!
Ob sie überhaupt wieder kommt.
Weiß er nicht!
Ob es sie überhaupt gibt.
Weiß er nicht!

Wir starren zu dritt auf das Foto der Beamtin an der Tür.
Auf einmal steht diese neben uns , es winkt Arbeit für sie, daher schaut sie etwas beunruhigt, Menschenmassen vor ihrem Büro.
Thomas erklärt unser Anliegen. (zum 10 Mal?)
Beamtin fragt nach meinem Pass, endlich wir sind anscheinend richtig! Nach blättern jeder einzelnen Seite meines Passes (auch die leeren)
meint sie, der Kollege der das bearbeitet, kommt erst nächste Woche wieder.
Diese Nummer wird beantragt über Pretoria, manchmal (wie manchmal?) stellt er den Antrag erst gar nicht, weil Ausländer mit ein Touristenvisum die nicht mehr erhalten. Das ist neu! Aber wir sollen doch am Montag wieder kommen. (Mooontag?!)

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Irgendwie ist die Stimmung dahin!
Wir besorgen was zu Essen und fahren zurück zu den Mädels.
Plan B muss her!

Eingestellt von Alina-Frank 10:54 Archiviert in Südafrika Kommentare (2)

Und dann kam Barbie

Plan B

sunny 29 °C
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Nachdem wir beschlossen haben Hans nicht auf den Leim zu gehen, fahren wir enttäuscht und gleichzeitig gut gelaunt Richtung Durban.
Hans lässt uns aber nicht los, immer wieder fällt uns neues ein, dass er hier und da gelogen hat und was für ein Idiot der Mann ist.
Aber warum reden wir noch über ihn? Er ist keine Silbe mehr wert. Bei einer langen Fahrt kommt das Thema leider immer wieder hoch, der lässt uns nicht los. Hierzu ein passendes Bild, gesehen bei unseren Freunden.

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Bevor wir weiterfahren noch Verabschiedung von Tipi, Thomas und deren Flamingo Namens Puli.

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Die 2 haben schon ihre ID, um das Auto zuzulassen da Thomas vor 5 Jahren ein Auto hier gekauft hat. Die zwei fahren Richtung Mosambiq und werden dort auf uns warten. Natürlich ging es bei deren Autokauf und Zulassung nicht reibungslos zu.

Wir fahren weiter Richtung Durban und freuen uns auf Sue und Colin, die wir zwar schon zwei Tage zuvor kurz gesehen haben aber von denen kann man nie genug bekommen. Und ich liebe dieses Haus!
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Aber eins nach dem anderen!
Nach einer Übernachtung in Ladysmith 2 Stunden vor Durban, wo das Wunsch Auto Nummer zwei steht, liegt die nächste Besichtigung an.
Zu der Bruchbude in der wir übernachtet haben brauch ich nicht viel zu sagen, außer dass das Glas Regal vor meinen Augen ins Waschbecken krachte, nach dem ich meine Zahnbürste drauf gelegt hatte. Bis dahin stand ich schon Knöcheltief im Wasser, weil das Sipfon nur mit einem Kabelbinder hochgebunden war.

Alinas Eindruck der Bruchbude, (sie hat wie immer mehr dazu zu sagen als ich) könnt ihr hier lesen:
Wir verbringen eine Nacht in einem seltsamen Gästehaus in Ladysmith. Die Bewertungen waren überaus positiv, leider blieb es dabei. Die Tochter der Besitzer übergibt uns das Zimmer, erklärt Wificode finden wir auf der Folie im Zimmer.
Code lautet sagenwirmal "zickezacke: 4545" Ich probiere es aus, es funzt nicht, Passwort falsch. Ich probier erster Buchstabe groß, mit und ohne Leerzeichen, funzt nicht. Ich gehe die Treppe nach unten, frag nach, da fangen die an zu lachen und sagen nee alles in Großbuchstaben (sehr lustig, Augenroll) , oh, tut uns so leid. (Wie soll ich da draufkommen?) Ok nochmal ich renn wieder hoch gebe jetzt ein "ZICKEZACKE: 4545" Passwort trotzdem falsch. Ich lauf nochmal runter, nee kein Leerzeichen vor den Zahlen. (Grmpf!)
Ich lauf wieder hoch in mein Zimmer aber klappen tut es dennoch nicht. Diesmal laufe ich mit Laptop runter und erfahre dass der Doppelpunkt auch verkehrt ist. (Aaaah!)
Ich habe immerhin mit der Tochter der Besitzer gesprochen, die macht es nicht zum ersten Mal. Wie aufwendig ist es wohl den Zettel für den Code neu zu machen? Bin ich die einzige die das auf Anhieb nicht rafft? Oder arbeiten die mit mein Fitbit zusammen damit ich meine Schritte für den Tag schaffe?
Das Duschbad ist total verbaut, ein Schritt und du trittst auf eine Stufe dann wieder ein Schritt, Stufe wieder runter, zum Klo Stufe wieder rauf, und das auf 4 qm. War der Architekt total besoffen? Und die anderen Bewertungen? Was haben die genommen? Wer jetzt meint, wir fanden es schrecklich, der irrt sich. Wir sind gut gelaunt, lachen über die meisten Sachen und bereuen kein Sekunde unsere Entscheidung.

