Reise blog von Travellerspoint

Tanzania

Grenzübergänge und Strassenkontrollen

das Portemonnaie

sunny 30 °C
View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

Liebe Leser, wir würden uns wahnsinnig freuen wenn mehr Leute den Blog kommentieren würden, wir fragen uns natürlich auch was ihr so treibt.
An dieser Stelle vielen Dank an Silke P. und Scholdi, die schon sehr fleißig waren.

Wir wollen zum Kilimandscharo und zur Gnu-Wanderung in der Serengeti, der Weg dahin ist noch weit. Der Grenzübergang nach Tansania sprengt alle Rekorde, 3,5 Stunden rennen Thomas und Alina zur heißen Mittagszeit von einem zum anderen. Wir haben das Gefühl wir sind die ersten Menschen überhaupt hier. Tipi und ich sitzen im Auto und waaaarten.

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Während Frank und Tipi im Schatten bei kühlen Getränke auf uns warten, kämpfen wir (Thomas und Alina) hier mit den Behördenkram. Dabei sind die Behörden gar nicht mal so unorganisiert oder extrem langsam, aber seltsame Wünsche haben sie. Das Visum muss man mit USD zahlen, die Versicherung fürs Auto aber nicht, die kann man nur in Landeswährung zahlen, aber bei der Bank, nicht am Schalter. Jedes Dokument bekommt 3 Stempel, ob bei der Bank oder woanders.

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Die Grenze ist geschafft, jetzt nur noch schnell eine Telefon Karte kaufen und dann ins Camp. Diesmal sitzen Thomas und ich (Frank) im Auto und warten. Nach 2,5 Stunden platzt Thomas der Kragen.

Ich (Alina) und Tipi wollen doch nur eine Telefonkarte kaufen und da ein paar GB Daten draufladen. Das ist nicht einfach, denn die erste Tante macht wohl keine Registrierungen, der zweite Typ kennt sich angeblich aus und tippt stundenlang auf meinem Handy herum. Tipi ist frustriert. Kein Wunder wir stehen an der staubigen Straße, es kommt zwischendurch ein Wind zu uns, ohne Kühlung, dafür aber mit heißer Staubwolke. Das Problem ist, die Karten müssen registriert werden, der Typ fotografiert unsere Pässe, unsere Gesichter, um dann zu sagen: „Sorry, bei dem Heimanbieter geht die Registrierung nicht durch“. Also versuchen wir Vodafone, den anderen Anbieter. Wieder werden wir und die Pässe fotografiert. Einem anderen Kunden gefällt das so gut, dass er auch ein Foto mit uns will. Tipi ist kurz vor dem Platzen und ich sage, hinten stehen unsere Männer, die musst du erst Mal fragen. Unzufrieden dampft der ab. Ist unser Telefonverkäufer endlich konzentriert, kommt eine Kunde und kauft ihm eine Zeitung ab, d.h. er bedient die alle auch noch zwischendurch. Ich hab in der Zeit Bananen gekauft, war auf dem Klo, habe Thomas und Frank zu einem Schattenplatz dirigiert, hab kalte Getränke geholt und streichle Tipi um zu vermeiden, dass sie gleich den Typ zu Sau macht. Als ich wieder kalte Getränke hole kommt Thomas dazu und eskaliert Richtung Verkäufer, was mengst du da rum? Also du schaffst es in 15 min. oder es gibt kein Geld. Ich hab schon meine 10 GB bezahlt, aber der Typ ist so beeindruckt von Thomas Eskalationskünsten, er packt alles zusammen und sagt wir müssen allezum Vodafon Shop. Der ist Quasi um die Ecke 5 Gebäude weiter. Aaahhh! Der Typ dort tippt 5 Minuten auf jedem Handy herum und schafft es. Wir könnten zu viert den ersten Typ erwürgen. Ich kleb ihm eine Schild auf den Rücken: Ich bin ein Vampir - leider kennt die Story hier noch keiner.

18.10.17 bis 19.10.17 Bongo Camp

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Wieder nur eine Übernachtung, aber hier gibt es unerwartet Strom und Internet Empfang.
Der Platz ist sehr gepflegt, mitten im grünen Dschungelgarten auf fast 1800m Höhe, aber am besten sind die Duschen.
Mit einem eiskalten Eimer Wasser aus dem Brunnen und einer Schöpfkelle bewaffnet geht’s los, nach diesem schweißtreibenden Tag im Auto, genau das Richtige. Die ersten zwei Kellen kosten noch Überwindung, dann macht es richtig Spaß. So hatte ich mir Afrika auch vorgestellt.

Die Fahrt zum nächsten Ziel ist traumhaft, wir erreichen 2200m Höhe, alles ist grün, Bananenbäume, Teeplantagen. Ach ist Tansania schön.

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Malawi war staubig und trocken, doch nach 800m Abstieg wird auch Tansania staubig und genauso trocken. Wir kommen aber langsam in die Regenzeit und hier und da gibt es die ersten Tropfen.

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Nach dem Regen gibts tolle Bilder.

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Die Einkaufssituation ist hier leider nicht besser, obwohl Tansania nicht so arm wie Malawi ist, gibt es hier nur kleine Tante Emma Lädchen zum Einkaufen. Wir finden jedoch einen Getränkegroßmarkt, den wir fast leer räumen.

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Ein deutlicher Unterschied zu Malawi gibt es schon, der Verkehr in dieser tansanischen Großstadt ist irre, wir stehen zum ersten Mal im Stau. Auch außerhalb der Stadt wird es nicht besser. Einen LKW nach dem anderen müssen wir überholen. Dabei gilt es immer die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten, denn die Polizei hier ist notorisch streng, in Malawi hatten wir das Gefühl dass die sich für uns nicht interessieren.

Schon kurz hinter Mbeya ist Schluss mit lustig. Die T1, die Hauptverbindung West-Ost in Tansania wird erneuert. Wir sind einige Wochen zu früh dran und fahren nun 200km durch eine Baustelle neben der schönen neuen Straße her. Hinter einer endlosen Karawane staubender LKWs, auf einer Piste die den Namen Straße wirklich nicht verdient hat, eher eine Ansammlung von Schlaglöchern und Speed-Bumps auf Sand und Schotter.

Damit man zwischendurch nicht Amok läuft kommt immer wieder ein kurzes Stück frischer Teer. Leider gibt es hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder 30 Km/h und alle paar Kilometer steht einer mit Radarpistole. Die spinnen doch!

Heute sind wir dran mit vorausfahren. Da wir uns strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung hielten als Einzige, überholen uns alle inklusive Tipi und Thomas. 20km vor dem Tagesziel werden die 2 vom Polizisten gestoppt. Ihre Erzählungen:
Wir sind 65 gefahren bei erlaubten 50 behauptet der Polizist. OK, kann sein. Und nun? Wir müssen morgen früh zum Gericht, sagt er uns. Aha, na gut , wenn es denn sein muss. Zwischendurch behauptet er wir wären 78 gefahren. Da widerspricht Tipi energisch und er sieht seinen Irrtum ein. Nun bietet er eine andere Option an, eine die ohne Gerichtstermin funktioniert. Ich war darüber irgendwie nicht wirklich überrascht. Für 50US$, zahlbar an Ort und Stelle wäre die Sache ereledigt. Nun kommt der Auftritt unseres Polizeigeldbeutels, etwas das man in Tansania immer parat haben sollte. Ich zeige ihm den Geldbeutel mit ca. 30.000 Shilling (12 Euro) und beteuere treuherzig, dass das alles ist was wir haben. Er geht kurz telefonieren, kommt zurück und meint nun die Strafe beträgt 30.000 Shilling. Na was ein Zufall!, genau so viel haben wir doch.
Ich steige aus und fülle ein Protokoll aus - wir bekommen tatsächlich eine Quittung. Darauf besteht Raser-Tipi, der Verkehrs-Rowdie. Die Sonne geht langsam unter, ich bin froh, dass es endlich weiter gehen kann. Stolz auf unser Souvenir. Darauf ist sogar Tipi's Alter vermerkt. Der Polizist meinte noch sie sieht aber viel jünger aus als 40.

Übringens so eine Portemonnaie extra für die Herren der Polizei haben wir auch, den Tipp haben wir von Colin bekommen.

19.10.17 bis 22.10.17 Kisolanza Farm
Jeder hat so sein eigenes Ding auf der Reise entwickelt. Frank z.B räumt alle 2-3 Tage das Auto um, Tipi kocht mehr als meine Oma und mit gleicher Liebe, Thomas gibt den Tom an und macht die Reiseplanung und ich hab das Feuerholzsammeln als Meditation entdeckt, das ist jetzt mein Ding geworden. Die anderen machen sich über mich lustig, aber am Lagerfeuer kommen sie all wieder daher.

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Ein schattiges Plätzchen im Wald ist unser Campinglatz, ein schönes Lagerfeuer, schöne Toiletten und eine nette Strohhütte direkt an unserer Campsite. Internet gibt’s wenn Strom da ist. Der Strom ist hier auch ein Problem, aber nicht ganz so übel wie in Malawi.

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22.10.17 bis 23.10.17 Chogela Campsite und Ruaha Park

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Endlich wieder Tiere, wir besuchen den günstigsten Park Tansanias den Ruaha. Wir wurden schon gewarnt hier gibt es die Tse Tse Fliege. Am Eingang halten Thomas und Tipi vor uns am Schlagbaum. Hinter uns weit und breit kein Auto. Wir werden trotzdem aufgefordert, ca. 100 m weiter zu parken und die Formulare auszufüllen. Dass die Autos da stehen bleiben und einer ausfüllt geht gar nicht. Tom und Tipi machen das zähneknirschend und werden beiden von der Tse Tse gestochen. Tipi killt mindestens 2 Stück mit ihren Stromtennisschläger. Ich schaffe es wedelnd das blöde Formular auszufüllen ohne gestochen zu werden. Ich steige ins Auto, da schlägt mir Frank aufs Bein. ich hab eine Tse Tse mit ins Auto geschleppt. Das fiese an den Dingern, auch nach einem harten Schlag ist die Tse tse bewusstlos, aber nicht tot, sie steht einfach wieder auf. Da Frank das weiß, geht er sicher, die Fliege sticht keinen mehr.

Kaum am Schlagbaum vorbei, ein Tümpel mit Crocs und Hippos und seltsame Felsen. Als ich näher gucke, sehe ich die Felsen sind aufgedunsene tote Hippos, die Crocs freut es. Auf der anderen Seite sehen wir noch mehr tote Hippos, ein Gestank zieht zu uns.

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Ich steige sofort ins Auto, das will ich nicht sehen. Am liebsten würde ich sofort umdrehen, Frank hat auch kein Bock mehr. Zunächst wissen wir nicht was hier passiert ist. Später erfahren wir durch Internetrecherche, dass hier Milzbrand (Anthrax) ausgebrochen ist. Schon 50 Hippos sind im Ruaha Park verendet in den letzten 4 Wochen. Erstaunlich, dass der Park für Besucherverkehr nicht gesperrt wurde.

Die Zahlstation ist 30km weiter im Park. Wohl damit keiner am Tor umdreht, wenn er die Preise sieht. Knapp 240 US$ alles zusammen für uns 4 und die beiden Autos. Eine weitere seltsame Bedingung, wir müssen mit Kreditkarte zahlen. Wir zahlen zusammen da die Dame um das Auto vor uns abzufertigen fast 45 Minuten braucht. Was macht die wenn 5 Autos anstehen? Der letzte hat schon fast den halben Tag an der Zahlstation verbracht? Es werden Ausweise angesehen, PassNr eingetragen, haben wir was verpasst, ist das hier ein neues Land in Afrika und wir benötigen eine Visum? Tansania ist unverschämt hoch mit seinen Parkeintrittspreisen, der Ruaha ist dabei noch der günstigste Park. Was soll's, wir bezahlen und machen uns auf zu unserem ersten Game Drive in Tansania. Vorteil hier, stehen bleiben kann man wo man will, aussteigen und Fotos machen jederzeit und überall - das wird in den bekannten Parks später anders sein.

Schon an der Zahlstation sehen wir Impalas, Giraffen und ein Elefanten im Hintergrund. Nach einigen Metern fällt mir auf ich hab den Wisch den ich bei der Ausfahrt abgeben muss an der Zahlstation vergessen, also erneut zurück. Da begegnet uns ein Elefant ganz nah.

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Kaum sind wir da, kommt eine Herde daher.

Die Landschaft hier ist unglaublich schön, die Wolken bringen uns oft einen kühleren Schatten.

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Mittags gibt es Tiere zu sehen die sich alle eine Schattenplätzchen suchen.

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Baobab Bäume überall

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und hier seht ihr Frank daneben als Größenvergleich

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Wir müssen ein Flussbett durchqueren, diese zweite Sandpartie klappt besser als am Campingplatz bei Wilie. Mindestens 500 Meter weicher Sand. Obwohl Alina und ich bedenken habe fährt Tipi und Tom einfach durch. Ok. diesmal hohle ich mehr Anlauf und siehe da, kein Problem. Wir kommen auch super durch. Doch dann passiert es wieder, ein schmales Flussbett, Tipi und Tom wieder vorne weg.
Schon im ersten Drittel gräbt sich deren Pajero an den Hinterrädern ein und kommt zum Stehen.
Mist, der Park ist nicht so gut besucht, da er ziemlich abseits liegt, so groß ist wie Bayern und nach einigen Stunden haben wir nur ein weiteres Auto gesehen. Die Schaufel kommt wieder zum Einsatz, Thomas gibt alles.

In der Zeit lasse ich die Luft aus meine Reifen, 1,5 Bar das müsste reichen. Wir haben vor dem Park frisch getankt, unser Gewichts Problem hat sich nicht verbessert Aber da können wir jetzt auch nichts mehr dran ändern. Anlauf kann ich auch kein nehmen, da das Ufer steinig und steil ist.
OK, Allrad und Diff Lock ist drin, los geht’s. Die Drehzahl geht auf Viertausend Umdrehungen, ich bleibe im ersten Gang und will kein Risiko eingehen.

Barbie gräbt sich durch den Sand alls wäre nix, ich hatte keine Sekunde Bedenken das wir stecken bleiben. So muss das sein!

Nu wieder Luft rein und weiter geht’s.

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23.10.17 bis 25.10.17 Isimila Farm
ein nettes Camp von einer Deutschen und einem Tansanier geführt. Das Camp gefällt uns sehr gut, es gibt auch Plätze mit Couch fürs Faulenzen zwischendurch.