In ein Vorort von Durban, Kloof treffen wir Plan B, den Besitzer von Auto Nummer zwei. Es gibt ein Plan C, das wäre noch ein weiterer Landrover in Johannesburg, der Stad in der wir vor einigen Tagen gelandet sind. Das wäre nach dem Paris Debakel fast typisch wenn wir nach einer Woche und vielen gefahrenen KM wieder am Anfang stehen würden.

Hier steht er, ein Land Rover Defender Bj 2000 mit 220000 km auf der Uhr, ich check die Technik.
Reifen bei 85 %. Zwei Reserve Räder NEU. (auf so einer Tour brauchst man auf jeden Fall zwei Reserveräder)
Starter Batterie NEU, Dual Batterie NEU. Bremsen komplett NEU. Getriebe, leichter Öl Verlust. Egal!

Das Auto mach ein guten Eindruck, die Technik ist besser als bei dem 2008er, dafür haben wir weniger Ausstattung.
Los geht’s auf die Probefahrt. Scheiße, die Kiste fahrt sich wie ein Traktor. Man gewöhnt sich nur langsam dran.
Nach einer Weile, stelle ich mir vor, mit dem Landy durch Afrika zu fahren und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Wir bauen das Dachzelt auf, ein Reißverschluss ist kaputt, aber sonst Ok. Der Verkäufer macht ein sehr netten Eindruck, wir haben ein gutes Gefühl.

Wir überlegen was wir noch brauchen: Ein Kühlschrank, Gasflasche, Kocher, Tisch und Stühle, Kompressor (auf Sand müssen wir Luft aus den Reifen lassen). Eine Schaufel, falls das mit der Luft nicht klappt. Trotz Long Range Tank (zwei Diesel Tanks) und Frischwasser Tank an Board, brauchen wir noch zusätzliche Reservekanister. Da sagt er plötzlich: "I got that!" und packt alles aus was er hat. Alles was wir benötigen inkl. Kühlschrank für 220 und 12 Volt. Lediglich Küchenzubehör, Stühle und Kompressor fehlen.
Von wegen Kompressor fehlt, das hat der Landy "on Board" (unglaublich), inkl. eine Riesen Edelstahlkiste für den Dachgepäckträger, für Tisch und Stühle. Von wegen Tisch in die Kiste, es gibt auch ein großen Alutisch unter dem Dachgepäckträger in einer extra Halterung.
Aber da ist noch die Klimaanlage, die nicht geht und die Windschutzscheibe hat zwei Macken.

OK, jetzt geht’s ums Geld. Unser Budget ist stramm gerechnet. Ich sage zur Alina, frag ihn „was ist letzter Preis“ und wenn er ihn äußert, nehme ich den so richtig in die Mangel.
Kurzum, sein letzter Preis ist völlig ok, und da er so nett ist, quietscht Alina vor Freude und umarmt ihn. In die Mangel nehmen sieht anders aus, aber der Typ ist einfach so sympatisch.
Er lässt die Klimaanlage reparieren und gibt uns das Zubehör fasst umsonst mit.
Außerdem gibt er uns noch dies und das dazu, und holt einen seltsamen schweren Eisentopf heraus mit Halterung. Ich sag zu Alina was für Quatsch den Topf lassen wir da. Da hatte ich die Rechnung ohne Sie gemacht. Ken sagt uns was man alles mit dem Topf noch machen kann, Alina muss ihn haben.
Fazit: Der Land Rover kostet uns ein Drittel weniger als der andere, bei selber Ausstattung!
Ken, der Verkäufer, ist ein cooler Typ und wir taufen den Landy, Barbie.

Wir haben ein saugutes Gefühl, haben wohl alles richtig gemacht!

Darf Ich vorstellen: BARBIE

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Eingestellt von Alina-Frank 12:54 Archiviert in Südafrika Kommentare (2)

Die Bezahlung, Zulassung, TÜV

da sind sie ja wieder, unsere 3 Probleme

sunny 23 °C
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Wir kommen abends zu Sue und Colin in Durban an und erzählen erstmal von unserer Barbie. Zwischendurch erklären wir das Problem mit der ID, ob es wahr ist dass Touristen mit 3 Monatsvisum diese nicht mehr erhalten? Wie sollen wir bloß das Auto zulassen?