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Sie haben 3 Kinder, die jüngste Tochter wird kurzerhand Franks neuer Freundin. Sie ist sehr lebhaft und unterhält uns den ganzen Abend.

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Weiter gehts Richtung Norden. Irgend wann musste es ja passieren, die Polizei die hier ganz in weiß Auftritt steht plötzlich vor unserem Auto und winkt. Er erinnert mich irgendwie an den Kapitän vom Traumschiff, wir halten an. Natürlich zu schnell gefahren, aber schon vor einer halben Stunde. Seine Behauptungen schwanken zwischen 65 und 76 Km/h bei 50, wir wissen alle dass das nicht stimmt, aber die Strafe beträgt 30,000 Shilling (12 EUR) Wir versuchen auch den Trick den Thomas und Tipi gemacht haben. Alina holt ihr spezial Portemonnaie raus und erklärt das wir nur 20,000 Shilling haben.

Die Diskussion geht los, der Polizist sagt wir sollen uns was von unseren Nachbarn Geld leihen, wir stellen uns doof. Der Typ lässt nicht locker das wir kein Geld mehr haben interessiert ihn nicht. 30.000 oder wir müssen zum Gericht. Jetzt kommen auch Tipi und Tom an und der Polizist sagt da ist doch euer Nachbar, leiht euch das Geld. Alina erklärt den beiden angekommenen unsere Lage. Die sind empört und könnten schwören dass wir immer die Geschwindigkeit eingehalten haben. Alina lässt sich die Beweisbilder zeigen, wir sehen unsere beiden Autos fast an einander kleben und mit orangenfarbener Schrift steht da 76. Jetzt sagt uns der Polizist nur unser Auto fuhr 76, unsere Nachbarn, fuhren 50. Ach echt? Auf dem Foto sieht man auch ein 50er Schild, hab ich beim Ausrollen vielleicht doch etwas mehr als 50 km/h gehabt, aber direkt 76, glaub ich nicht. Aber das Auto der Andereren klebt fast an unserem, so ungefähr.

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Das ist doch ein Witz.
Alina sagt, nee zahl ich nicht und erklärt dem Polizisten erneut dass wir nur 20.000 Schilling haben.
Was der blöde Polizist nicht weiß, ist das Alina kurz vorher noch am Geldautomat war.
Jetzt will der Kerl mein Führerschein sehen.
Was ich nicht weiß ist, dass Alina das ganze Geld das sie vor einer Stunde abgehoben hat, lose ins Portemonnaie gelegt hat. Als ich den Führerschein raus holen will, fallen ca. 500,000 Schilling zwischen mir und dem Polizisten auf den Boden und verteilen sich auf der Straße.
Mein erst Gedanken war zu sagen, das gehört mir nicht!
Alle fangen an zu lachen und rennen dem Geld hinter her, ich habe keine Ahnung ob wir alles wieder bekommen haben.
Alina sagt ganz ernst „Ah, wir haben noch was Geld gefunden“ Thomas und Tippi gucken auf den Autoboden und versuchen nicht zu laut zu lachen.
Wir zahlen tatsächlich nur die 30,000 Schilling und wir bekommen eine Quittung.
Fazit: eine gute Idee mit dem Portemonnaie, aber an der Nummer müssen wir noch feilen.

Kaum im Auto angekommen fangen Alina und ich an zu lachen.
Später erfahren wir, dass diese Whatsapp Bilder der Polizei gar nicht erlaubt sind, und wenn man schon ein Strafzettel hat, darf man den ganzen Tag danach rasen, einen zweiten darf man nicht mehr bekommen.

Danach gibts ein schöner See zusehen.

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25.10.17 bis 26.10.17 Amarula Camp
Hier gibt’s quasi nix, kein Wasser kein Strom nur ein Stellplatz und natürlich einer der Geld haben möchte für die Übernachtung. 10 Dollar pro Person.

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Eingestellt von Alina-Frank 10:51 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

Der Kilimandscharo

sunny 28 °C
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26.10.17 bis 27.10.17 Simba Farm Loge
Auf zum Kilimandscharo!
Nach einer anstrengender Fahrt über sehr schlechte Straßen und Dauerregen, kommen wir zeitig in der Simba Farm Loge an.
Das Wetter ist so diesig, dass man den Berg nicht sehen kann. Aber die Aussicht auf den kleineren Meru Berg ist trotzdem einmalig schön.

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Mit Thomas schaue ich (Frank) mir die Campsite an. Die Duschen sind super und nicht weit, Strom ist am Platz. Hier sieht mal alles vernünftig aus.
Die Zufahrt zur Campsite geht außenrum, es ist ganz schön rutschig. Glitschig nasser Lehmboden, das wird Spaß machen. Am Anfang der Zufahrt ist ein kleiner Hügel und der Weg liegt ein bisschen im Hang neben einem Graben. Thomas schafft nicht mal den kleinen Hügel und rutscht seitlich weg. Ich will es wissen und nehme mehr Anlauf. Der Hügel ist geschafft, aber meine Reifen sind mit Schlamm zu und haben kein Grip mehr.

Wir brechen ab, Alina gibt mir von außen Zeichen, wo ich hin muss um auf die Wiese zu kommen die nicht so rutschig ist, aber wo Stacheldraht rum liegt.

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Wir können nicht auf die Campsite fahren, beschließen ein Zimmer mit Halbpension zu nehmen. Zwei Doppelzimmer mit Wohnzimmer und eigener Terrasse. Abendessen und Frühstück werden auf der Terrasse serviert, abends machen wir uns den Kamin an. Mitten in einem Blumengarten mit Blick auf den Meru, ein toller Platz. Sieht euch mal unser Ausblick vom Bett an.

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Eigentlich ist alles perfekt, da kommt die erste Beschwerde. Tipi steht 15 Minuten unbekleidet im Bad und wartet vergeblich auf warmes Wasser. Als sie beschließt die Warterei zu beenden, wird der Ofen erneut angeschmissen und sie bekommt nach 20 Minuten sowas wie lauwarmes Wasser.
Das alles für stolze 140 USD pro Zimmer insgesamt 280 USD. Die Zimmer könnten auch ein neuer Anstrich gebrauchen, das Essen ist so lala. Butternutsuppe (Kürbis) ist fantastisch, das Filet etwas zäh, (Tipi, der Pechvogel bekommt nur ein Stück) und das Dessert, eine Kokos-Schoko-Puddingbrühe, das den Namen Pudding nicht verdient hat. Lustigerweise schmeckt Tipi der Pudding, wir lassen es stehen.
Sonst ist aber alles gut, unsere Wohnzimmer mit Kamin ist herrlich, eine Couch zum knuddeln und wir merken, dass uns die Zivilisation etwas fehlt.

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Am nächsten Morgen geht’s wieder los. Wir machen ein Paar Bilder vom Blumengarten mit Blick auf den Meru.

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Barbie sieht aus wie eine Outdoorlady.

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Diese Tankstelle sieht aus wie aus einer anderen Zeit.

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Wir wollen den blöden Berg sehen. (Frank findet den Kilimandscharo blöd, obwohl er ihn noch nicht gesehen hat)

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Wir sehen Kinder, Pinienwälder, Bananenplantagen aber nicht den Berg

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Nach einer ¾ Umrundung von 120 Km geben wir auf. Das Wetter ist zu diesig und man kann kaum was sehen. Hier ein Foto aus dem Auto

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27.10.17 bis 28.10.17
Moshi Keys Loge
Wieder nur ein Zwischenstopp. Wir hatten gestern kein Strom für die Kühlschränke und benötigen heute dringend Strom.
Der Campheini sagt, jaja kommt 100% heute vor dem Dunkelwerden. Gewagte Aussage, denn dem war nicht so. Tipi ist so verärgert, sie geht zur Lodge und macht ihrem Ärger Luft! Einige Angestellte bieten uns jetzt sogar ein Zimmer an, das würde aber heißen wir müssten im Dunkeln die Zelte einpacken und auf die andere Straßenseite ziehen. Wir mögen unsere Zelte, das Schlafen ist kein Problem, die Kühlschränke sind es. Wir ärgern uns keinen Generator gekauft zu haben, aber jetzt sind 2 Monate rum und es lohnt sich gar nicht mehr. Gegen 22 Uhr kommt der Strom, die Kühlschränke werden geladen und alle sind wieder entspannt.

Auf dem Weg zur Snake Farm steht Einkaufen auf dem Plan, der ganze Tag geht drauf. Die Stadt heißt Arusha und ist sehr groß. Von super Straßen bis hin zu eingestürzte Brücken gibt’s hier alles.
Eine Stadt mit kleinen Malls und guten Supermärkte in dem Touris fast alles finden was sie daheim auch kaufen könnten. Das größte Problem was wir bisher hatten war unsere Gasflaschen zu füllen, wir könnten sie austauschen dann passen sie aber nicht mehr in unsere Autohalterung, und nachfüllen schien in Mosambik, Malawi und auch hier in Tansania ein Problem zu sein.
Wir finden ein Gaslieferenten, da zahlen wir die Befüllung, dann fahren wir bis zum anderen Ende der Stadt um sie zu befüllen. Das ist hier halt so.

Mitten in der Stadt nehmen wir eine Abkürzung und fahren durch unbefestigten Schlag und Wasserlöcher. Das ist hier alltäglich, der Pkw vor uns meistert es auch ohne Allrad.
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Wir halten an einem Kulturpark, hier gibt es Malereien, Klimbim und Tiere aus Holz, in allen Größen und Formen leider zu westlichen Preisen.
Ein paar Eindrücke.

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Wir sind vor einigen Tagen hier durchgefahren und ich habe einige Pizzerien gesehen. Ich überrede die anderen es mal zu probieren, das ist eins der wenigen Sachen die Tipi nicht in unseren Campküche zaubern kann. Angekommen hat das Ding zu, wir müssten wieder in die Stadt fahren um eine andere zu finden, also gibts nebenan Burger. Manno! Unsere vorletztes Land ist Namibia, sehr deutsch, Thomas kennt eine deutschen Metzger und Bäcker wir freuen uns darauf und träumen zwischendurch von Aufschnitt, Brot und all den Leckereien, die wir vermissen.

Die Sonne scheint, es gibt aber noch Wolken, ein letzter Blick zurück, können wir den Kilimandscharo sehen?

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Es ist der Meru, der jetzt den Kilimandscharo verdeckt.

28.10.17 bis 30.10.17
Duka Bovu Snake Farm
Das Camp sieht gut aus, bis auf die Spülsituation, Tipi streikt. Alina übernimmt das Spülen.

Wir parken unter einem Blütenbaum mit roten Blüten.

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Hier ein Blick aus unserem Zelt.

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Mit diesem Ausblick von den Vögel geweckt zu werden ist schon einmalig. Hier gibt es allerhand Vögel, es ist ein Paradies.

Hier der 3 Farben Glanzstar, der uns fast auf den Schoß gehüpft ist.

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Die Unzertrennlichen auf englisch Love Birds die ein Leben lang zusammenbleiben

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Diesen Vogel nennen wir Haubi

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Wir sehen den Vögel beim Baden zu,

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Überall laufen die Perlhühner rum, sie quietschen wie Autoreifen.

Und sie sehen so lustig aus.

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Diese Spatzen sind so klein, seht ihr den Stein oben links? der ist so groß wie ein 2 € Münze.

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Hier gibt es abends kleine Igel die überall rumlaufen, sie sind leider sehr fotoscheu.

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Hier gibt es auch Kamele, Kroks und da es die Snakefarm heißt natürlich auch Schlangen

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Seht ihr im Bild unten den Kopf der Schlange? Wahnsinn!

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Wir verlassen die Snake Farm Richtung Serengeti

Eingestellt von Alina-Frank 22:56 Archiviert in Tanzania Kommentare (2)

Die Serengeti darf nicht sterben

Ngorongoro Krater in Tansania


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30.10.17 bis 03.11.17 Die Flamingo Lodge

Die Flamingo Lodge liegt in Karatu, eine kleine Stadt 120km weg von unserem letzten Punkt.
Die Campsite ist perfekt, eine gepflegte Anlage mit Camp-Küche, heißen Duschen, und nahe zu kein Stromausfall.

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01.11.17 Ngorongoro Krater 
Der Ngorongoro ist ein Einbruchkrater am Rand der Serengeti in Tansania, ein National Park im Serengeti National Park.
So lässt sich Geld verdienen !
Wenn wir mit dem eigenen Auto rein wollen, müssten wir einen Guide (Aufpasser) mitnehmen, das ist uns zu teuer. Nicht nur die Gebühren für die zwei Autos, sondern auch der Eintritt für den Aufpasser müssten wir tragen und das ganze auch zwei Mal, weil wir nicht alle in ein Auto passen.
Am Kraterrand zu übernachten ist was für die Wohlhabenderen, ein Zimmer kostet ca. 500 USD pro Person. Dass nicht zu Viele hier herkommen wir durch den Preis reguliert. Wir beschließen eine Tour zu buchen, das kostet 200 US Dollar pro Person. Der Nachteil ist, dass eine normale Familie mit 2 Kids sich so eine Tour kaum leisten wird, 800€ pro Tag, und da ist Anreise und Hotel nicht mitgerechnet.

Wir können uns auch nur den einen Tag leisten. Unser Fahrer heißt Leon und das Auto ist ein alter Toyota Land Cruiser.

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Von unserer Campsite ist der Krater nur 15 km entfernt, wir brauchen trotzdem eine halbe Stunde. Der riesige Krater entstand, als die Kraterkanten des Vulkanberg vor vielen tausend Jahren in sich zusammenbrachen. Es entstand eine Fläche von 26.000 Hektar mit einem Durchmesser von 17 und 21 Kilometer. Der Kraterboden liegt auf einer Höhe von ca. 1100 Meter und die Kraterkanten sind zwischen 400 und 600 Meter hoch.
Die Zähflüssige Lava sorgte dafür, dass die Kuppen rund und Flach wurden. Nach Erstarren der Kanten sank die weiche Lava unter ihr ins Erdinnere zurück und füllte sich mit Wasser. Das Wasser wich nach und nach, was heute noch davon übrig ist nennt sich Lake Magadi und sorgt als
Paradies im Herzen des Kraters für ein Land im Überfluss. Mit dem Wasserreichtum und der Abgeschiedenheit leben hier 25000 Tiere, darunter Elefanten, Gazellen, Antilopen, Paviane, Meerkatzen, Löwen, Schakale, Zebras, Gnus, Nashörner und ca. 300 Hippos.
Am Rande des Kraters liegt die Grabstätte des bekannten Forscher Prof. Berhard Grzimek. Durch seine Liebe und der Verbundenheit zu diesem Land wurde nach seinem Tot 1987 die Urne neben seinem Sohn, der hier bei Forschungsarbeiten 1959 mit einem Flugzeug abstürzte, beigesetzt.