Montags muss Colin nach Mosambik geschäftlich und Sue telefoniert für uns rum um festzustellen dass es leider stimmt, wir können keine ID mehr erhalten, nur Touristen mit ein längerfristiges Visum bekommen diese noch, d.h. wir können das Auto nicht auf uns zulassen.
Jetzt kommt Plan B, wir hatten Sue und Colin gestern bereits gefragt ob sie das Auto vielleicht auf sich anmelden können.
Unglaublich, sie sagen sofort Ja.

Sue freut sich auf ihr neues Auto ;-D , fährt am nächsten Tag mit uns rum, alle Dokumente besorgen. Sie hasst die Behördengänge, und je mehr sie uns davon berichtet desto mehr verstehen wir sie. Unser zweites Problem, Ken möchte das Geld nicht in Bar. Wir schleppen seit Tagen ein Haufen Geld mit uns rum. Sue zahlt es auf ihr Konto ein, sie wird das Geld dem Ken überweisen. Hier in Südafrika wird man von der Bank mit hohen Gebühren für eine hohe Bargeldeinzahlung bestraft, es sind fast 100€. Ihre Bank fragt sie woher kommt das ganze Geld? Sie sagt aus euren Automaten, und erklärt dem Bankangestellten das Dilemma. Die 100€ Gebühr zahlen wir selbstverständlich, es ist der Wahnsinn was Sue auf sich nimmt, denn sie hat auch ein Business und wir hoffen sie bekommt mit dem Finanzamt kein Stress.
Zur Krönung bekommen wir noch ihr Auto, ein netten kleinen Mercedes für die restlichen Tage um Besorgungen zu machen.
Die zwei sind mit Geld nicht zu bezahlen, wir hoffen das sie bald mal nach Deutschland kommen und wir die Möglichkeit haben uns für alles zu bedanken.

Der Tag der Übergabe naht, wir sind ganz aufgeregt alles läuft easy. Jetzt noch TÜV, (Grüße an Markus)

Wir fahren erst zu einem Scheibenfuzzi ähnlich Car Glass. Der sagt mit den Scheiben wird der Tüv nix, wir haben 2 Macken eine ist klein, eine leider etwas größer. Er kann es reparieren, es kann aber sein dass die Scheibe ganz bricht. Na dann los, von wegen! Obwohl wir morgens angerufen haben ob wir vorbeikommen können und eine gute halbe Stunde später da sind, ist der Mann der das macht, nicht da, der kommt erst Nachmittags. Hä?
Dann fahren wir doch zum Tüv bis dahin, das heisst hier Road Worthy Zertifikat.
Den interessiert die Scheibe überhaupt nicht, aber er bemerkt dass die Gummimanschetten der Traggelenke porös und eingerissen sind. Das sollten wir doch machen lassen. Da kommt Sue ins Spiel sie sagt, Frank ist Automechaniker und die 2 müssen dringen los. Ok, Wenn das so ist, dann weiß Frank Bescheid und schon haben wir Quasi bestanden. Aha so geht das!

Am Ende ist der Herr vom Tüv noch total begeistert von unserem Topf. Der Topf! Alina fängt an zu lachen und erklärt Sue dass ich den Topf ursprünglich nicht wollte, da erklärt uns die Sue auch wie toll dieser Topf ist, der Tüv Mann gibt auch sein Senf dazu, was er alles mit den Topf macht, ich glaube hier wird mehr der Topf beachtet als alles andere. Bild vom Topf siehe unten!

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Mein persönlicher Tipp. TÜV in Südafrika, unbedingt ein Topf mitnehmen!

Eingestellt von Alina-Frank 14:26 Archiviert in Südafrika Kommentare (1)

Endlich gehts los

oder auch nicht

semi-overcast
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Es sind noch einige Behördengänge zu erledigen. Sue fährt herum und erledigt das meiste für uns. Wir lassen die Scheibe reparieren (sie bricht Gottseidank nicht) und fahren zu Landroverwerkstatt um das Auto komplett durchchecken zu lassen - vom netten Raj. Natürlich wird auch hier jedesmal der Topf bewundert, „Ein schönen Topf habt ihr da“, ich lach mich kaputt, Frank schüttelt mit den Kopf. In der Werkstatt werden auch die Traggelenke ersetzt und das eine oder andere gemacht und erklärt. Frank rüstet sich für den Weg mit Öl, Luftfilter und Raj erklärt ihm, dass er unbedingt noch eine Ratsche und eine T55 Nuss benötigt um das Getriebeöl zu checken.

Jetzt fahren wir einkaufen. Tom und Tipi hatten uns gesagt, nehmt soviel Vorräten mit wie ihr mitnehmen könnt. Campingstühle werden gekauft, Küchenzeugs, Bettdecken, und viele Nahrungsmittel, Dosen mit Gemüse, Corned Beef usw. Als wir die Zwei fragen was die mitgenommen hatten, staunen wir, dass soviel Vorräte bei denen nur paar Dosen sind. Nach kurzer Zeit bekommen wir eine Einkaufsliste von den beiden, deren Dosen reichten gerade mal für eine Woche.