Oben gibt es ein schönen Aussichtspunkt.

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Schon von hier oben kann man eine Tierherde sehen

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Die ersten Tiere

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Wir kommen einigen Tieren so nahe und sie scheinen gewohnt zu sein, dass Tourautos nebenan anhalten und sie angucken.

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Die Landschaft sieht oft unecht aus.

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Was für ein Tag, ein letzer Blick zurück.

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Tags drauf wieder nur Dauerregen, man hatten wir ein Glück gestern.

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Der richtige Tag zum Arbeiten und Wäschewaschen und unserer Blog ist jetzt mal aktuell.

Morgen geht's weiter zum Lake Natron und dann nach Loliondo, bevor wir die Serengeti von Osten nach Westen durchqueren um zum
Victoria See zu kommen.
Die Gnus sollten uns in der Serengeti von Norden her treffen, wenn man sich auf die Viecher verlassen kann ;-) .

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Eingestellt von Alina-Frank 12:55 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

Die Flamingos

Die Webseite der tansanischen Behörden, Gebühren am Ende der Welt

semi-overcast 25 °C
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Wir fahren wieder sehr früh los,

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unser Tagesziel ist der Lake Natron, Heim von vielen Flamingos und ein netter Zwischenstopp zum Serengeti Nationalpark. Der Ngorongoro ist auch Teil der Serengeti, und wir könnten auch durch den Ngorongoro nördlich zur Gnu Wanderung fahren. Problem ist dass wir erneut den Eintritt für den Ngorongoro zahlen müssten, auch wenn wir nur durchfahren + Eintritt Serengeti. Dazu kommt, dass wir dies an einem Tag nicht schaffen können und wir müssten im Park übernachten. Nur ein finanzielles Problem, es kämen 1200€ pro Paar für 2 Tage auf uns zu. Wir fahren also weiter nördlicher ein und versuchen an einem Tag die Serengeti zu durchqueren.
Natürlich kostet der Lake Natron auch was, aber da gibt’s auch was zu sehen und es ist durchaus nicht so teuer wie die Serengeti. Die Camps sind sehr "basic" so richtig Freude kommt daher nicht auf. Immer mehr vermissen wir die Zivilisation und immer mehr träumen wir von dem deutschen Metzger und Bäcker in Namibia.

Die Fahrt dahin ist für uns auch mühseliger als sonst, unsere Klimaanlage hat den Geist aufgegeben, sie müsste mal nachgefüllt werden. Die nächsten 6-8 Tage kommen wir an keiner großen Stadt vorbei, um dies zu erledigen, d.h. keine Klima.
Dann der zweite Faktor: die Ansammlung von Schlaglöchern und Kieß, was die hier als Straße bezeichnen. Immer wieder meine Frage: "Warum gibt es keine Luftkissenautos? Oder immerhin so'n fliegender Delorian, warum hat Steven Spielberg nicht mit seinen Visionen von 2015 Recht gehabt?"
Statt fliegenden Autos haben wir Handys, mit denen wir immer erreichbar sind, wenn wir denn mal Netz und Strom hätten.
Irgendwas ist echt schief gelaufen hier, Grüße an meine Back to the Future Gang.

So zurück zur Schlaglöcheransammlung, die Barbie und Frank gut meistert. Ich bin hier nicht einmal mit Barbie gefahren und habe es auch hier nicht vor. Die Landschaft überrascht uns, es ist wie eine Art Steppe, kahl und wunderschön.

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Der Wind zieht durch, wir könnten eigentlich mit offenen Fenstern fahren. Wäre nicht der Sand, der mit dem Wind mitfliegt.

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Die Landschaft wird immer kahler. Wenn jetzt ein Schild kommen würde "Ende der Welt in 30 km", würde ich das glatt glauben.
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Tatsächlich befinden wir uns Mitten im Herzen des afrikanischen Kontinents.
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Mitten im Nirgendwo bleibt Thomas stehen, er gestikuliert uns, etwas stimmt nicht. Es riecht nach verbrannten Öl, Frank findet eine kaputte Achsmanschette und einen verölten Stoßdämpfer. Frank klettert unters Auto, Thomas assistiert mit Klebeband, nervös begutachtet Tipi ihre Haarspitzen und ich halte das ganze fotografisch fest.

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Nach der dritten Sandsturmattacke, verziehe ich mich auch ins Auto und widme mich meinen Haarspitzen, (Hauptsache beschäftigt aussehen). Frank kommt nach getaner Arbeit zurück, sein Haar sieht wüst aus, mir gefällt's. Mal was anderes.

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Thomas kann ich in der nachfolgenden Staubwolke nicht erkennen.

Weiter geht’s, auf einmal sehen wir Zebras, etwas später Giraffen,
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ein Strauß.

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Das sind hier tatsächlich wild lebende Tiere, es ist kein Park, es gibt keine Pfosten, wir haben kein Eintritt bezahlt. Ich bin hin und weg.

Etwas später, endlich das Gate zum Natron Lake.

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Wir zahlen den Gatepass und obwohl es hier um einiges schneller als in Ruaha Park geht, ist Thomas etwas gereizt. Auf einmal sehen wir ihn mit einem der Herren am Schlagbaum diskutieren. Er steigt ins Auto, der andere guckt uns blöd hinterher. Was war los? Hier hält jeder überall die Hand auf. Der Typ sagte, wir müssten eine Gebühr zahlen, aber er nimmt kein Geld an. Er spricht nicht gut englisch und Thomas versteht nix. Es reicht langsam, wir haben doch Eintritt gezahlt.

Wir suchen die Campsite auf. Die erste ist die beste, es gibt zwar kein Strom, kein Netzempfang aber eine fantastische Aussicht.
Die Duschen und Toiletten haben fast westliche Standards, bis auf das kalte Wasser.

Um die Ecke könnte hier die Bar zum Ende der Welt stehen, ist aber nur eine Lodge.
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Was für eine Aussicht!

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Die Campbesitzer kommen daher, ein paar Massai. Sie erklären den See und den Wasserfall kann man nur mit Guide besuchen. Natürlich muss dafür wieder gezahlt werden. Ca 40€ pro Paar. Was sonst! Thomas reicht es.

Wir wissen grad nicht weiter. Wollen wir zum Wasserfall? Wollen wir noch heute hin? Es ist bereits spät. Der Weg zum Wasserfall ist laut Internet nicht ohne und der Guide ist noch nicht da. Wir sind gereizt, geschafft und gerädert.
Die Massai sind total verunsichert und gehen langsam weg.

Ok was soll`s, wir bezahlen, denn wir wollen eh morgen zum See und der Wasserfall ist im Preis enthalten. Wir geben den Camp Massai die 200.000 Schilling und beschließen morgen zum Wasserfall zu wandern. Es ist spät, wir freuen uns aufs duschen, kochen, essen und rumlungern. Keine Stunde später steht der Guide Namens Thomas neben uns. Er spricht ein gutes und verständliches Englisch und ist uns auf Anhieb sympatisch. Der Massai kommt auch mit unserer Quittung. Ich schau darauf und denke sofort die Zahl über den Preis wurde verändert. Der Preis steht weiter oben in Worten ausgeschrieben "one hundert sixty". Über die Zahl 160 steht eine 2. Ich sag: "Nene, das hier stimmt nicht!" Der Massai guckt auf den Boden und stellt sich doof. Ich zeig es den anderen und er stammelt "hmm", das wird er reklamieren, er hat es ja nicht berechnet. Jaja.

Thomas unser Guide sagt los zum Wasserfall. Wir kommen uns blöd vor ihm zu sagen, dass wir gar nicht mehr hinwollen und packen ein. Wir wissen man kann dort schwimmen und wir müssen hüfttief durch Wasser wandern.

Der Weg geht über Stock und Stein.

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Als Belohnung für die schwierige Wanderung dorthin, bekommen wir einen herrlichen Wasserfall zu sehen. Tipi und ich schwimmen hin, die Männer fotografieren.

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Kaum zurück fängt uns die Verkäuferbande ab, wir kaufen uns quasi frei.

Eine der Verkäuferinnen finde ich besonders hübsch und darf sie fotografieren

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Dabei sehen wir einen fantastischen Sonnenuntergang.

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Ach ist das herrlich, hier am Ende der Welt in Ruhe zu campen. Kaum zu Ende gedacht, kommt eine italienische Motorradgang und besetzt unser Camp, es werden ca. 15 Zelte aufgebaut. Respekt hier mit dem Motorrad durchzufahren. Die Straßenqualität ist nicht die feinste, der Staub, die Anstrengung, den Italienern macht es nichts aus. Ein junges deutsches Paar übernachtet auch noch hier, die haben eine Tour gebucht und kommen grad aus der Serengeti.

Am nächsten Tag frühstücken wir mit Thomas, unserem Guide und es geht zum Flamingo See.

Auf den Weg dorthin sehen wir wieder Zebras, Giraffen und ein paar verstreute Gnus. Leider auch viele tote Tiere, überwiegend Zebras, mit unterschiedlichsten Verwesungszustand. Hier bleiben sie liegen, bis sie wirklich komplett zu Staub zerfallen.

Als Thomas und Tipi in Schottland gestartet sind, haben sie von uns Reisegeschenke bekommen. Jeder hat ein praktisches, ein lustiges und ein unnützes Reiseutensil bekommen. Tipi hat ein Flamingo als unnützes Geschenk bekommen, den hat sie Puli genannt hat. Der stellt sich als sehr nützlich raus, er ist dabei auf vielen Bildern und jetzt kommt der mit zum See.

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Ob Touristen oder Einheimische, der Vogel wird von allen bewundert.

Die Flamingos sind direkt am See,

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wir kommen bis auf ein paar Meter an sie ran.

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Es gibt auch einen großen Schwarm Pelikane.

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Wir machen viele Fotos, ich finde es schade, dass wir nicht gestern im Sonnenuntergang fotografiert haben.

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Auch die Sonne kam kurz mal raus.

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Natürlich stehen auch hier die Verkäufer bereit an unseren Autos.
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Wir müssen weiter. Die Fahrt wird lang und die Straße soll etwas besser sein, aber wir verlassen uns nicht darauf. Tom und Tipi werden von 2 Armeetypen angehalten. Wir bleiben dahinter stehen, es wird diskutiert. Zu schnell gefahren kann nicht sein. Da die Diskussion länger anhält, steige ich aus, um zu sehen, was das Problem ist.
Als ich ankomme ist die Diskussion im vollen Gange. Wir haben am See übernachtet, ohne die Conservation Fee zu zahlen.
Um den See (der weder als Naturschutzgebiet noch sonstig deklariert ist) zu besuchen, muss man am Gate so eine Art Eintritt zahlen. Dieser geht ans Land, das Geld für die Tour und Campsite geht an die Massai. Der Staat hat sich sich eine Conservation Fee ausgedacht, damit er auch was davon hat. Die muss man aber nicht zahlen wenn man durchfährt, nur wenn man übernachtet.
Insgesamt haben wir zu viert 360 USD bezahlt und haben dafür keine schickes Zimmer sondern in unseren eigenen Campern übernachtet. Immerhin gab es fließendes kaltes Wasser. In der Serengeti gibt es Camps ohne Wasser, die noch teurer sind.

Wir diskutieren mit den Herren rum. Das Problem ist, die Gebühr darf man nicht an Ort und Stelle zahlen, sondern muss diese vorher von der Conservation Webseite zahlen. Wie hätten wir von dieser Gebühr erfahren sollen? Die Antwort: "Wenn ihr eine Tour macht dann wissen es die Tourguides."

Der Fall, dass hier private Overlander durchfahren ist wohl noch nie vorgekommen. Wir sind die ersten unserer Art.
Das ist das Ergebnis der neuen Regierung und dem Kampf gegen die Korruption.
Keiner traut sich mehr Geld anzunehmen und bei Angelegenheiten, die nicht eindeutlich geregelt sind, steht alles still.

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Weitere Antwort ihr hätte euch die Conservation Website ansehen sollen? Wieso, wir wollten schließlich nicht die Conservation Behörde besuchen sondern den See. So sieht dieser Permit aus

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Wäre es so schlimm, wenn der See eine eigene Infowebseite mit allen Infos hätte? Wir fahren zum nächsten Dorf mitsamt Armeetyp. Da wird seine Chefin angerufen, die dann erlaubt, dass wir das Geld dem Manager der Campsite geben. Der Armeetyp darf es nicht annehmen. Wir sind alle genervt. Thomas stellt sich quer und holt sein Polizeigeldbeutel raus, mehr Geld hat er nicht. Ach je, wir tun etwas mehr in unseren rein und tun so als hätten wir auch nicht mehr. Wieder Palaver, der Armeetyp telefoniert wieder mit Chefin, Thomas telefoniert mit Chefin, die lassen nicht locker. Deren Plan, einer fährt los und holt Geld, die anderen bleiben als Pfand da. So haben wir uns das nicht gedacht.
Auf einmal findet Tipi genau 100 USD, was für ein Glück, der Betrag der uns fehlt ;-).

Wir fahren noch ca. 2 Stunden weiter in Richtung Serengeti

und übernachten im Waso Camp.

Wir fragen nach einem Mechaniker, ein Einheimischer kommt uns hilfeeilend und ruft einen an. Der kommt nach 3 Minuten. Der Einheimische lobt den Mechaniker immer wieder: "Seht ihr wie toll, der kommt nach 3 Minuten". Wir unterhalten uns über diese Tatsache fast 15 min, also 3x länger als der Anfahrtsweg des Mechanikers.

Es ist stockfinster. Der Mechaniker schaut sich mit Taschenlampe die Lilly an und verspricht in der früh um 8 zu kommen, immerhin am Sonntag.
Die Enheimischen sind von uns begeistert, der Bankmanager vor Ort hat auch ein Landrover, schwärmt aber von unserem. Wir werden eingeladen zum Eimersaufen. Eine große Flasche Zuckerrohr Rum wird mit einer Dose Redbull und einer kleinen Sodaflasche gemischt. Uns schmeckt es nicht, dafür Tom und Tipi umso mehr. Dann wird eine Schweinefleischpampe mit so einer Art grünfarbene Polenta serviert. Ieek, Tipi verteidigt unsere Ehre und isst für alle 4.