Also fahren wir erneut einkaufen, die T 55 Nuss ist auch nicht so einfach zu bekommen, denn entweder man bekommt sie in einem Set, das über 100€ kostet, oder gar nicht. Neue Nummernschilder scheint auch ein Problem zu werden, immer wenn wir ein Laden ansteuern hat der zu. So vertrödeln wir die meisten Zeit zwischen Ballito, La Mercy (Wohnort von Sue und Colin) und Durban. Die Fahrt nach Ballito ist für uns ein Genuss, am Meer entlang kommt immer wieder diese Stelle, die Bilder geben es leider nicht wieder.

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Jedesmal nehmen wir uns vor am Strand anzuhalten und paar Minuten hinzusetzten. Wir haben einige Monate vor uns aber irgendwie keine Zeit.
Einige Läden schließen um 5 Uhr, einige später. Da es gegen 18 Uhr stockfinster ist, sehen wir zu, dass wir dann zurück sind. In Ballito ist ein Autoteile-Lieferant, der fast alles hat, außer die Nuss. Er verspricht uns aber diese zu bestellen - für Montag. Daneben ist der Baumarkt und der Carglass-Laden. Zum Letzterem müssen wir erneut, zwecks Versicherung. Er stellt uns ein Zertifikat aus, dass unser Auto keine Gurke ist und versichert werden kann. Immerhin etwas und nicht zu vergessen wir haben auch den Topf ;-).

Zurück zum Makro-Markt in Durban, so eine Art günstige Metro für alles. Wir kaufen erneut ein. Kisten um alles zu verstauen werden gekauft, weiteres nötiges Werkzeug. Kaum streichen wir was von unserer Einkaufskiste kommt was Neues hinzu. Wir sind jeden Tag unterwegs, außer ein Moskitonetz für große Betten und das Solarpanel scheinen wir alles zu bekommen.
Abends muss ich arbeiten. Wir haben kaum Zeit für Sue und Colin. Colin sehen wir nur kurz am Wochenende und Montag Früh muss er schon wieder nach Mosambik in die Arbeit.

So vergehen die Tage, wir sind jeden Tag Irgendwas besorgen und kennen 3 Malls schon in- und auswendig. Wir kommen täglich mit vollen Einkaufswagen zurück. Das ist lästig und fast wie der Wochenendeinkauf zuhause, nur extremer. Samstag Abend kommen uns die Gastgeber entgegen, sie müssen noch was erledigen. Wir haben ja Schlüssel und kennen uns aus. Es fängt an zu stürmen, wussten wir schon vorher. Angekommen gucken uns die Hunde der beiden etwas verängstigt an.

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Draußen, fliegen die Mülltonnen durch die Gegend. Der Wind ist so stark, Colin's Grill wird vom Wind umgestoßen. Der ist so schwer, Frank kann ihn nicht alleine hochheben. Wir tragen alles rein was weg fliegen könnte. Und beobachten den Sturm. Später erfahren wir der Wind ging bis 90-140 km. In Durban Stadt hat er einiges verwüstet.

Ein paar Tage deutsches Wetter erwartet uns. Bissl regnerisch bewölkt, abends kalt. Tagsüber ist es aber wärmer. Es fühl sich gar nicht wie Afrika an. Bisher haben wir 2 tote Schlangen, mal einen Strauß an der Straße und ein paar Äffchen gesehen, aber sonst vergessen wir wo wir eigentlich sind. Durban ist sehr modern. Dass Menschen entlang der Autobahn laufen oder direkt an der Leitplanke wohnen daran gewöhnt man sich erstaunlich schnell.

Jetzt benötigen wir eigentlich nur noch meinen Firmenlaptop, der Dienstag kommen soll und ein Visum für Mosambik.
Letzteres soll man schnell im Konsulat in Durban bekommen.

Wir kommen etwas spät los und verfahren uns, dann kommen wir kurz vor 11:30 Uhr an. Wir sind die Einzigen im Raum, das wird ein Klacks! Wir sollen nur ein Formular ausfüllen, nebenan werden Fotos gemacht, das ist ja easy. So jetzt nur die Gebühr zahlen, leider bekommen wir nur 1 Wisch den wir bei der Bank einzahlen müssen. Die ist aber gleich um die Ecke links. Dass machen wir doch mit links. Nach einer guten Weile rumlaufen, merken wir dass es alles andere als „um die Ecke links“ war. Wir fragen und werden prompt woanders hingeschickt. Mittlerweile wird es 12 Uhr, wir beeilen uns und laufen die Straßen rauf und runter. Wir wollen vermeiden dass das Konsulat in Mittagspause mit unseren Pässen geht.