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Am nächsten Tag leidet mit Thomas erstaunlicherweise nur am Kopfweh. Beide stehen früh auf, denn der Mechaniker will ja um 8 da sein. Tatsächlich kommt er um 10. Gut dass wir bis 9 geschlafen haben.

Eingestellt von Alina-Frank 10:12 Archiviert in Tanzania Kommentare (0)

Artgerecht


View Alina Frank 2017 auf Alina-Frank's Reise-Karte.

03.11.17 bis 05.11.17 Das Wasso Camp vor der Serengeti

Noch was zur Wasso Campsite. Der Mechaniker kam gestern um 10 Uhr und wir fuhren mit ihm in seine Werkstatt (eine Bretterbude mit einem Loch). Daneben wusch einer Kleidung in einem aufgeschnittenen Benzintank. Manschetten und Stoßdämpfer konnten sie nicht besorgen, woher auch. Die Ölstände wurden kontrolliert und der Scheibenwischbehälter ausgebaut. Hier wohnte anscheinend ein Tier drin.

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Ich hab was gebastelt, geht auch.

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Als wir im Camp nach Strom gefragt haben, wurde ein Elektriker aus dem Dorf angerufen. 15 Minuten später hackte dieser den Weg auf, verlegte ein Kabel zum Baum und schraubte eine Steckdose ran. So einfach ist das, das nenne ich Service!

Am nächsten Morgen geht es Richtung Serengeti.

Nun sind wir am nördlichsten Punkt unserer Reise angekommen und das ist auch gut so, denn die Regenzeit fängt hier langsam an.
Von Osten nach Westen die Serengeti durchqueren, um die Einzigartigkeit zu erleben das war der Plan. Die Gnu Wanderung sehen und bis zum Victoria See kommen, das ist unser Tagesziel.

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Wir glauben, das sich die Jungs am Eingang mit dem Eintritt verrechnet haben, denn es war viel zu günstig. 377 USD zusammen, wir hatten 640 USD errechnet. Später sehen wir das sie sich bei dem Gewicht der Autos vertan haben, Glück für uns.

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Da sich der rechte Stoßdämpfer bei Tom's Auto schon mit einem Knall verabschiedet hat, fahren wir recht vorsichtig. Unsere Dämpfer sind auch nicht mehr die besten und die Autos haben schon genug gelitten.

Der wichtigste Punkt ist, wir haben nur bis 18.00 Uhr Zeit den Park zu durchqueren und wir erst um 9.00 Uhr am Eingang losgefahren.
Das sind zwar nur 200 Km, aber bei einem Schnitt von max. 25 km/h sind das 8 Stunden ohne Pause.

Die Straßen erweisen sich als grauenhaft, wir fahren im Schnitt 15 km in der Stunde. Alina will öfters anhalten und Fotos machen, dafür sind wir eigentlich auch hier, aber die Zeit wird immer knapper. Als erstes sehen wir ein paar Elefanten.

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Danach Giraffen,

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und nach kurze Zeit die erste Gnuherde!!!

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Wir sehen viele Herden, mal größer mal kleiner auch vereinzelte Tiere.

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Viele laufen einfach vor unseren Autos, mal schnell mal langsam.

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Es ist langsam Mittag, einige Gnu's legen sich in den Schatten.

Kurze Pause auch für uns am Hippopool

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Erst wundern wir uns nur Hippos keine Krokodile?

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Von wegen, die tarnen sich super die Biester siehe oben Mitte.

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Wir diskutieren hin und her, da der Eintritt so günstig war, sollten wir vielleicht 1 Nacht hier Campen? Durchrauschen macht irgendwie kein Sinn. Wir beschließen weiterzufahren da wir einfach nicht wissen wie wir die Nacht noch buchen sollen. Wir haben ein Tagespaß und sollten dann abends rausfahren.

Wir beschließen doch rauszufahren, dann fängt es noch zu regnen an, es dauert aber nicht lange und die Sonne kommt vereinzelt raus.

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Sobald wir das Fenster aufmachen fliegen Tsetse Fliegen ins Auto, wir schaffen sie wieder rauszubefördern. Diese Biester nerven.
Daher sind viele Bilder schnell geknipst oder sogar durch die Scheibe. Hier eine Topi Gazelle leider nur von hinten.

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Die Tsetse's nerven kaum öffnen wir das Fenster, fliegen einige rein. Wir machen mehr Bilder durch die Scheibe, mit geschlossenen Fenstern.

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Einie Hyäne folgt uns belustigt, sieht aus, als sucht sie jemanden zum spielen.

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Nach mehreren Flussbett durchfahrten sehe ich plötzlich das Lilly vorne links runter hängt, ein Platten. Wieder mal erweisen sich die Walkie Talkies als sehr nützlich, Thomas hält sofort an. Es nützt nix wir müssen Reifen wechseln, trotz Tsetse Fliege und natürlich gibt es Löwen im Park.
Nicht lange nachdenken, die Frauen halten das Umfeld im Auge und wir Wechseln den Reifen, Tipi muss natürlich noch ins Busch.

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Thomas schmeißt alle seine Sachen ins Auto und fährt schon langsam vor, ich räume noch mein Werkzeug weg . Trotz Probleme mit dem Wagenheber, brauchen wir gefühlte 5 Minuten bis wir wieder im Auto sitzen. Es erinnert mich ein bisschen an die Zeit bei Zakspeed,
schnell und chaotisch.

Wir fahren auch langsam los. Die Straße zieht sich in eine lange Rechtskurve, als vor uns ein Safari Bus mit Touris steht.

Natürlich halten wir an und fragen durchs Fenster was sie sehen, der Fahrer sagt, seven Leon´s. Er spricht super deutsch und fragt uns so aus wie wir hergekommen sind.

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Ah, Löwen.

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Dann wird das Wetter wieder schlechter.

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Wir schaffen es tatsächlich bis 5.00 Uhr zum Ausgang.

05.11.17 bis 08.11.17 Camp Stop Over

Unser Camp ist nur 2 km entfernt, Tom und Tipi sind erleichtert, wollen nur noch das Zelt aufbauen und den Tag beenden.

Wir setzen uns in die kleine Bar in der Campsite und Essen was, zum Kochen hat heute keiner mehr Lust.
Das Bier ist kalt und das Essen richtig gut, für solche Momente habe ich diese Reise gemacht.

Und Barbie sieht endlich aus, wie ein Land Rover auszusehen hat. Artgerecht!

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Der Tag danach,
hat was von Wunden lecken. Thomas zieht sein Joker und will damit zwei Tage bleiben. Wir machen Feuer und lassen es uns gut gehen.

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Ein kleiner Besucher der sich unter dem Feuerholz versteckt.

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Aber zu klein für eine Suppe ;-) !

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Die Wasseranlage für warmes Wasser zum Duschen gefällt mit.

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Das Wetter ist wieder mal mittelmäßig, aber in Maun sind es 37c, das lässt hoffen.
Allerdings liegen noch 4000 km und Sambia zwischen uns, ich freue mich am meistem auf Botswana.
Unser nächstes Ziel ist erstmal der Taganica See am Katavi Park, 1000 km und keine Campsite.
Wir suchen uns zwei Hotels auf dem Weg aus, das erste heißt Golden Eagle und kostet so viel wie eine Campsite.

08.11.17 bis 10.11.17 Hotel Golden Eagle in Tabora
Thomas erzählt dem Hotel Manager das Problem mit unseren Autos, kein Ding sagt er, ich besorge für morgen früh um 8 ein Mechaniker.
Klar, den kennen wir!
Um halb Zehn tauchen drei Dunkle gestalten auf und wollen die Autos reparieren.
Wir fragen, habt ihr den auch die Ersatzteile?
Sie müssen wieder mal ein Muster ausbauen, aber Tom hat keine Wahl, der Pajero ist auf den schlechten Straßen unfahrbar.
Einer rennt mit dem Stoßdämpfer weg, der andere mit dem Reifen.
Eine Stunde später ist der Reifen geflickt und zwei neue Stoßdämpfer liegen auf dem Hof.
Nicht schlecht, ich lasse einen Stoßdämpfer hinten an meiner Barbie ausbauen.
Thomas sagt, du musst dich fühlen wie ich mich fühlen würde wenn einer mein Hund operiert.
Ein bisschen Mitgefühl tut gut!
Der neue Dämpfer ist nicht härter als der alte. ich glaube das eine stärkere Version als Original bei uns verbaut wurde.
Der Alte kommt wieder rein und Barbie ist entlassen.

Der Tag ist rum, noch 600 Km bis zum Taganyika See. Morgen geht’s weiter.

Eingestellt von Alina-Frank 06:46 Archiviert in Tanzania Kommentare (2)

Bye bye Tansania

ab in den Süden

rain 25 °C
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Den Tanganyka See haben wir aus Wettergründen gestrichen, es soll dort auch voll Tsetse Fliegen wimmeln. Lake Victoria hatten wir kurz besucht und das obligaritorische Bild gemacht.

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Wir sind einfach zu spät dran, die Regenzeit hat bereits angefangen, was sollen wir hier im Regen.

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Weiter nach Mpanda. Den Ort kann man sich gut merken, das M und das Panda. Wir freuen uns auf ein Hotel, der Inder letzte Nacht hat ein guten Eindruck gemacht, das Essen war einfach spitzenmässig. Vielleicht haben wir in Mpanda auch Glück. Auf den Weg werden wir angehalten, der Polizist fragt wo wir herkommen, wo wir hinwollen. Frank sagt schnell wie aus der Pistole geschossen M-PUMA! Der Polizist guckt, das kennt er nicht, da sagt Frank schnell, nee Mpanda! Wir fangen alle an zu lachen und dürfen schnell weiterfahren. Thomas und Tipi verlieren in 3 Etappen ihren Auspuff, die Straßen hier nerven. Eine schöne Eidechse an der Tankstelle muntert uns ein wenig auf.

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In Mpanda angekommen die herbe Enttäuschung das einzige annehmbare Hotel am Ort ist ein Loch. Ich hatte mich so sehr auf eine Dusche gefreut. Hier jedoch will ich nicht duschen. Wir bestellen was zu essen, ein zähes Huhn mit Eier- Pommes Tarte. Igitt! Das traurige hier, es ist ein Hotel wo Einheimische unterkommen und den Quatsch hier essen. Das ist für die Urlaub, für uns ist es abhacken und schnell weg. Nach dem enttäuschenden Essen wollen wir nur noch schlafen.
Da klopft es an die Tür, die Einwanderungsbehörde ist da. Die Obergrenze für deutsche Einwanderer ist wohl überschritten, wenn sich gleich 4 hier aufhalten muss man halt genau hinschauen. Ob wir unser Visaquittung noch haben, was wir hier machen, woher wir kommen, wohin wir wollen, wie wir das Hotel gefunden haben. Zur Sicherheit werden sogar die Pässe fotografiert.

In der Nähe ist der Katavi Nationalpark. Ich hatte wohl auf mein Handy die Meldung dass es dort eine Lodge mit 80€ die Nacht gibt. Ich such es am nächsten Tag verzweifelt raus und finde es nicht mehr. Den Park wollten wir uns ansehen, die Bilder von der Lodge sind traumhaft. Ich such auf der Internetseite aber da kann man keine einzelne Nacht buchen. Endlich finde ich die Seite die mir den Preis pro Nacht gegeben hat, ich merke ich hab mich um eine Null vertan. Die Nacht kostet 800€ (Mindestaufenthalt 3 Nächte).
Das Wetter wird immer schlechter, wir erfahren dass wenn wir nur durch den Park durchfahren wir kein Eintritt zahlen und bei dem Wetter ist das auch der beste Plan.

Ein Tümpel am Anfang des Parks hat eine unglaublich hohe Hippodichte,
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die sehen alle trotzdem ziemlich entspannt und happy aus.

Ein paar Giraffen und Büffel sehen wir noch am Rande des Parks

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Kaum ist das Fenster offen stürmen die Tsetse rein. Frank erschlägt die erste sofort, aber das blöde Vieh steht wieder auf. Das ist typisch für Tsetse, Frank schlägt wieder drauf, sie fliegt wieder, und nochmal, und nochmal. Die Fliege greift ihn jetzt an. Frank schlägt wie wild um sich, sie verkriecht sich in eine Ritze. Wir holen zum ultimativen Schlag aus und Sprühen den Insektenvernichter in die Ritze. Ob sie tot ist, ob sie es überlebt hat?

Kurz darauf kommt die nächste rein, fliegt aber wieder raus, da unsere Klima nicht funktioniert öffnen wir ab und zu die Fenstern. Nach einiger Zeit sind wir aus dem Park, wir haben es geschafft, durch Tansania ohne einen Tsetse Stich abbekommen zu haben, der Wahnsinn.

Die nächste Nacht verbringen wir in einem schöneren Hotel, das Essen ist wiederum grausam. Statt eines Grilltellers bekommen wir alles frittiert und obwohl wir die einzigen Gäste sind, dauert es über 2 Stunden. Wir beschweren uns, wir haben nur die Pommes gegessen, wir wollen nur die Hälfte zahlen. Der Typ an der Rezeption ist total unbeeindruckt, ob wir es ganz zahlen oder gar nicht ist ihm anscheinend wurscht. Abends gehen wir in eine Bar mit Locals.

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Am nächsten Tag geht es weiter, Thomas Auspuff wurde repariert, neue Stoßdämpfer hat er auch.

Thomas bestellt beim Nachtwächter noch eine Autowäsche. Frank möchte keine, er ist stolz darauf dass Barbie, wie eine echte Outdoorlady ausschaut.

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Da hat er die Rechnung ohne den Nachtwächter gemacht, denn der hat Barbie mit einem dreckigen Lappen gewaschen. Der ist froh wenn er sich noch was nebenbei verdienen kann, hier war gut gemeint nicht wirklich gut gemacht. Wir bedanken uns trotzdem und geben natürlich Trinkgeld.

Jetzt haben wir genug von Tansania, ab nach Sambia!

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Eingestellt von Alina-Frank 09:14 Archiviert in Tanzania Kommentare (1)

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