Wenn wir gewusst hätten, dass es so weit ist, wären wir mit dem Auto gefahren, aber jetzt in der Mittagshitze ist es kein Spaß. Wir kommen total außer Puste in der Bank an. Hier sind die Räume wenigstens klimatisiert. Wir zahlen und rennen wieder den Weg zurück, es geht Berg runter und wir schaffen es genau vor der Mittagspause wieder zurück. Der Zollbeamte staunt, habt ihr es doch geschafft, super. Können wir das Visum dann haben? Nach seiner Mittagspause gerne. Die Visa macht er natürlich erst fertig wenn bezahlt ist. Wir fahren jetzt zurück ins nahe Einkaufszentrum und machen auch Mittagspause. Die haben wir uns auch wirklich verdient.

Eigentlich ist alles bereit und wir können Richtung Thomas und Tipi fahren die auf uns in Mosambik warten. Wir sollten genau an Thomas Geburtstag ankommen, das ist der Plan für die nächsten Tage.

Eingestellt von Alina-Frank 09:54 Archiviert in Südafrika Kommentare (0)

Zurück nach Johannesburg

Testkilometer?


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Man macht Pläne und man reist um die Pläne wieder über den Haufen zu werfen.

Endlich ist der Laptop angekommen, aber es geht nicht. Ärgerlich, laut meiner Firma muss ich ins Firmennetzwerk, denn sonst kann man mir nicht helfen. Also los nach Durban zum Flughafen, aber dort gibt es nur laut Google eine Filliale. Schnell in die City, bevor der nächste Schalter schließt. Hier angekommen schaut mich Brian, der Mitarbeiter an. Hi, ich bin Alina arbeite für die Firma in Deutschland und muss ins Firmennetzwerk, brauch dein Kabel. Waas? Ich kann dich doch nicht da einfach ranlassen, sagt mir der liebe Mann und hat natürlich vollkommen Recht. Da könnt ja schließlich Jeder kommen. Nach langen hin und her und rumtelefoniererei mit Brians Vorgesetzter und anderen, beschließen wir am nächsten Tag wieder zu kommen, denn jetzt hat der Schalter geschlossen.

Abends ruft mich noch der Südafrika Support meiner Firma an, ein Mitarbeiter wird sich in der früh meiner Probleme annehmen.
Am nächsten Tag morgens wieder hin, Brian ist entspannter. Er hat Kundschaft, da braucht er sein Kabel, es ist ein kleiner Schalter mit einem einzigen Arbeitsplatz. Der Support schaltet mein Laptop frei, siehe da, ich kann es immerhin bedienen. Jetzt sollte es noch ein paar Freigaben geben und danach kann man über jedes Wifi ins Firmennetzwerk kommen und die Seite bearbeiten.
Ich fahre wieder zu Sue heim und stelle später fest das es nicht funktioniert. Das System ist am nächsten Tag wegen Updates usw. eh außer Betrieb also google ich und finde eine Filliale in Nelspruit, das liegt Quasi auf den Weg.
Wir beschließen am nächsten morgen loszufahren bis Nelspruit, die Fahrt ist an einem Tag kaum zu schaffen. Eines gibt mir aber zu bedenken, warum finde ich diese Zweigstelle nicht auf der Firmenwebseite?

Morgens Verabschiedung von unserer lieben Sue, am liebsten würden wir sie mitnehmen, sie strahlt so eine Energie und Freude aus. Ich glaube sie würde auch glatt mitkommen.
Wir sind etwas enttäuscht, denn egal wie wir es drehen und biegen, zu Thomas Geburtstag schaffen wir es nicht mehr. Mit einem lachenden und weinenden Auge verlassen wir unser Luxusdomizil.

Jetzt geht's endlich los.
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Oh Mann wir sind wirklich in Afrika und machen diese Tour. Ach du je!
Ich dachte schon wir kommen gar nicht mehr weg, der Abschied fällt mir und Alina sehr schwer, die zwei haben uns unglaublich viel geholfen und zum Abschied sagt Sue: “wenn ihr wieder kommt, müsst ihr aber länger bleiben“. Colin ist die Woche über nicht da, sondern alle 14 Tage geschäftlich in Mosambik. Daher kennt er sich gut aus, was Mosambik angeht und konnte uns wie auch schon Thomas viele hilfreiche Tipps geben.
Ein wichtiger Tipp für Landyfahrer, die Schrauben an der Fahrzeugbeleuchtung (Bremslicht, Fahrlicht usw. ) mit Silikon zuschmieren.

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Die sind begehrt in Mosambik und werden gerne geklaut. An unser Auto haben wir 13 Schlösser für: Tisch, Gasflasche, Reserverad, Kisten, Reservekanister, alles was wegkommen kann, hat ein Schloss.
Auf den Shoppingparkplatz haben wir schon Mal beobachtet wie einer unser Auto genau inspiziert und alle Schlösser genaustens angeschaut hat.

Barbie ist gepackt und getankt.

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Wir haben 160 l Diesel 75 l Wasser und 40l Trinkwasser an Bord, Lebensmittel für mindestens vier Wochen. Außerhalb von Südafrika ist alles teuer. Der erste Tag auf der Straße.

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Immer wieder senkt sich mein Blick nach unten auf die Instrumente, sind die Warnleuchten noch aus, was macht die Temperaturanzeige?
Es ist heiß und die Straßen sind schlecht, Berg hoch Berg runter, Barbie tut sich schwer mit dem ganzen Gewicht. Das ständige hoch und runter schalten ist für uns beide anstrengend. Die Kupplung geht schwer und die Gänge sind haklig. Die Synchronringe haben auch schon gelitten.
Aber was solls sie mag es eben nicht so ruppig.
In den zwei Wochen zuvor konnte ich mich ein wenig mit unserem neuen Auto beschäftigen.
Der Ölverlust am Verteilergetriebe, Motor und an der Lenkung plus das Rumpel-Geräusch das manchmal auftritt. Am wohlsten fühlt sich Barbie auf der Landstraße bei 90 km/h , Autobahn und Stadt ist nicht ihr Ding. Wie Sue sagt. No Women is easy! (Keine Frau ist einfach)
Dem gibt es nichts hinzuzufügen, außer ich hab jetzt zwei von der Sorte! ;-)

Premiere, die erste Übernachtung ! Wir kommen spät an auf dem Campingplatz an,
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bis wir uns angemeldet haben, Strom angeschlossen usw. ist es fast dunkel. Na super, das Zelt das erste mal aufbauen.
Aber kein Problem, alles klappt wie am Schnürchen.

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Wir gehen noch was essen und dann ab in die Falle. Der Campingplatz ist spitze, da können sich die Europäer noch was abschauen. Die sanitären Einrichtungen, das Restaurant, der Platz, das Personal, vom feinsten! Pfaue laufen durch den Platz, ein kleinen Zoo mit Ziegen, Gänsen und wer weiß was sonst noch dabei ist.

Der morgen danach. Alina tut zwar der Rücken etwas weh, sie hat aber einigermaßen gut geschlafen. Ich weniger, die Matratze ist zu dünn, mir tut alles weh. Ich hab als Jugendlicher zuletzt in einem Zelt geschlafen, hab kein Auge zugemacht. Aber irgendwie ist es auch cool auf dem Dach zu schlafen. Wir kaufen uns am nächsten Tag Schaumstoff für unter die Matratze und schauen dann weiter.

Weiter richtung Nelspruit

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In Nelspruit angekommen erledige ich die letzte Einkäufe, Alina sitzt im Internetcafe und versucht ihr Rechner zum laufen zu bringen. Wir müssen feststellen dass es in Nelspruit keine Filliale meine Firma mehr gibt, der nächste ist ca. 350 km entfernt in die andere Richtung und der Support kommt nicht auf mein Laptop.

Das ist wirklich ärgerlich, so viele Mitarbeiter versuchen den Laptop hinzubekommen aber da er nicht ans Netzwerk angeschlossen ist kann jeder nur mutmaßen was das Problem ist. Theoretisch müsste es funktionieren, praktisch sieht es anders aus. Natürlich wurde er in Europa getestet aber wir sind hier in Südafrika und warum es nicht geht ist ein Mysterium. Ich telefoniere mit 3 Kollegen, mache Schritt für Schritt was die mir sagen aber ich komme nicht weiter. Wir müssen in eine Filiale.
Ich entscheide mich für die Johannesburgfilliale da morgen Samstag ist und am Flughafen am längsten gearbeitet wird. Außerdem habe ich den Airportmanager kennengelernt und der lässt mich ohne Rückfragen ins Netzwerk. Wir fahren Samstags hin nach Johannesburg und wieder zurück nach Nelspruit.
Nach 2 Wochen stehen wir wieder in der Stadt in der wir gelandet sind. Wir müssen lachen,
aber morgen geht es definitiv weiter nach Mosambik.

( Die Geschichte des Laptops. Obwohl mir Samstag in Johannesburg der Supportmitarbeiter versichert hat der Laptop wird Montag funktionieren, ist das nicht passiert. Angeblich fehlte noch eine Freigabe in Deutschland oder Niederlande oder UK, oder Frankreich. Wir fuhren Sonntag über die Grenze nach Mosambik und außerhalb von Südafrika gibt es weit und breit keine Filliale mehr. Ich habe wegen diesem blöden Laptop den Flug verschoben, wir sind 2 Wochen später da als geplant. Wir sind extra 500-600 km die letzten 2 Tage rumgefahren, unsere Freunde warten um die Reise zu starten. Der Firma bot ich an erneut nach Johannesburg zu fliegen aber nicht mehr auf meine Kosten. Nur was ist wenn das Ding immer noch nicht geht? Es wurde ausgemacht dass ich mich melde wenn ich wieder in Südafrika lande. Dann wurde mir die Zusammenarbeit gekündigt. Da ich die geplanten Blogs nicht selbst ins Firmennetzwerk stellen konnte wurde es auch später seitens Firma nicht gemacht. Diese wurden zumindest bezahlt, anfangs. Über den Rest wurde gestritten, beim einschalten eines Rechtsanwaltes am Ende bezahlt.)
Der Laptop ist Monate mit uns gereist, hat in seinem Koffer aber nicht viel davon gesehen. Eine solche Verschwendung an Zeit und Geld ist wirklich traurig.

Eingestellt von Alina-Frank 02:30 Archiviert in Südafrika Kommentare (1)

zurück in Südafrika

dort wo alles begann

sunny 36 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Unsere Wiedereinreise (Südafrika) wird kein Problem, der Grenzbeamte gibt uns direkt ein Stempel für 3 Monate. Theoretisch müsste er uns nur 1 Woche geben, denn 3 Monate stehen uns erst wieder zu, wenn wir aus Deutschland wieder einreisen. Dies liegt im ermessen des Grenzbeamten, sagt dazu die Südafrikanische Botschaft. Die erste Hürde geschafft.

Die Fahrt ist wie immer schön, was wir allerdings gar nicht vermisst haben, der Müll meist Plastik, überall, besonders in der Nähe der Townships. Das findet man auch woanders nicht nur in Südafrika.

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25.01.18 bis 26.01.18 Springbock Caravan Park

Unsere erste Anlaufstelle ist natürlich ein Einkaufscenter, um Daten für die Telefonkarte zu kaufen, Lebensmittel und Feuerholz. Wir kaufen also wieder Feuerholz aus Namibia, grrr...

Nach einer Nacht in Springbock fahren wir Richtung Augrabies Falls, übernachten aber ca. 20 km entfernt, am Lake Grappa. Ein See für Wasserskifahrer mitten in einer Traubenregion. 26.01.18 bis 28.01.18 Lake Grappa Room & Camping

Als wir auf der Campsite ankommen, ist die ganze Wiese ist mit Kuh Mist voll geschissen, der Besitzerin ist das ein bisschen unangenehm.
Sie schickt gleich eine Angestellten los der sich dem Problem annehmen soll. Sie schalten die Rasensprenger ein und verteilen den Mist gleichmäßig mit dem Rasentraktor.

Was für eine Sauerei! Aber gut für den Rasen!

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Die Campsite bietet für jeden ein eigenes Bad, mit Badewanne und Dusche. Trauben gibts auch zu naschen, hier fühlen wir uns pudelwohl.

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Außer der Wind der abends wieder extrem nervt, ist hier alles perfekt. Der erste Sonnenuntergang nach einem kurzen Gewitter ist einer der schönsten.

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Am nächsten Tag geht es zu den Augrabies Falls, die sind ähnlich ausgetrocknet wie die Victoriafälle. Das Besucherzentrum ist ganz hübsch, bietet ein nettes Restaurant, Informationen und viele Rock Dassies drumherum.

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Dassies können auch auf Bäume klettern, einer klettert sogar auf Barbies Dach. Manche sehen süß aus, manche gucken nur dämlich aus der Wäsche.

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Jetzt zu den Falls, wir sind spät dran, die Sonne ist viel zu hoch für vernünftige Bilder. Einer schrieb im Internet ab Ende Januar wäre mehr Wasser da, die perfekte Zeit, der hatte wohl auch keine Ahnung. Die linke Wand (Bild unten) wäre normalerweise bedeckt mit Wasser.

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Oder die Rechte Wand auf dem nächsten Bild.

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Später treffen wir jemand der 1 Monat später hier war und der hat auch nicht mehr Wasser gesehen.

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Das Scild hat mir gut gefallen, ich fand die Bilderdarstellung lustig.

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Kleine Eidechsen überall, manche davon sind sehr farbenvoll.

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Wir fahren ein wenig rum, Gamedrive nennt man das hier. Zunächst viel Landschaft.

Ronde-CT50.jpgRonde-CT51.jpglarge_Ronde-CT52.jpglarge_Ronde-CT48.jpglarge_Ronde-CT49.jpg

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Hier beschließt Frank etwas aufzuräumen.

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Hmm, doch zu schwer die Steine, dann lieber Blödsinnsbilder.

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Tiere sehen wir kaum, ein paar Affen und ein Oryx, der anscheinend keine Zeit für ein Foto hat.

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Highlight für Frank, er fährt mit Barbie durch Flüsse, sonst mag er den Park gar nicht, ich finde ihn ok.

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Wir übernachten auch heute am Lake Grappa und genießen die untergehende Sonne. Wir liegen zusammen in der Hängematte und plötzlich hören wir seltsame Geräuche. Wir sind umzingelt!

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Heute wird der Sonnenuntergang zwar nicht so spektakulär wie gestern, aber trotzdem wird es schön.

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Auf den Weg zurück, zeigt unser Tacho 240.000 Km, d.h. wir sind etwas 20.000 Km Quer durch Afrika gefahren.

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28.01.18 bis 29.01.18 Springbock Caravan Park
Zurück für eine Übernachtung, hier sehen wir dass die Webervögel sich Häuser mit Eingang bauen, manche haben auch etwas wie ein zweites Zimmer. Abends sehe ich live wie sich die Campkatze ein Vogel vom Boden holt :-o. Wär der lieber in sein Häuschen geblieben :-( .

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Wir machen uns auf den Weg Richtung Kapstadt. Wir machen halt an der Rondeberg Campsite. Die ist so schön, wir planen direkt mehr Tage ein.

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Eine eigene Campküche und eigenes Bad hatten wir öfters, hier ist die Campküche aber komplett windgeschützt und überdacht, man fühlt sich wie "Zuhause". Für Camper mit Großeltern oder welchen die nicht unbedingt ins Zelt krabbeln wollen, gibt es zusätzlich zur Campküche und eigenes Bad auch ein Zimmer mit Doppelbett oder sogar mit 4 Betten. Es gibt auch ein See, (der sich später als Fluß rausstellt)

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ein Pool,

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Schaukel, Trampolin.

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Au weia, ich erinnere mich dass Frank in der Schule mal als Abstieg fast gegen die Wand gekracht ist. Kaum zu Ende gedacht..

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Mit dem Abstieg hat er es nicht so. Hier gibt es auch Lodges für 4 Personen und auch kleine Zimmer für 2.

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Abends gehen wir spazieren im Mondschein, setzten uns am Pool und spielen mit den 33 Katzen. (Korrekt 33, richtig gelesen)

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Wenn es ganz dunkel wird, machen wir unser Feuerchen. Vorher gab es Steak.

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Nach einigen Tagen fahren wir, um Thomas und Tipi in Kapstadt zu treffen.

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In Kapstadt fahren wir erstmal zu Land Rover, Frank möchte sich um die Klima kümmern. In der Nähe gibt es ein Einkaufszentrum, und wir fahren hinein. Schnell merken wir, dass wir mitsamt Reifen auf dem Dach eine Höhe von etwas mehr als 2,40 m haben. Wir können nirgends reinfahren. Zwar ist der Parkplatz den ich ausgesucht habe auf den Dach, aber an den Schranken sind Höhenbegrenzungen. Wir stehen blöd da, hinter uns sind Autos, zurückfahren geht nicht, hinein auch nicht. Da kommt ein Security Typ und schlägt vor über den hohen Bordstein auf den Parkplatz zu fahren. So haben wir kein Ticket. Er sagt, ihr drückt den Button, hab mein Tagesticket verloren und zahlt nur 5€. Cool gelöst, Gottseidank hatte heute der Typ Dienst. An der Ausfahrt gab es keine Höhenbegrenzung. Was machen wir nach der anstrengenden Nummer? Natürlich Sushi essen, was sonst. Typisch kaum sind wir in der Zivilisation, holt uns die Sucht nach Sushi ein.

Wir treffen Thomas und Tipi in Kraifontein bei African Overlander. Barbie und Lilly sind erstmal wieder vereint.

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Hier auf der African Overlander Farm, kommen viele Autos aus aller Welt an die eine Afrika Reise machen. Duncan, verschifft, lagert auch Autos ein, und bietet auch günstige Langzeitmietpakete. Duncan und Ellie, die Besitzer, beide Europäer, sind total nett, hilfsbereit und haben tolle Tipps für Reisende.

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Am ersten Abend quatschen wir in dem Social Area Kontainer, (der heißt wirklich so). Wir trinken zu viel aus der Kopfwehflasche, ich bereue es am nächsten Tag. Trinkfest bin ich immer noch nicht. Am nächsten Tag verabschiedet sich mein Handy und ich muss mir eine neues besorgen.
Dafür bleibt die Campküche am nächsten Abend kalt, wir fahren zum Italiener. Der entpuppt sich als Geheimtipp, die Pizza ist köstlich.

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Ein Abend später fahren wir mit Uber nach Hout Bay. Tolle Location am Strand mit weißen Sand,

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nur das Sushi schmeckt nicht so gut wie es aussieht.

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Dann halt im Sonnenuntergang ein wenig rumlaufen und den Abend genießen.

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Wir versumpfen abends in eine Bar aber den gestrigen Abend beim Italiener können wir nicht toppen, weder mit dem Essen oder der Stimmung.
Nach wenigen Tagen trennen sich unsere Wege. Wir treffen uns mit Mark, der ursprünglich gar keine Zeit hatte und es doch spontan möglich gemacht hat. Tom und Tipi fahren kurz zur Garden Route, wir sehen uns Kapstadt mit Mark an. Dazu mehr im nächsten Beitrag

Eingestellt von Alina-Frank 09:26 Archiviert in Südafrika Kommentare (2)

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